Corona Tests für Kinder auf Reisen – Testpflicht und Quarantäne

Liebe Eltern, auf diesem Mamablog gibt es wenige Themen rund auf das Thema Corona. Dabei ist es nicht so, dass ich von dem all dem Irrsinn nichts mitbekomme oder in einer Blase lebe.

Nein! Ganz und gar nicht.

Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich eigentlich nur noch genervt was das ganze Thema Corona angeht. Es gab Tage, da wollte ich mich am liebsten unter einer großen Decke verkriechen oder noch besser auf einer einsamen Insel verweilen. Ohne Smartphone, Radio, TV und ohne Zeitung.

Dabei sind meine Kinder erst vier Jahre alt und gehören nicht zu den ganz großen Verlierer der Corona-Krise, zu denen ich alle schulpflichtigen Kinder oder Jugendliche zähle und deren Familien. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie die Situation daheim bei einigen Familien ist. Wie es wohl den Eltern geht? Wie es wohl den Kindern geht? Wieviele Tränen wohl geflossen sind und welche Sorgen und Ängste diese Familien wohl haben?

Wir sind alle keine Roboter oder? Ich möchte euch ein wenig von mir erzählen.

Nein, auch ich bin kein Roboter, aber in all den vergangenen Monaten kam ich mir oftmals wie ein Roboter vor, der auf Knopfdruck funktionierte. Geradezu mechanisch und wenn mal sprichwörtlich der Saft ausging, dann fühlte ich mich leer und ohne Leben.

Die Einnahmen aus meiner beruflichen Tätigkeit als Fotografin, ich blogge ja mehr oder weniger nebenbei, brachen in irrsinniger Geschwindigkeit einfach weg. Erst kam das Berufsverbot im ersten Lockdown und dann ging es weiter. Keine Hochzeiten mehr, keine Kindergartenfotografie, keine Event- oder Businessfotos mehr. Totaler Stillstand und ich sah mich mit Existenzängsten konfrontiert, zumal wir beide selbständig sind. Mein Mann und ich.

Das nicht wissen, was morgen, übermorgen oder nächste Woche ist, raubte mir den Schlaf in der Nacht. Und über den Tag musste ich funktionieren. Das fiel mir nicht immer leicht. Ich kämpfte mit starken Gefühlsschwankungen, die ich versuchte einzuordnen. Ich brauchte einen klaren Kopf. So war ich in dieser Phase froh, dass meine Kinder irgendwann wieder in den Kindergarten gehen konnten. So erlebten die Beiden mich nicht traurig und ich musste meine Tränen nicht verstecken. In dieser Zeit war ich um jedes Stück Normalität für meine Kinder so unendlich dankbar und wusste, dass die Zwei im Kindergarten gut aufgehoben waren.

Angst vor einer Covid Infektion oder Erkrankung hatte ich nämlich nie. Ich war voller Vertrauen und bin es noch jetzt. Das mag für den einen verrückt klingen, aber für mich ist es sehr bedeutsam. Dieses Vertrauen schenkt mir unheimliche Kraft und Stärke in dieser Corona-Zeit.

Auf der anderen Seite beobachte ich jedoch, dass es mir zunehmend schwerer fällt, die ganzen Maßnahmen rund um die Corona Pandemie in unserem Land noch Ernst zu nehmen. Besser gesagt zu verstehen. Ich komme da einfach nicht mehr mit. Dabei halte ich mich an alle Maßnahmen. Halte Abstand, trage Maske, aber ich weiß schon lange nicht mehr, was eigentlich das Ziel ist. Spätestens dann, wenn alle Menschen die möchten, ein Impfangebot erhalten haben, müssen wir doch an das rettende Ufer gelangen. Mit einem verbleibenden Risiko müssen wir lernen zu leben.

Seufz. Ich bin einfach urlaubsreif und muss ganz dringend all meine Gedanken ordnen. Den Müll in unserer Wohnung entsorgen wir regelmäßig, aber was ist mit all unserem Gedankenmüll?

Corona Tests für Kinder auf Reisen – Testpflicht und Quarantäne

Ja, ich bin urlaubsreif. Mich zieht es in die Ferne. Ich möchte das Meer um mich herum wissen und ich möchte von warmen Sonnenstrahlen geweckt werden. Aus diesem Grund hatte ich bereits im April unseren Mallorca Urlaub gebucht und war voller Hoffnung und Vorfreude.

Dann stieg und stieg die 7 Tages Inzidenz auf Mallorca und ich wusste, dass ich nur noch bis Tag X kostenlos unsere Reise stornieren konnte. Zu diesem Zeitpunkt war Mallorca noch ein einfaches Risikogebiet aber die Zielmarke einer 200er Inzidenz war bald erreicht. Damit drohte Mallorca zu einem Hochinzidenzgebiet zu werden. So setzte ich mich also mit den Einreisebestimmungen auseinander, um ein für oder wider für unseren Reiseantritt abzuwägen.

Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet, Virusvariantengebiet

Wenn man als Erwachsener doppelt geimpft ist, so gibt es nach jetzigem Stand keine Testpflicht und keine Quarantäne. Maximal eine verkürzte Quarantänezeit bei Reiserückkehr aus einem Virusvariantengebiet. Super oder? Na ja zumindest für Singles oder kinderlose Paare, denn was nützt uns Eltern der doppelt geimpft Status, wenn das eigene Kind in Quarantäne muss?

Ja klar, man kann die Quarantänezeit des Kindes auch als zusätzliche Urlaubszeit einplanen. Das kann aber nicht jeder und letztlich stellt sich auch die Frage, ob man das auch möchte.

Update: So schnell ändern sich die allgemein gültigen Reiseregeln. Seit dem 01.08. gibt es kein einfaches Risikogebiet mehr.

Familien sind wieder mal die Verlierer

Denkt die Politik eigentlich mal an unsere Kinder? Für unter 12-jährige Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff oder? Sollen Kinder oder schlichtweg diese Altersgruppe in allen Bereichen des Lebens, so wie auf Reisen, benachteiligt sein?

Was bedeutet diese Benachteiligung auf Reisen konkret?

Kinder werden Erwachsenen gleichgestellt

Für Kinder ab 12 Jahren greift die Testpflicht, das ist seit dem 01.08. neu, und es gelten die Corona Reiseregeln ähnlich wie für Erwachsene. Sofern das Kind noch nicht geimpft ist, gilt folgendes:

Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet: Zur Beförderung durch die Airline nach Deutschland wird ein negativer Corona Test benötigt. Dieses Dokument befreit jedoch nicht von der Quarantäne, die hier in Deutschland mindestens 10 Tage beträgt. Durch einen zweiten negativen Test am 5. Tag nach der Einreise kann sich das Kind jedoch freitesten, und damit die Quarantänezeit verkürzen.

Kinder unter 12 Jahren haben zwar keine Testpflicht müssen aber in Quarantäne

Das ist neu. Seit dem 01.08. besteht für alle Kinder unter 12 Jahren keine Testpflicht mehr. Das ist zumindest eine Erleichterung für die Familien, deren Kinder das 12. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Das bedeutet für diese Altersgruppe:

Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet: Es ist kein Corona Test im Urlaubsland nötig, da keine Testpflicht besteht. Das Kind muss dennoch für mindestens 5 Tage in Quarantäne. Nach 5 Tagen, das ist neu, endet die Quarantäne automatisch. Es muss kein Corona Test erfolgen.

