Der erste Geburtstag

Am 03.06. feierten Savannah und Silas ihren allerersten Geburtstag. Na ja feiern ist übertrieben, aber ihr wißt ja, wie ich das meine. Mit einem Jahr sind die Beiden natürlich noch viel zu klein, um überhaupt verstanden zu haben, dass sie am 03.06. vor einem Jahr geboren sind. Für Savannah und Silas war es ein Tag wie jeder andere. Dank der Geburtstagsdeko jedoch bunter. Süßer durch einen Geburtstags-Muffin. Lustiger, dank einem Animationsteam bestehend aus Mama, Papa, Oma und Opa.

Der erste Geburtstag – Unsere Zwillinge sind nun 1 Jahr alt

Wir haben den Geburtstag von Savannah und Silas mega-klein gefeiert. Ein wenig Schamesröte steigt mir dabei ins Gesicht, denn je näher der Geburtstag der Beiden rückte, um so mehr wurde ich mit Mega-Geburtstags-Party-Fotos anderer Mamis überhäuft. Nicht absichtlich natürlich, aber ich brauchte z. B. nur Facebook oder Instagram öffnen und “peng”… da waren sie. Die Mamis die den Geburtstag ihrer Babys Upload für Upload online zelebrierten. Auf diesen Geburtstagsfotos platzte die Geburtstags-Party regelrecht aus allen Nähten. Unglaublich, wie groß, schrill und bunt zum Teil der erste Baby-Geburtstag gefeiert wurde. Manchmal überkam mich der Gedanke, dass ich mich inmitten eines Konkurrenzkampfes unter Mamis befand, so nach dem Motto “schaut her, unsere Geburtstags-Torte ist viel größer, schaut her…, schaut her…”. Oh nein…ich bin bzw. war nicht neidisch.

Ich habe mich bewusst gegen eine größere Geburtstags-Party entschieden und wenn ich hier von Schamesröte schreibe, dann nur deshalb, weil ich schon ab und an dachte, ob ich den Geburtstag unserer Zwillinge hätte größer und bunter feiern sollen. Als Mama wünscht man sich für seine Kinder eben nur das Beste – einen wunderschönen Geburtstag miteingeschlossen. Den hatten Savannah und Silas allerdings und er verlief total entspannt und stressfrei trotz gepackter Reisekoffer. Während andere Mamis den Geburtstag ihrer Kleinen bereits Wochen vorher planten und eifrig an der Geburtstagsdeko bastelten, war unser zweiter Familienurlaub bereits gebucht. Ich entschied mich bewusst gegen eine große Geburtstagsparty und bewusst Wochen zuvor für einen Familienurlaub direkt im Anschluss an den Geburtstag meiner Kinder.

Ich wollte nicht DIE Geburtstagsparty

So wie viele andere Mamis sie zum 1. Geburtstag ihres Kindes zelebrieren. Für meine Kinder wird es diese Geburtstagsparty noch geben.

Nein, ich wollte einen für uns als Familie perfekten Tag und dieser Tag sollte nicht am 03.06. abrupt im Alltag verstummen, sondern noch weitere Tage nachklingen.

So besonders war für mich der erste Geburtstag meiner Kinder, dass er gleich aus einer Schleife mehrerer wundervoller Mama-Papa-Savannah-Silas-Tage-Momente – aus gemeinsamer Zeit – bestehen sollte. Natürlich gab es auch die obligatorischen Geburtstags-Geschenke für Savannah und Silas, aber das größte Geschenk, welches wir unseren Kindern geben können ist einfach Zeit für sie zu haben.

Denkt ihr nicht auch?

 

Es ist hier gerade ganz leise und ich höre mein Mama-Herz laut schlagen. Der Beat passt zu meinen Gedanken, die mir gerade durch den Kopf gehen, und die sich an Savannah und Silas richten.

