Haarausfall nach der Schwangerschaft

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Mir war zum Heulen zumute

Ich habe von Natur aus lockiges, jedoch dünnes Haar. Naturlocken wirken oft spröde – zumindest meine, aber in der Schwangerschaft waren meine Haare einfach nur toll. Man könnte sagen…so lebendig. Sie wirkten voll und vital – ich hatte eine richtige Lockenpracht und tat nichts dafür.

Etwa vier Monate nachdem ich meine Zwillinge zur Welt gebracht hatte, bemerkte ich einen massiven Haarausfall und zwar büschelweise. Ich brauchte mir nur mit der Hand durch das Haar zu gehen und hielt eine ganze Haarlandschaft in Händen. Mein persönlicher Alptraum! Die Haare waren überall. An meinen Klamotten, im Waschbecken, auf den Fußboden im Bad und an meiner Haarbürste. An meinem Haargummi verknoteten sich die ausgefallenen Haare regelrecht und selbst in den zu Fäusten geballten Händen meiner Kinder sah ich Haare kleben. Mir war zum Heulen zumute. Ich betrachtete mich jeden Tag prüfend im Spiegel und obwohl ich bis heute noch keine lichten Stellen habe, so sehe ich einfach, dass die Haare weniger geworden sind. Mein zusammengebundenes Haar hat einfach an Volumen verloren. Zudem wirken meine Haare auf mich kraftlos und langweilig.  Jeder Versuch etwas Gescheites mit ihnen anzustellen scheitert, und so trage ich sie meistens zusammengebunden.

Verantwortlich für den Haarausfall nach der Schwangerschaft sind natürlich die Hormone. Während der Schwangerschaft hat man einen regelrechten Östrogenschub, der u. a. dafür sorgt, dass die Haare länger in der Wachstumsphase bleiben. Nach der Schwangerschaft fällt der Östrogenspiegel wieder ab und die Haare fallen aus.

Ich war in den ersten Tagen so entsetzt, dass ich Ausschau nach Gleichgesinnten suchte, um den Haarausfall als natürlich einzustufen. Tatsächlich hatte ich ihn erst nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung gebracht, aber die Mädels aus meinem Rückbildungskurs stießen ohne zu überlegen in meinen Jammerpost mit ein. Der Haarausfall schien also allgegenwärtig zu sein.

Durch eine andere Mutti bekam ich den Tipp zu einem homöopathischen Arzneimittel namens Aufbaumittel N nach Stadelmann. Sie hatte den Tipp von ihrer Hebamme und ich nahm in als solchen dankbar an und bestellte das Pülverchen bei der Bahnhof Apotheke in Kempten. Das Pulver selbst schmeckt ein wenig süsslich und löst sich ohne zu verklumpen direkt im Mund auf.

Mein persönliches Empfinden ist, dass mein Haarausfall nicht mehr so massiv ist. Ich kann mir mit den Händen durch das Haar greifen ohne jedes Mal einen Haarbüschel in Händen zu halten. Es ist also in jedem Falle besser geworden. Müsste ich meinen Haarausfall benoten, um ihn so messbar zu machen, so hätte ich mir vorher die Note 5 gegeben und heute die Note 3.

Jetzt übe ich mich in Geduld und genieße gerade die Mützenzeit 🙂 und hoffe dass ich im Frühjahr jede Mütze freiwillig in den Schrank verbannen werde.

Was macht euer Haarausfall nach der Schwangerschaft und was hat euch wirklich geholfen?

Ps: Die hier gezeigten Fotos zeigen euch meinen Haarausfall – ich musste ihn einfach fotografieren. Schrecklich oder?