Es gilt eine grundsätzliche Testpflicht – auch das ist neu

Als ich diesen Beitrag veröffentlichte, galten noch die alten Corona Reiseregeln. Seit dem 01. August ist es so, dass für alle Kinder ab 12 Jahren so wie für Erwachsene die Testpflicht gilt, wenn sie nach Deutschland einreisen. Hierbei ist es total egal, wie ihr in das Land einreist, ob mit dem Flugzeug oder mit dem Auto zum Beispiel. Ein Antigentest oder der Nachweis einer Impfung oder Genesung ist zwingend erforderlich.

Meine Gedanken – was ich mir wünschen würde

Vor wenigen Wochen habe ich unsere Mallorca-Reise schweren Herzens storniert. Mein Mann und ich sind doppelt geimpft. Für uns hat eine Reise in ein Hochinzidenzgebiet, wie es zur Zeit Mallorca ist, keinerlei negativen Auswirkungen.

Wir haben uns bewusst für die Impfung entschieden. Ein Aspekt war hier, dass wir durch die Impfung auch unsere Kinder schützen, und dass für die Beiden durch unseren Impfstatus ein Stück mehr an Normalität möglich ist. Es ist ja schließlich so, dass für unsere Kinder keine Testpflicht besteht.

Was ist mir jedoch wünschen würde!

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es keinen Impfstoff und daher vermutlich auch keine Testpflicht. Sobald die Eltern für diese Altersgruppe vollständig geimpft sind, würde ich mir wünschen, dass für deren Kinder die gleichen Reiseregeln gelten, wie für ihre Eltern. Das fände ich persönlich sehr fair und wird meines Wissens nach in Österreich u. a. so gehandhabt.

Ich hoffe mit diesem Beitrag konnte ich euch weiterhelfen? Auf meiner Startseite habt ihr zudem die Möglichkeit meinen Blog zu abonnieren. Darüber würde ich mich natürlich sehr freuen.

Teilt mir gerne auch eure Meinung oder Gedanken zu diesem Thema mit, oder berichtet von euren Erfahrungen.

Eure

 

Deutscher Kinderbuchpreis 2021

Ihr lieben, kennt ihr eigentlich schon den Deutschen Kinderbuchpreis? Vermutlich nicht, denn dieser wird in diesem Jahr erstmalig vergeben.

Deutscher Kinderbuchpreis 2021!

Seid ihr neugierig? Ihr möchtet mehr über den deutschen Kinderbuchpreis erfahren?

Der deutsche Kinderbuchpreis wird am 02.10.2021 in Berlin zum ersten Mal verliehen. Der Preis verfolgt das Ziel, Autorinnen und Autoren zu motivieren, Kinderbücher zu verfassen und dadurch zu helfen, die Lesekompetenz und Leselust der Jüngsten in unserer Gesellschaft zu fördern. √Der Deutsche Kinderbuchpreis würdigt Kinderbücher für die leseprägende Alterszielgruppe zwischen vier und acht Jahren.

Autorinnen und Autoren haben noch bis zum 15.06.2021 die Möglichkeit, ihre Werke zur Teilnahme einzureichen und damit die Chance, 100.000 Euro zu gewinnen.

Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.

Ihr habt vielleicht schon ein Kinderbuch geschrieben?

Eingereicht werden können Werke aus den Kategorien Vorlesebücher, Selbstlesebücher und Bücher, die das Selbstlesen und das Vorlesen kombinieren. Um eine Vorauswahl zu treffen, werden die Bücher zunächst von einer Erwachsenenjury aus Fachleuten und kinderbuchbegeisterten Menschen gesichtet. Sie schlagen davon am Ende maximal zehn Werke vor, die in die Endauswahl kommen.

Das letzte Wort haben am Ende die Kinder, denn sie können am besten entscheiden, ob ihnen ein Buch gefällt oder nicht. Die Kinderjury besteht aus 32 leselustigen Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren: jeweils zwei Kinder aus jedem deutschen Bundesland. Sie bekommen die zehn Bücher der Shortlist zugeschickt und müssen sich festlegen, welches ihnen am besten gefällt.

Wer Lust hat, Teil der Kinderjury zu werden, hat noch bis zum 09.07.2021 die Chance, sich zu bewerben

Weitere Informationen gibt es unter https://deutscher-kinderbuchpreis.com.

Das ist doch mal ein ganz besonderer Preis oder? Hoffentlich ist der deutsche Kinderbuchpreis 2021 ein voller Erfolg und auch in 2022 findet diese Verleihung statt. Ehrlich gesagt spiele ich ja schon seit Monaten mit dem Gedanken, selbst ein Kinderbuch zu schreiben, und im Prinzip ist die komplette Geschichte schon in meinem Köpfchen vorhanden.

Na ja ma sehen!

Teilt gerne diesen Beitrag, so dass möglichst viele vom deutschen Kinderbuchpreis 2021 erfahren.

Eure

Unser neuer Tagesrucksack – mit Rabattcode
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Ihr Lieben, ich kann euch gar nicht sagen, wie happy ich bin. Endlich, hat dieser Dauerregen hier bei uns im Ruhrgebiet ein Ende, und das Wetter zeigt sich immer mehr von seiner schönsten Seite. Hinzu kommt, dass in Sachen Freizeitgestaltung für uns als Familie immer mehr möglich ist. Die coronabedingten Fallzahlen sinken nämlich zum Teil beachtlich. NRW macht sich quasi locker in Sachen Öffnungsschritte. Wie wäre es denn mal wieder mit einem Besuch in einen Freizeitpark oder einen Ausflug in den Zoo?

Ach, einfach herrlich! Das alles macht mich gerade wirklich sehr happy und dankbar.

Zu all diesen Öffnungsschritten und damit möglichen Freizeitaktivitäten für uns Familien passt daher auch dieser Post hervorragend. Findet ihr nicht auch?

Denn mal ehrlich, wer von euch verlässt bitte ohne einen ausreichend gepackten Rucksack das Haus, um z. B. den ganzen Tag mit seinen Kindern im Zoo zu verbringen? Vor allen Dingen wir Eltern mit noch kleineren Kindern haben immer eine gewisse Grundausstattung dabei, wie z. B. Wechselwäsche. Was darf sonst nicht fehlen? Natürlich Essen und Getränke – auch für uns Erwachsenen. So ein Rucksack ist eigentlich immer pickepackevoll und kann eigentlich nicht groß genug sein oder?

Unser neuer Tagesrucksack – mit Rabattcode!

In der Vergangenheit war genau das oft unser Problem. Der Rucksack war viel zu klein. Es fehlte einfach an Platz. Vor allen Dingen bei Freizeitaktivitäten an wechselhaften Tagen. Wie sollen denn bloß noch die beiden Regenjacken und Matschhosen hineinpassen?! Das war schon frustrierend. Vielleicht kommt euch das ja alles sehr bekannt vor?

Falls ja, dann möchte ich euch an dieser Stelle unseren neuen Tagesrucksack vorstellen. Ich habe sogar einen 15 % Rabattcode für euch.

Der neue Tagesrucksack kommt von Gaston Luga, einer schwedischen Designermarke mit Sitz in Stockholm, und ist ein absoluter Allrounder. Das möchte ich euch gerne näher erläutern.

Model Rullen – Der wasserdichte Funktionsrucksack!

Darf ich vorstellen? Das ist das Model Rullen aus dem Hause Gaston Luga in der Farbe taupe-schwarz.