Zeit ist immer auch Lebenszeit, und während die Liebe zu euch bis über den Tod hinausgeht, so ist die gemeinsame Zeit, in der ich euch als Mama begleiten darf, zeitlich begrenzt. Daher kann es und wird es für mich nichts Schöneres, Kostbareres und Wertvolleres als die Zeit selbst geben, die ich mit euch verbringen darf.
Jede Sekunde, jede Minute, Stunde, Wochen, Monate und hoffentlich viele viele gemeinsame Jahre. In unendlicher Liebe und Dankbarkeit, Mama 

Unser erster Familienurlaub in Ägypten

Seid ihr auch so reiselustig?

Ich würde mich schon eher als reiseverrückt bezeichnen. Ich liebe es einfach immer wieder neue Orte zu bereisen. Auf Reisen werde ich zur Abenteurerin und sauge die neuen Eindrücke regelrecht wie ein Schwamm auf. In meinen Erinnerungen und auf zahlreichen Urlaubsfotos halte ich diese lebendig. Vor Savannah und Silas saß ich also wirklich sehr oft im Flieger und damit meine ich so ca. fünfmal im Jahr inkl. Kurztrips.

Ich bin wirklich froh, dass ich einen Mann an meiner Seite habe, der ebenso gerne reist, wie ich. Er zeigt mir nicht den Vogel, wenn ich geradezu akribisch im Netz nach Urlaubsschnäppchen suche. Hierbei können nämlich durchaus mehrere Tage vergehen. Wie gesagt, ich bin wirklich sehr akribisch. So lese ich mir z. B. zahlreiche Hotelbewertungen durch. Hole mir Infos zum Reiseziel ein usw.

Ich habe zu viel Zeit? Na ja das weniger, aber es macht mir halt einfach Spaß, und gehört für mich zur Urlaubsvorfreude dazu. Hinzu kommt, dass es bei all unseren Reisen bisher keine bösen Überraschungen gab. Egal, ob es sich hierbei um eine Pauschalreise handelte, eine Städtereise oder tatsächlich eine aus Bausteinen zusammengewürfelte Reise mit verschiedenen Zielen. Wie seinerzeit in den USA, in Thailand, Dubai oder auch Marrakesch.

Es lief, man kann sagen, wie am Schnürchen und so sollte es bei Reisen doch auch sein oder?

Reisen als Familie ist doch etwas Anderes

Als klar war, dass wir als Familie erstmalig verreisen, war das wirklich ein Akt.

Ich habe das Reisebüro aufgesucht, was ich für gewöhnlich eher selten tu, und ließ mich in Bezug auf Reisen mit Babys erst einmal beraten. Der Reisemonat März stand fest, aber das Reiseziel war total schwammig. Sollte es Florida werden? Dubai? Kanarische Inseln? Wo war es überhaupt schön sonnig und warm, damit man mit Savannah und Silas auch baden kann? Das war mir sehr wichtig.

Soll es ein AI-Urlaub werden oder reicht es ein gutes Frühstück im Hotel zu haben? Ich hatte tausend Fragezeichen in meinem Kopf und die Dame vom Reisebüro riet mir und meinem Mann von einer Fernreise mit zwei so kleinen Zwergen erst einmal ab.

Wie wäre es denn mit Ägypten? Oh…Ägypten hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Dabei war ich selbst schon mal vor Jahren in Ägypten. Zu Hause informierte ich mich tagelang in irgendwelchen Foren über etwaige Hotels in Ägypten, über das Land und die Menschen, über den Hygienestandard und der zur erwartenden Sicherheit für uns als Familie.

Unser Ägyptenurlaub liegt jetzt einige Wochen zurück und ich kann sagen, es war die richtige Entscheidung.