Dieser Funktionsrucksack ist natürlich optisch eine absolute Augenweide. Schlicht und elegant – fast schon zu schade für einen Familienausflug könnte man meinen oder? Das habe ich am Anfang nämlich auch gedacht. Immerhin muss so ein Rucksack für uns Familien einiges aushalten und vor allen Dingen gehen unsere Kinder auch mit ihren Patschehänden an den Rucksack. Das war bei uns beim allerersten Familienausflug mit dem Rullen auch so. Zack, hatte eines der Kinder mit seinen dreckigen Händen den Rucksack berührt, und er hatte schon die ersten Flecken. Darüber kann man sich als Mama schon mal ärgern. Nicht jedoch beim Rullen, denn hier konnte ich den Dreck einfach mit einem Feuchttuch davonzaubern. Eines der Hauptmerkmale von diesem sehr vielseitigen Rucksack ist nämlich das hochwertige, leicht zu reinigende und wasserdichte Material, aus welchem der Rucksack besteht. Das finde ich besonders toll.

Dann natürlich die Tatsache, dass dieser Rucksack sich perfekt als Tagesrucksack für diverse Freizeitaktivitäten als Familie eignet. Er bietet so z. B. Platz für Wechselkleidung für zwei Kinder inkl. Regenjacken und Matschhosen und ausreichend Proviant. Eine versteckte Reissverschlussstasche auf der Rückseite ermöglicht schnellen Zugriff auf Wertsachen oder eben auf die Dinge, auf die man schnell zugreifen möchte. Diverse Taschen ermöglichen die Mitnahme von weiteren Gegenständen, wie z. B. einem Regenschirm, und wie in unserem Fall ist auch immer eine kleine Notfallapotheke mit dabei.

Der Rucksack lässt sich angenehm tragen. Selbst, wenn er pickepackevoll ist, empfindet man das Tragegefühl als durchaus angenehm. Tja, und wenn der Rucksack mal nicht ganz voll ist, ermöglicht das vertraute Rolltop-Design den Rucksack in der Größe entsprechend anzupassen. Ein Teil des oberen Rucksacks lässt sich also zusammenrollen.

Diese tollen Features machen den Rullen zu einem wahren Allrounder in Sachen Funktionsrucksack. Für uns als vierköpfige Familie ist er ein perfekter Begleiter in Sachen Freizeit.

Ich kann mir den Rullen zudem als perfekten Shoppingbegleiter anstelle einer Shopping Bag vorstellen. Das werde ich mal testen, denn Shoppen ist bei uns in NRW auch wieder weitestgehend möglich.

Das ist euer 15 % Rabatt-Code!

Wie angekündigt, kommt jetzt euer 15 % Rabatt-Code bei Gaston Luga. Schaut doch mal beim Shop vorbei. Es gibt hier eine große Auswahl an stillvollen Rucksäcken für Reisen oder den Alltag. Der Versand an euch ist kostenlos und das gilt auch für die Rücksendung.

Nur für euch gibt es 15 % Rabatt:

Euer Rabattcode lautet: 15%NaaaMama

Viel Spaß beim Shoppen!

Eure

Mein Sohn der Superheld!

Mein Sohn ist ganz klar ein Superheld. Er betont das auch immer wieder. „Mama, ich bin doch ein Superheld oder?“. Dabei strahlt er mich stolz an und achtet darauf, dass sein Superhelden-Umhang auch richtig sitzt. 

Er liebt es, wenn sein Superhelden-Umhang in der Luft fliegt und ihm der Wind dabei behilflich ist. Dann fliegt mein Superheld nämlich. Er hat den Dreh einfach raus und weiß, wie sein Superhelden-Umhang nie an Fahrt verliert. Sei es auf der Schaukel im Garten oder auf dem Trampolin im Dauerhüpf-Modus. Beim Spazierengehen rennt er am liebsten und ist stolz, wenn er als Superheld erkannt wird.

Den Satz: Hey, da kommt Superman“, hören wir mittlerweile ziemlich oft.

Kein Wunder also, dass er mich seit Tagen nicht mehr fragt, ob er ein Superheld ist. Bei so viel Bestätigung von außen.

Mein Sohn der Superheld oder die Ticks oder Marotten unserer Kinder!

Mein Sohn hat sich dazu entschieden ein Superheld zu sein. Das 24 Stunden am Tag.

Sein Superhelden-Outfit zieht er nur im Notfall aus. Dieser liegt vor, wenn sein Umhang mal gewaschen werden muss. Puh! Ich kann euch gar nicht sagen, wie beruhigt ich immer bin, wenn sein Umhang heil aus der Waschmaschine kommt. Das Superman-Logo hält sich tapfer, auch wenn es mittlerweile etwas knittrig ausschaut. Qualität made in China muss nicht immer schlecht sein.

Bei einem Ebay-Händler hatte ich das Superhelden-Outfit inkl. passender Maske zu einem Schnäppchenpreis von etwas über 1 Euro entdeckt. Da ich ein Fuchs bin, das sind wir Mamas doch alle, hatte ich kurze Zeit später für meinen Superhelden ein weiteres Outfit beim gleichen Händler bestellt. So gibt es auch kein Theater, wenn sein Lieblings-Superman-Outfit mal in die Wäsche landet. Dann zieht er einfach sein Spiderman-Kostüm an und hat halt andere Super-Kräfte.

Mein Sohn der Superheld schläft also auch in seinem Superhelden-Outfit. Der einzige Ort, in dem er seinen Umhang nicht trägt, ist und bleibt die Badewanne.

Mein kleiner Held hat damit wohl ganz klar einen Tick oder eine Marotte. Das stört mich jedoch nicht. Allerdings frage ich mich schon, ob er eines Tages sein Superhelden-Umhang mal ablegen wird.

Vielleicht dann, wenn er versteht, dass er kein Superhelden-Outfit tragen muss, um ein Held zu sein. 

Wer weiß! Fest steht aber, das unser diesjähriges Fotoalbum einen kleinen Superhelden in allen Lebenslagen zeigen wird.

Jetzt bin ich natürlich neugierig. Hat dein Kind auch eine Marotte oder einen Tick?

Deine

Tipps, die die Chancen auf einen Kitaplatz erhöhen
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Alle Eltern kennen wohl das Problem: Einen Kitaplatz zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Gerade in der aktuellen Zeit sind diese begehrter denn je. Trotzdem gibt es einige hilfreiche Tipps, die die Chancen auf einen Platz erhöhen und der lang-wierigen Suche ein Ende setzen können.

Rechtlicher Anspruch bringt leider nichts

Jeder, der sich mit dem Thema Kitaplatz bisher auseinandergesetzt hat, weiß wohl nur zu gut: Rechtlich gesehen besteht ein Anspruch auf einen Kitaplatz seit 2013. Dennoch sieht die Realität leider anders aus. Denn es fehlen tausende Plätze, wodurch es uns Eltern nicht leicht gemacht wird. Gerade wenn du berufstätig bist und auf beide Einkommen angewiesen bist, ist es nicht einfach, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen. Gerade dann ist ein Kitaplatz nicht nur von Vorteil, sondern meist der einzige Ausweg. Wenn Oma und Opa der Kleinen in der Nähe wohnen, ist dies oft eine gute Alternative, doch nicht jeder von uns kann diese Lösung in Anspruch nehmen.

Vorbereitung ist alles

Es hört sich abgedroschen an, trifft aber im Fall der Kitaplatzsuche zu: Vorbereitung ist alles. Was genau ich damit meine, erkläre ich dir im Folgenden:

  1. Beginne frühzeitig mit der Suche nach einem Platz

Sobald du weißt, dass Bedarf für einen Kitaplatz besteht, melde dich bei deiner zuständigen Gemeinde bzw. Stadt und informiere dich über das Anmeldeverfahren. Oftmals gibt es auch Wartelisten, auf die du dich direkt setzen lassen kannst.

  1. Wunsch-Kita kontaktieren

Die Auswahl an Kitas ist meist recht groß. Oftmals liegt es daher nahe, eine Kita in der Nähe auszusuchen. Sinnvoller ist es jedoch in einem Erstgespräch mit der Kita herauszufinden, ob die Einrichtung deinen Vorstellungen entspricht. Auch diesen Schritt kannst du schon frühzeitig erledigen.

  1. Interesse zeigen

Wenn du bereits auf der Liste für einen Kitaplatz stehst. Macht es weiterhin Sinn, dich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und Interesse zu bekunden. Denn viele Plätze werden aufgrund von Umzügen oder anderen Entscheidungen plötzlich wieder frei. Wenn du regelmäßigen Kontakt pflegst, bleibst du im Gedächtnis und kannst womöglich früher als geplant einen Platz für dein Kind sichern.

  1. Kita im eigenen Betrieb

Inzwischen bieten viele Arbeitgeber sogenannte Betriebskitas an, in denen die Kinder den Tag verbringen können. Frag doch bei deinem Arbeitgeber nach – falls es nicht bereits eine Kita gibt – ob diese womöglich in Planung ist – oder es andere Alternativen gibt, die dir eine Erleichterung bieten.

  1. Alternative Tagesmutter

Eine praktische Alternative bieten auch Tagesmütter. Gerade wenn Oma und Opa (oder andere Verwandte) keine Kinderbetreuung leisten können, kommen oft Tagesmütter zum Einsatz. Oftmals findet die Betreuung auch in den eigenen vier Wänden statt. In diesem Fall macht die Einrichtung eines eigenen Spielzimmers mit entsprechender Ausstattung Sinn. Bei Anbietern wie vertbaudet findest du eine große Auswahl an Möbeln, Spielzeug aber auch Kleidung zum Spielen im Freien. Nützliche Spielzeuge und schöne Einrichtungsgegenstände für die Kleinen, habe ich euch in diesen Beiträgen zusammengestellt. Solltest du dich für eine Tagesmutter entscheiden, gilt ebenso, dass es hilft, sich frühzeitig zu informieren und auf die Suche nach geeigneten Kandidatinnen zu gehen.

  1. Letzte Chance: Jugendamt

Wenn du auch nach monatelanger Suche und Prüfung von Alternativen keinen Einrichtungsplatz bekommen hast, hilft nur noch der Gang zum Jugendamt. Denn diese sind verpflichtet, dir einen Platz zu bieten, der innerhalb von 25 Minuten Fahrzeit erreichbar ist. Dokumentiere daher alle Absagen, damit du gut vorbereitet dein Anliegen vorbringen kannst.

Haben dir meine Tipps gefallen? Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und noch eine schöne Vorweihnachtszeit.

Deine

Nachweis Bildquelle:

Kita: © Aleksander Krsmanovic/Shutterstock

Kindergärtnerin spielt mit Kindern: © Krakenimages.com/Shutterstock

 

 

 

 

 

 

Ein Kinderzimmer für Zwillinge einrichten
Werbung – Gastbeitrag

Cordula von happy kids interior

Cordula ist die Gründerin von happy kids interior und Expertin für die Einrichtung von Kinderzimmern. Ortsunabhängig, aber ganz persönlich unterstützt sie Eltern bei der Neu- und Umgestaltung ihrer Kinderzimmer – individuell, kindgerecht und mitwachsend. Neben ihrer fachlichen Expertise weiß sie als zweifache Mutter auch aus eigener Erfahrung  sehr gut welche besonderen Anforderungen es dabei gibt.

Ein Kinderzimmer für Zwillinge einrichten:

Ich freue mich sehr, bei Nadja zu Gast zu sein und hier meine Tipps und Tricks für die Einrichtung eines Zwillingszimmers mit dir zu teilen. Denn das kann durchaus eine Herausforderung sein – schließlich sollen sich beide Kinder in ihrem Zimmer gleichermaßen wohlfühlen. Gerade für etwas ältere Kinder, die schon ihre eigenen Wünsche haben, ist das Kinderzimmer ein persönlicher und privater Bereich.

Du hast zwar keine Zwillinge, aber trotzdem zwei Kinder in einem Raum? Dafür eignen sich meine Tipps natürlich auch.

Platzaufteilung:

Im ersten Schritt empfehle ich, dass du dir überlegst wie du das Zimmer aufteilen möchtest. Soll jedes Kind seinen komplett eigenen Bereich bekommen oder gibt es Areale, die gemeinsam genutzt werden können (zum Beispiel der Spiel-, Arbeits- oder Kuschelbereich)?

Hier spielt natürlich auch das Alter deiner Zwillinge eine Rolle, denn bei Kleinkindern ist Privatsphäre noch nicht so wichtig wie bei älteren Kindern. 

Wenn du eine klare Trennung bevorzugst, sollte der Raum mindestens 15 qm groß sein – sonst reicht der Platz einfach nicht aus. Ob du dann mit Vorhängen, Regalen oder einer baulichen Maßnahme als Raumtrenner arbeitest, hängt von deinem Budget und den räumlichen Gegebenheiten ab.

Doch auch, wenn die Kinder sich Gemeinschaftsbereiche im Kinderzimmer teilen – jedes von ihnen braucht Raum für die eigenen Dinge. Das können je ein Korb für das eigene Spielzeug sein, klar getrennte Fächer im Kleiderschrank oder separate Boxen für Stifte. Um eine klare optische Zuordnung zu erreichen, kannst du zum Beispiel sehr schön mit verschiedenen Farben arbeiten.

Farbgestaltung:

Wo wir schon einmal bei dem Thema sind, habe ich noch ein paar weitere Anmerkungen zur Farbgestaltung im Zwillingszimmer.

Hast du dich für die Option mit den komplett getrennten Bereichen entschieden, kann natürlich jedes Kind seine präferierte Farbe bekommen. Achte nur darauf, dass sie zusammenpassen damit das Zimmer insgesamt harmonisch wirkt.

Wird das Zimmer größtenteils gemeinschaftlich genutzt, gibt es verschiedenen Optionen. Jedes Kind kann um sein/ihr Bett herum eine eigene Farbe bekommen, die Gemeinschaftsbereiche bleiben weiß oder bekommen einen passenden neutralen Farbton.

Oder du entscheidest dich, einen Farbton für das gesamte Zwillingszimmer zu verwenden und arbeitest mit unterschiedlich farbigen Accessoires rund um das Bett. 

Ich bin der Meinung, dass sich eigentlich fast alle Farben für beide Geschlechter eignen – ich habe zum Beispiel schon tolle Mädchenzimmer in blau und grün eingerichtet. Bestimmt findet sich hier eine schöne und ganz individuelle Lösung. Oder deine Kinder sind sich einig – das wäre natürlich perfekt.

Betten:

Welche Betten ins Zwillingszimmer einziehen, ist immer ein großes Thema. Hoch- oder Etagenbetten sind sehr praktisch, weil sie viel Platz sparen. Sie eignen sich allerdings nicht für kleine Kinder. Alternativ gibt es Modelle, die zuerst als Einzelbetten genutzt und später zum Etagenbett umgebaut werden können. Dann stellt sich nur die Frage, wer oben schlafen darf.