Keine bösen Überraschungen und keine getrübte Urlaubsstimmung. Das Einzige, was an dieser Reise tatsächlich nicht so rund lief, waren unsere Condor-Flüge. Für jede Familie mit Kindern der absolute Alptraum kann man sagen. Wir hatten z. B. auf den Rückflug mehr als 24 Stunden Verspätung und mussten eine weitere Nacht im Urlaubsland verbringen. Jede Medaille hat jedoch zwei Seiten. So hieß eine Seite für uns: Entschädigung nach EU-Fluggastrechten.

Unser erster Familienurlaub in Ägypten in Kurzfassung

Mit Condor ging es für uns von Düsseldorf nach Hurghada in das 5 Sterne Hotel Steigenberger Aqua Magic, welches seine Hotelsterne verdient hat. Exzellente Sauberkeit, Freundlichkeit, Service und ganz tolles Essen. Die ersten Tage war es für mich und meinen Mann gewöhnungsbedürftig sich auf einen Urlaub mit Kindern einzustellen. Es war für uns einfach Neuland, und eine andere Art von Urlaub. Darüber muss man sich einfach im klaren sein.

Urlaub mit Babys oder Kleinkindern ist in erster Linie Urlaub für die Kleinen. Hört sich merkwürdig an? Nun ja, ist aber eben so.

Man wird in seinem Hotelbett nicht ausschlafen. Ebenso wird man auf seiner Sonnenliege nicht dauerhaft entspannen können. Baden im Pool ist auch so eine Sache für sich. Tja und was man auch vergessen kann, ist, sich ausgiebig durch all die Köstlichkeiten des Buffets zu essen. Urlaub mit Kindern ist absolut etwas Anderes.

Viele Annehmlichkeiten, die man zuvor als Paar im Urlaub so sehr genoß, waren einmal. Zumindest für die nächsten Jahre.

Im Urlaub ist man noch mehr fokussiert auf die Kleinen und deren Wohlergehen. Hier gibt es keinen wirklichen Mami-Alltag mit seinen zahlreichen Aufgaben und Verpflichtungen. Im Urlaub gilt es erst einmal einen Rhythmus als Familie mit Kindern zu finden. Es gibt hierbei viele W-Fragen, so z.B: Wann schlafen die Beiden? Wann bekommen sie ihre Mahlzeiten und wann essen wir selber.

Im Urlaub einen Rhythmus mit Kindern finden

Gelingt es einem dann als Familie im Urlaub einen Rhythmus zu finden, kann man dazu nur sagen “Glückwunsch”. Hier sprechen wir dann von einem FamilienURLAUB.

Die ersten Urlaubstage waren für uns zwar nicht chaotisch, denn wir haben wirklich zwei ziemlich entspannte Babys, aber wir hatten uns selbst Druck gemacht. Wir fühlten uns dadurch als Eltern gestresst. Zum Glück hatten wir nach einigen Tagen den Dreh raus, und führten Rituale ein. Morgens z. B. ging es für uns als Familie in den Pool.

Wir schwammen dank Freds Schwimmhilfe mit Savannah und Silas erst einmal große Runden. Das Wasser im Pool war einfach angenehm und es war schön Savannah und Silas zuzusehen. Die Beiden fühlten sich pudelwohl im Wasser und wirkten dabei total entspannt. Es passierte öfters, dass die Beiden total schläfrig wurden. Savannah schlief sogar paar Mal auf ihren Schwimmring ein. Danach schliefen die Beiden erst einmal für gut 1 1/2 – 2 Std. in ihrem Buggy. In dieser Zeit hatten wir als Eltern eine kleine Auszeit und genossen die Sonne. Das tat wirklich gut.

Der Mittagsschlaf war dafür mit ca. 15:00 Uhr eher spät, und von der Schlafdauer eher kürzer mit ca. einer Stunde. Das Schöne war jedoch, dass sich wenige Treppenstufen über unser Familienzimmer ein großer Dachpool nebst Poolbar befand. Während mein Mann auf dem Balkon saß und dort entspannte, entspannte ich auf der Dachterrasse. Zu Zweit war dies leider nicht möglich, da das Babyphone bis oben keine Verbindung hatte.