Generell gibt es im Zwillingszimmer einige schöne Optionen wie Betten gestellt werden können: an zwei gegenüberliegende Wände, im rechten Winkel zueinander (wenn ein Bett ein Hochbett ist, kann das andere etwas darunter geschoben werden, das spart Platz) oder auch Kopfende an Kopfende. Hier gibt es für jede räumliche Gegebenheit eine schöne Lösung.

Stauraum:

Stauraum ist DAS Thema in jedem Kinderzimmer. Es gibt kaum eine Beratung in der mich Kundinnen nicht darauf ansprechen.

Versuche, die Raumhöhe voll auszunutzen – oben werden dann selten bespielte Dinge gelagert. Meist ist auch unter dem Bett Platz oder es gibt Bettschubladen. Ansonsten sind große Kisten und Körbe dein bester Freund im Kinderzimmer. Kisten kannst du in passenden Regalen verstauen und bei Bedarf mit einfachen Symbolen markieren – das macht das Aufräumen für Kinder sehr einfach. Körbe kannst du auch einfach offen stehen lassen, es gibt sehr schöne und dekorative Modelle. 

Ich hoffe meine Tipps helfen dir bei der Neu- oder Umgestaltung deines Zwillingszimmers. Hole dir gerne auch meinen kostenlosen Minikurs mit Workbook „In 5 Schritten zum Traumkinderzimmer“. Darin führe ich dich Schritt-für-Schritt durch die Planungsphase und helfe dir, vorab genau festzulegen was du für das neue Kinderzimmer brauchst und worauf du achten solltest:

Text und Fotos © bei Cordula Maudrich, happy kids interior

Der Frontzahn wird gezogen – Teil 2
Teil 2

Mein persönlicher Mama-Alptraum sollte nicht zu Ende sein!

Mit dieser Aussage beendete ich meinen letzten Beitrag mit dem Titel „Mama-Alptraum – Mein Kind verliert bei einem Sturz seinen Schneidezahn“. Vielleicht habt ihr diesen Beitrag ja gelesen, und seid nun ganz gespannt.

Tatsächlich ging mein persönlicher Alptraum weiter.

Ich verbrachte zahlreiche schlaflose Nächte, und auch tagsüber ging es mir nicht sonderlich gut. Silas hingegen, dem nun ein Schneidezahn fehlte, ging es bestens. Dieser tapfere kleine Kerl hatte auch keine Angst erneut auf sein geliebtes Laufrad zu steigen, um eine kleine Runde auf unserem Hof zu fahren. Natürlich war ich darüber erleichtert, aber mir selbst fiel es so unglaublich schwer dieses dunkle Kaptitel einfach abzuschließen. Wer weiß, vielleicht wusste mein Unterbewusstsein zu dieser Zeit schon, dass dieses Kapitel noch nicht beendet sein sollte.

Ein Zahnarzttermin sollte dem nächsten folgen!

Wenige Tage später ging ich mit Silas zu unserem Familienzahnarzt zur Nachkontrolle. Die Diagnose war kurz und knackig, so wie der Termin selbst. Ein Schneidezahn war nicht mehr vorhanden und das Zahnfleisch immer noch in Folge des Unfalls verletzt.

Am nächsten Morgen schaute ich erneut in Silas Mund. Das tat ich täglich. Schließlich wollte ich wissen, wie es da drinnen in Silas Mund ausschaute. Hatte sich das Zahnfleisch inzwischen erholt? Inzwischen waren Silas und ich ein eingespieltes Team, so dass ich seine Oberlippe etwas nach oben ziehen konnte, um so besser schauen zu können. So zumindest hatte der Zahnarzt nicht nachgeschaut. Ich war total irritiert, denn das sah ganz und gar nicht gut bzw. normal aus. Ich nahm sofort mein iPhone zur Hand und schickte ein Foto zur Agnes, der Zahnärztin. Ihr wisst ja noch oder?

Auf dem Foto konnte man gut den Nachbarzahn sehen. Oberhalb dieses Zahns sah man statt Zahnfleisch etwas weißes. Agnes meinte, es könnte eine Entzündung sein. Mit meinem iPhone in der Hand suchte ich diverse Antworten bei Dr. Google. So ganz konnte mir Dr. Google zwar nicht helfen, aber er ließ mich still und leise an einer Unterhaltung zweier Mamas teilhaben. Diese Unterhaltung brachte mir die Erkenntnis, dass ich von nun an Savannah und Silas in die Hände eines Kinderzahnarztes geben möchte.

Im nächsten Schritten recherchierte ich nach einem Kinderzahnarzt in unserer Nähe und bekam dort, nach Schilderung des Unfalls, ganz schnell einen Kontrolltermin für Silas.

Beim Kinderzahnarzt – die Kontrolltermine!

Es folgten drei Kontrolltermine beim Kinderzahnarzt.

Beim ersten Kontrolltermin teilte mir die Kinderzahnärztin mit, dass das Zahnfleisch entzündet sei. Das sähe nicht gut aus. Könnte chronisch werden, und damit die Anlagen der bleibenden Zähne gefährden. Der zweite Schneidezahn, der zudem auch wackelig ist, müsste daher gezogen werden. In mir zog sich alles zusammen! Das konnte ich nicht akzeptieren. Nicht noch ein Zahn weniger. Mein armes Kind!

Meinem Wunsch entsprechend hatten wir 14 Tage später einen weiteren Kontrolltermin. Meine Hoffnung war, dass sich innerhalb dieses Zeitraums das Zahnfleisch erholen würde. Nach diesem Zahnarzttermin verließ ich wie beflügelt und überglücklich die Zahnarztpraxis, denn bei dieser Kontrolle konnte man den Grund für das entzündete Zahnfleisch feststellen. Als Silas gestürzt war, brach nicht der komplette Schneidezahn aus dem Kiefer, sondern ein kleines Stück Zahn hatte sich in das Zahnfleisch des Nachbarzahns gebohrt. Das war auch der Grund der Entzündung und warum das Zahnfleisch nicht abheilen konnte.

Hurra, es gab nun doch keinen OP-Termin für Silas. Es sollte aber natürlich eine weitere Nachkontrolle folgen.

Wenn man sagt, alle guten Dinge sind drei, und dann ist am Ende gar nichts gut, ist man einfach nur noch traurig. Man versteht die Welt nicht mehr! Termin Nummer 3 konfrontierte mich erneut mit einer OP. Der Frontzahn muss gezogen werden. Dieser Zahn sei immer noch wackelig und das Zahnfleisch unverändert entzündet.

Wie gelähmt nahm ich die Narkose-Unterlagen zu Händen und marschierte mit Silas den Tränen nahe aus der Zahnarztpraxis.

Der Frontzahn wird gezogen!

Das war doch eigentlich klar oder? Dieser Beitragstitel und das passende Beitragsbild, welches Silas mit den Narkose-Unterlagen in Händen zeigt, konfrontiert einen direkt mit den Fakten.

Zwei Tage nach dem Kontrolltermin hatte Silas dann seine Zahn-OP unter Vollnarkose. Um 08:00 Uhr sollten wir in der Praxis sein und Silas vor allen Dingen nüchtern. Die Uhrzeit war perfekt. Dennoch hatte ich etwas Sorge, dass Silas an diesem Morgen nicht so lange schlafen, und dann Hunger oder Durst haben, würde. Letztlich musste ich Silas sogar wecken. Was ein Glück!

Am Ende wird alles gut!

All meine Sorgen und Ängste waren völlig unbegründet bzw. lösten sich in Luft auf.

Gegen 09:00 Uhr verließ ich mit Silas an jenem Tag bereits wieder die Zahnarztpraxis. Silas fehlte nun ein weiterer Frontzahn und er hatte eine mega große Lücke. Die Zahn-OP selbst hätte jedoch nicht besser verlaufen können. Silas hatte die Vollnarkose super vertragen, wie auch den Eingriff selbst. Er hatte keinerlei Schmerzen. Weder zu Anfang noch später an diesem Tag.

Dabei hatte er sogar einen Kieferbruch, wie man mir nach der OP mitteilte. An einer Stelle war der Kiefer gebrochen, was aber von alleine verheilen würde.

Es war also richtig und wichtig, dass der Frontzahn nun raus war. Die Diagnose „Kieferbruch“ löste mich endlich aus der Stockstarre. Ich konnte nun das Geschehene auf einer gewissen Art und Weise akzeptieren.

Silas fehlen nun zwei Frontzähne!

Milchzähne wohlbemerkt! Er trägt keinen Platzhalter oder ähnliches und inzwischen haben wir uns alle an die große Lücke gewöhnt. Silas selbst isst auch einen Apfel ohne Probleme und was noch schöner ist, er hat keine Probleme mit der Aussprache. Insbesondere bei den S-Lauten.

Sogar unseren Familiennamen „Moutevelidis“ spricht Silas gekonnt aus. Für seine Schwester Savannah ist unser Familienname ein kleiner Zungenbrecher, bei dem Silas sich genötigt fühlt, seine Schwester zu korrigieren. Das ist schon süß, und ich bin ehrlich gesagt froh und dankbar, dass diese „Geschichte“ ein gutes Ende nahm.

Eure

 

 

Mama-Alptraum – Mein Kind verliert bei einem Sturz seinen Schneidezahn
Teil 1

An einem schönen Sommertag im Mai spielen meine Zwillinge im Garten. Wir haben Besuch von zwei weiteren Zwillingsmamas mit ihren Kindern. Die Stimmung ist entspannt und die Kinder sind fröhlich. Zwei Kinder schaukeln und Silas will auch so gerne schaukeln. Ich stehe mit dem Rücken zu ihm an der Schaukel und bekomme gerade noch mit, wie er im Rennen stürzt. Er hält einen runden Pfannenwender aus Metal in seiner Hand. Dieser stammt aus der Spielzeugküche. Silas fällt unglücklich. Er stößt vor dem Pfosten der Schaukel und rammt sich den Pfannenwender in die Unterlippe und dann weiter in den Mund.

Lautes Schreien und überall Blut!

Silas schreit, weint und ich sehe überall Blut. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Blut auf einmal gesehen. Mein Kind hört gar nicht auf zu bluten. Wie hypnotisiert versorge ich Silas. Versuche die Blutung zu stillen. Silas weint und weint. Es ist ein Weinen, welches sich ganz tief und schmerzhaft in mein Herz bohrt.

Ich bleibe ruhig und rede Silas gut zu. Ich tränke ein weißes Handtuch in Wasser und versuche so das Blut aufzunehmen. Savannah kniet neben mir und bekommt alles mit.

Als sich die erste Schockstarre löst und die Blutung weniger geworden ist, schaue ich in den Mund. Neben mir steht Agnes. Sie ist Zahnärztin. Das Lippenbändchen ist gerissen und eine Ecke des vorderen Schneidezahns fehlt. Es sieht so aus, als wäre der Milchzahn ein wenig nach hinten gedrückt. Er wackelt! Das Zahnfleisch der oberen Schneidezähne sind nicht gut aus. Es ist eine große Wunde! In seiner Unterlippe hat Silas auch einen großen Riss.

Ich tröste mein Kind. Vor Erschöpfung fallen Silas die Augen zu. Sein kleiner Körper beruhigt sich etwas. Die Stimmung hat sich augenblicklich gekippt. Es herrscht Aufbruchstimmung und Agnes rät mir dazu am nächsten Tag den zahnärztlichen Notdienst aufzusuchen.

Keine zwei Stunden später sitzt Silas am Esstisch und hat Hunger. Er möchte auch Frikadellen essen wie seine Schwester Savannah. Ich zeige Silas wie er sich die klein geschnittenen Stücke zu den Backenzähnen schieben kann. Erkläre ihm, dass sein Schneidezahn u. a. wackelig ist. Daher muss er die nächsten Tage das Essen so kauen. Silas nickt, und schiebt sich das Stück Frikadelle zu den hinteren Zähnen. Er isst ganz zwei Frikadellen und ich bin so unglaublich stolz auf meinen tapferen kleinen Kerl.

Vorm Schlafengehen bekommt Silas vorsorglich Schmerzsaft. Er schläft ganz ruhig, während seine Schwester Savannah immer wieder im Schlaf weint.

Der Zahnarztbesuch!

Feiertag in NRW. Wir suchen den zahnärztlichen Notdienst auf. Die Praxis platzt aus allen Nähten. Die behandelnde Zahnärztin schaut sich Silas daher im Wartezimmer an. Sie erklärt uns Eltern, dass die große Wunde erst einmal abheilen muss. Behandlungsbedarf bestehe zur Zeit nicht. Man sollte die nächsten Tage erst einmal auf harte Speisen verzichten und falls Silas Schmerzen habe ihm Schmerzsaft geben.

Am nächsten Tag!

Ich hab mein Kind zurück!

Silas isst mit Herzenslust. Gekonnt schiebt er sich das Essen zu den hinteren Zähnen. Dabei ist er fit und fröhlich. Man könnte meinen, das Passierte hätte sich gar nicht zugetragen. Selbst die Schwellung ist enorm zurück gegangen und äußerlich betrachtet sieht Silas wie mein Silas eben aus.

Mit einer anderen Mama und ihrer Tochter sind wir spontan zum Spazieren gehen in einem Park verabredet. Sie schlägt vor, die Laufräder mitzunehmen. Ist mein Gehirn ausgeschaltet? Ich sage „ja“ und schon sind die Laufräder im Kofferraum. Ganz kurz flammt ein mulmiges, mich warnendes Signal, auf. Ich ignoriere es in dem Moment als Silas Quatsch macht.

Wie gelähmt – Silas stürzt mit seinem Laufrad!

Kinder hören nicht immer auf uns Eltern!

In diesem Moment hätte ich mir gewünscht, dass Silas auf mich hört. Wir befinden uns noch auf dem Parkplatz. Ich bin hier fremd und alles ist für mich neu. Rundherum stehen Autos. So auch unten. Hier führt ein steiler Weg hinab. Wir Mamas fordern unsere Kinder dazu auf zu bremsen. Savannah und Greta bleiben stehen, während Silas auf seinem Laufrad immer schneller wird. Er rollt hinab.

Ich schreie und schreie. Bin dabei wie gelähmt. Warum renne ich nicht hinter ihm her? Jetzt bewege ich mich und renne so schnell wie ich kann. Silas verliert beim Versuch zu bremsen das Gleichgewicht und damit die Kontrolle über sein Laufrad. Er stürzt! Ich kann diesen Sturz nicht mehr aufhalten.

Wieder halte ich mein Kind blutüberströmt und weinend in den Armen. Ich versorge seine Wunde und registrierte sofort, dass der wackelige Schneidezahn den Sturz nicht überlebt hat.

Der Schneidezahn ist aus dem Kiefer ausgeschlagen

Meine Mama-Freundin sucht nach dem Schneidezahn und wickelt ihn in ein Taschentuch. Sodann ruft sie bei ihrem Zahnarzt an und schilderte den Unfall. Beim Zahnarzt angekommen kümmert sich Sandra um die beiden Mädchen. Sie bleiben im Auto und picknicken dort.