Abends gingen Savannah und Silas relativ pünktlich ins Bett und schliefen in ihrem eigenem Zimmer meistens durch. Das war natürlich perfekt! Mensch…das war soooo toll. Man kann Schlaf zwar nicht nachholen, aber das erste Mal seit Monaten fühlte ich mich mehrere Tage am Stück morgens wirklich erholt und ausgeruht. Hinzu kam, dass Savannah und Silas morgens immer gut gelaunt waren, und ich von meinem Bett aus entspannt mit einem Morgenkaffee in der Hand ihnen beim Spielen zusehen konnte.

Silas bekam in diesem Urlaub vier Zähne auf einmal. Er zahnte total. Manchmal war er daher total unentspannt. In vielen Situationen jedoch zeigten sich unsere Kinder sehr entspannt. Für uns stand fest! Mit solchen Babys kann man einfach reisen – so zumindest unser Ersteindruck.

Mit entspannten Kindern ist vieles einfacher

Das ist tatsächlich so. Unser Hinflug mit Condor hatte ca. 2 1/2 Std. Verspätung. Die Flugzeit mit ca. 5 Std. nach Hurghada war nicht gerade kurz. Unser Rückflug nach Düsseldorf hatte wie bereits erwähnt 26 Stunden Verspätung. Wir mussten also notgedrungen eine Nacht länger in Ägypten bleiben und wurden in einem anderen Hotel untergebracht. Viele Stunden verbrachten wir mit unseren Kindern am Flughafen und die Beiden waren einfach die ganze Zeit über lieb.

Für Savannah und Silas war die Wartezeit am Flughafen der reinste Spass. Es gab so viel zu sehen. So viele neue und für sie tolle Eindrücke. Das Fliegen schien für unsere Kinder total entspannend zu sein. Sie schliefen die meiste Zeit, und der befürchtete Start oder auch die Landung, verliefen ohne große Gefühlsreaktionen.

Wir bekamen so viel liebe Worte und Lob für unsere Kinder, was auch während unseres 14tägigen Aufenthalts im Hotel so war. Das hat uns natürlich als Eltern sehr geschmeichelt.

Sollte man AI buchen, wenn man mit so kleinen Babys verreist?

Eigentlich nicht, aber es ist schon sehr angenehm, sich einfach den ganzen Tag am Buffet bedienen zu können. So startet man viel entspannter in den Tag. Das Steigenberger Aqua Magic hatte vorzügliches AI und viele Themenrestaurants. Es wurde super viel geboten, aber ein durchschnittliches AI Angebot, oder sogar noch weniger, hätte uns wahrscheinlich völlig ausgereicht.

Wer als Familie mit kleinen Babys reist, stellt seine eigenen Ansprüche erst einmal ganz weit zurück, und verzichtet auf ein mehrgängiges Gänge-Menü im Spezialitäten-Restaurant.

Mein Fazit!

Ich liebe unsere Familienurlaube bereits jetzt.

Es ist etwas völlig anderes mit Kindern zu reisen, aber die Zeit die man im Urlaub mit seinen Kindern verbringt, ist so viel intensiver als zu Hause. Die Kleinen machen Mega-Sprünge. Das war z. B. bei uns der Fall. Ich kann gar nicht aufzählen, wie positiv sich dieser Urlaub auf die Entwicklung der Beiden ausgeprägt hat.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Erzählt mir doch ein wenig aus eurem ersten Familienurlaub? Habt ihr Tipps die vor allen Dingen das Kofferpacken entspannter machen?

So, abschließend habe ich noch ein paar Fotos für euch. Die gehören hier einfach an Ort und Stelle, wenn es um Urlaubserinnerungen geht. Der große Rest ist und bleibt privat.

Text und Fotografie © Fotografie Nadja Moutevelidis