Als die behandelnde Zahnärztin in das Behandlungszimmer kommt, stehe ich der Zwillingsmama Agnes gegenüber. Zufälle gibts! Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, in welcher Zahnarztpraxis Agnes als Zahnärztin arbeitet.

Kurz und knapp – der Schneidezahn ist raus!

So die Diagnose!

Einen ausgeschlagenen Milchzahn setzt man auch nicht wieder ein, erklärte mir Agnes. Man müsse jetzt abwarten, dass die große Wunde verheilt. Evtl. würde sich die Aussprache bei Silas etwas verändern – insbesondere bei den S-Lauten. Das passiere aber eher wenn zwei Frontzähne fehlen.

Die Heimfahrt und mein schlechtes Gewissen!

Ich fühlte mich hundeelend.

Auf der Heimfahrt fällt es mir schwer die Tränen zurückzuhalten. Ich versuche dennoch ruhig zu bleiben. Mein Körper ist gefesselt in Trauer und Schmerz. So habe ich mich noch nie in meinem Leben gefühlt. Die Heimfahrt kommt mir unendlich lang und einsam vor.

Zu Hause angekommen macht mir mein Mann Vorwürfe. Wie konnte ich nur die Laufräder mitnehmen!

Ich befinde mich jedoch in einer Blase. In dieser klingen seine Worte so fern.

Später registriere ich, dass Silas fröhlich auf dem Sofa umherhüpft. Er hat keinerlei Schmerzen. Mein Mann nimmt mich daraufhin in die Arme. Er ist nun der festen Überzeugung, dass Silas Schneidezahn lockerer war als angenommen, und er ihn früher oder später eh verloren hätte.

Wir haben großes Glück gehabt!

Es hätte viel mehr passieren können!

Das stimmt vollkommen! Silas hat nur eine ganz leichte Schramme unter dem Kinn und am Handgelenk. Dennoch komme ich nicht raus aus meiner Blase. Ich denke nur an den fehlenden Zahn – dem Milchzahn. Sehe mein Kind immer wieder in meinen Gedankengängen stürzen und bluten. So viel Blut. Ich weiß nicht, ob ich gerade unter Schock stehe. Es geht mir richtig schlecht.

Die nächsten Tage verbringe ich fast schlaflos!

Ich bekomme diese Bilder nicht aus meinem Kopf! Immer wieder weine ich. Mache mir große Vorwürfe.

Einige Tage später falte ich die saubere Wäsche zusammen. Ich halte inne, als es Silas Kleidung ist, die er bei beiden Zahnunfällen getragen hat. Die Kleidung ist vollkommen sauber.  Kein Blut mehr! So als wäre nichts passiert. Wenn alles im Leben immer so einfach wäre!

In diesem Moment wünsche ich mir so sehr, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dann wäre all das NICHT PASSIERT!

Doch mein persönlicher Mama-Alptraum sollte noch nicht vorbei sein…

Teil 1

 

 

Der dritte Geburtstag – im engsten Familienkreis

Hallo Ihr Lieben da draußen, soll ich euch mal was sagen?

Vor wenigen Tagen feierten meine Zwillinge Savannah und Silas ihren dritten Geburtstag und es war ein perfekter Geburtstag. Und DAS, ohne großes Tamtam – sprich einer großen Geburtstagsparty. Das ist ja zur Zeit ohnehin so eine Sache und ein schwieriges Thema. Ich sage dazu nur „Corona“.

Der dritte Geburtstag – im engsten Familienkreis,

war deshalb so perfekt, da es der erste Geburtstag war, den die Kinder bewußt als ihren Geburtstag erlebten. Für uns Eltern war das Glückseligkeit pur. Sie freuten sich so sehr über die Geschenke und all die Aufmerksamkeit zu ihren Ehren. Die Zwei schwebten förmlich auf einer riesengroßen Geburtstags-Welle.

Ja! Der Vergleich mit einer Welle beschreibt den Tag ziemlich genau!

Zudem war ich dankbar, dass Savannah und Silas durch die Notbetreuung ihren allerersten Geburtstag im Kindergarten erleben durften. Das im allerkleinsten Kreis, aber seitens der Erzieherinnen liebevoll arrangiert für die Zwei. Es gab einen Geburtstagskuchen, kleine Geburtstagsgeschenke und eine kleines Schaumbad-Erlebnis mit den anderen Kindern, welches aufgrund der sommerlichen Temperaturen draußen stattfand.

Währenddessen hatte ich die Möglichkeit ganz in Ruhe einen Geburtstagskuchen zu backen. Einen Eisenbahnkuchen übrigens. Das Rezept poste ich gerne in einem separaten Artikel, den nicht alles lief hier nach Plan. Die letzten Geburtstagsgeschenke wurden noch eingepackt und dann waren die beiden Geburtstagskinder auch wieder ratz-fatz zu Hause und stürmten den Geburtstags Überraschungs-Berg.

Von uns Eltern gab es viele kleine Geschenke, wie z. B. ein Ringwurfspielset und zum Kuscheln die Maus und den Elefanten aus der Sendung mit der Maus. Von Oma und Opa gab es die allerersten Fahrräder, die wir aussuchen durften. Jetzt müssen die Zwei nur noch das Fahrradfahren erlernen. Das wird vermutlich noch etwas dauern.

Erst zur Schlafenszeit wurde die Geburtstagswelle wieder kleiner und kleiner und das Leuchten aus Kinderaugen verschwand, weil die Müdigkeit jetzt viel größer war.

Was für ein wunderschöner dritter Geburtstag!

Eure

 

 

 

Seifenblasen kostengünstig selber machen

Ihr Lieben, die Sonne lacht seit Tagen. Das ist wirklich prima oder? So können wir Mamas mit unseren Kindern wenigstens das schöne Wetter genießen. Hier und da hat auch eine Eisdiele geöffnet. Jeder kleine Schritt, den ich gemeinsam mit meinen Kindern in Richtung Normalität gehe, ist gerade Balsam für meine Seele. Dazu gehört für mich eben auch mein heißgeliebtes Zitroneneis vom Lieblingsitaliener.

Wehmut schlägt allerdings mit, gehe ich mit meinen Kindern den Weg durch unseren Park zur Eisdiele. Hier laufen wir immer vorbei an einem kleinen Spielplatz, der natürlich abgesperrt ist. Mittlerweile sagen Savannah und Silas von selbst, dass der Spielplatz kaputt sei, aber mein Mama-Herz leidet jedes Mal. Es ist nicht schön, wenn man seinen Kindern statt der Wahrheit, irgendetwas erzählt, was einfach nicht stimmt. Savannah und Silas wissen also nicht, dass wir uns inmitten einer Corona Pandemie befinden.

Wozu auch? Dazu sind sie zu klein. Ich möchte ihre kindliche Welt nicht unnötig mit dem Wort Angst oder aua belasten. Nein, DAS möchte ich nicht. Die momentane Situation ist ohnehin nicht einfach.

Stattdessen versuche ich unseren Familienalltag so angenehm wie möglich zu gestalten. Das schließt die Spielideen für meine Kinder mit ein, und so kommen wir zum eigentlichen Beitrag.

Seifenblasen kostengünstig selber machen:

Als wir vor wenigen Wochen die Garten-Saison eröffneten, entdeckte ich beim Aufräumen Seifenblasen. Das Set hatte ich total vergessen. Zugleich freute ich mich und war gespannt, ob Savannah und Silas Lust auf das Pusten von Seifenblasen haben.

Seifenblasen pusten – Der Spaß für Groß und Klein!

Der Faktor Spaß war beim Seifenblasen pusten bei Savannah und Silas immens groß. Für beide Kinder war es auch kein 5-Minuten-Projekt. Darüber war ich wirklich happy. Nein, meine Kinder waren an diesem Tag über eine Stunde konzentriert damit beschäftigt, Seifenblasen zu pusten. Ratz-Fatz war die Seifenblasenlauge dann natürlich leer und es musste neuer Nachschub her.

Seifenblasen selber machen – Das ist wirklich einfach!

Ich erinnerte mich daran, dass auch ich als Kind ein großer Fan von Seifenblasen war, und meine Mama sie mit Spülmittel selbst hergestellt hatte. Dann gab es noch diese PDF „Tolle Beschäftigungsideen für Kleinkinder“, verfasst von C. Rottenbach, die ich vor einigen Tagen bekommen hatte. Hier gab es ein Seifenblasenrezept, welches ich jetzt unbedingt ausprobieren wollte.

Das Seifenblasenrezept – Auf das richtige Spülmittel achten

Zum Pusten der Seifenblasen benötigst du natürlich das passende Werkzeug nebst Behältnis. Ich hatte das Glück, dass ich bereits ein Seifenblasen-Set mit integriertem Blasring zu Hause hatte. Du kannst alternativ Strohhalme nutzen oder einen Blumendraht zum Ring formen. Bei Strohhalmen solltest du allerdings bedenken, dass es passieren kann, dass dein Kind die Seifenlauge versehentlich trinkt.

Meine Empfehlung ist zunächst der Kauf von Seifenblasen, so hast du direkt das passende Set daheim, welches du wiederverwenden kannst. Des weiteren kannst du die kleinen Behältnisse der Seifenblasen perfekt transportieren, so z. B. in deiner Tasche oder Rucksack. Damit sorgst du auch auf Ausflügen für Seifenblasen-Spaß.

Nun geht es los, du brauchst:

  • Pustestab/Blasring/Strohalme und Behältnis (wie schon erklärt)
  • 4 Tassen warmes Wasser
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1/2 Tasse Spülmittel

Nein, nicht irgendein Spülmittel – sonst funktioniert es einfach nicht!!!

Nachdem ich das hier aufgeführte Seifenblasen-Rezept mit irgendeinem Spülmittel ausprobierte hatte, und kaum bis gar keine Seifenblasen pusten konnte, befragte ich Dr. Google. Bei meinen Recherchen – jetzt folgt Werbung – stieß ich auf das Fairy Spülmittel. So kaufte ich das Fairy Ultra Plus Konzentrat und darin lag tatsächlich die Lösung. Hurra!

Hiermit sollten dir bei guten Windverhältnissen auch Riesen-Seifenblasen gelingen!

Nun mischt du deine Seifenblasenlauge:

Am besten benutzt du hierfür ein Vorratsglas, auf dass du erst einmal verzichten kannst, und welches sich gut verschliessen lässt.

In dieses kommt als erstes die halbe Tasse Zucker, welches du jetzt mit dem warmen Wasser gut umrührst, so dass sich der Zucker auflösen kann. Zum Schluss folgt das Spülmittel. Bitte benutze das Richtige, sonst war alles umsonst.

Dem Seifenblasen-Spaß steht nun nichts mehr im Wege!

Nun kann es losgehen! Na ja fast!

Beachte bitte, dass das Pusten von Seifenblasen und damit auch die Anzahl und Größe der Seifenblasen immer ein wenig von den Windverhältnissen abhängig sind. Es ist gut möglich, dass dein Kind Probleme beim Pusten von Seifenblasen hat. Mein Sohn Silas hat den Dreh z. B. noch nicht richtig raus, obwohl er schon Luftballons aufblasen kann. Savannah hingegen, hat noch nie einen Luftballon aufgeblasen, ist eine kleine Meisterin der Seifenblasen.

Den Kindern macht es übrigens auch total Spaß Seifenblasen einzufangen und schau mal, trotz Mini-Pustering sind unsere Seifenblasen doch wirklich groß oder?

In diesem Sinne viel Erfolg und Freude beim Ausprobieren, und schreib doch kurz, ob dir die Seifenblasen gelungen sind.

Deine

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

 

 

 

 

 

 

Malen mit Fingermalfarben – Beschäftigungsidee für Kinder
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Guten Morgen! Wie spät haben wir jetzt eigentlich? Nach der Winterzeit?

Seit gestern stellt nicht die Corona Pandemie unser Familienleben auf den Kopf, sondern die Zeitumstellung. Zugegeben, das ist mal eine willkommene Abwechslung, aber für viele Familien mit kleinen Kindern ist die Zeitumstellung immer wieder sehr nervenaufreibend. Gestern wollten Savannah und Silas z. B. gar nicht zu Mittag schlafen. Der Ess- und Schlafrhythmus der Kinder war gestern insgesamt aus der Waage.

Tja und heute? Heute bin ich früh aus den Federn gefallen und werde vermutlich im Laufe des Vormittags vor Müdigkeit einknicken, während Savannah und Silas voller Lebendigkeit auf unserem Sofa herumhüpfen.

Ja, das dürfen sie. 

Gestern allerdings haben wir mit Fingermalfarbe gemalt!

Das ist übrigens eine tolle Beschäftigungsidee, nicht nur für Kindergartenkinder. Fingerfarben kann man zudem relativ günstig erwerben. Wir durften die Fingermalfarben Art & Fun von Simba für unter 10 Euro testen. Es handelt sich hierbei um ein Set mit 10 Malvorlagen und vier verschiedenen Fingermalfarben in Rot, Gelb, Blau und Grün.

Die Farben lassen sich superleicht auftragen, sind eher dickflüssig, und farbintensiv. Glücklicherweise ließ sich die Fingermalfarbe anschließend auch gut aus den Händen und den Gesichtern von Savannah und Silas entfernen. An dem ein oder anderen Finger musste allerdings etwas hartnäckiger geschrubbt werden, da hier die Farbe teilweise eingetrocknet war, wenn einer meiner Künstler eine kurze Pause brauchte.

Das Malen mit Fingermalfarben ist natürlich selbsterklärend. Eine Sache möchte ich euch aber unbedingt ans Herz legen.

Fingerfarben-Spaß braucht Vorbereitung!

Vermutlich werdet ihr es nicht ganz vermeiden können, dass die Kleidung eures Kindes hier und da Farbtupfer hat. Ihr könnt aber eurem Kind eine Schürze umlegen oder so eine Art Ganzkörperanzug. Alte Zeitung eignet sich bestens, um den Untergrund großflächig abzudecken, denn hier verteilt sich die Farbe auf jeden Fall. Vielleicht habt ihr ja sogar eine abwaschbare Tischdecke zu Hause. Eine Wachstuchtischdecke kommt bei uns immer zum Einsatz, wenn die Beiden kreativ sind, und z. B. mit Buntstiften malen. Hier lässt sich alles ratze-fatz einfach mit einem Feuchttuch, wenn ihr habt, abwischen.

Gebt eurem Kleinkind nicht den ganzen Farbtopf, sondern verteilt am besten immer etwas Farbe auf den Deckel. So wird der Farbtopf nicht aus Versehen umgekippt und euer Kind verteilt auch nicht zu viel Farbe auf seiner Malvorlage. Auch, wenn die Fingermalfarbe günstig im Kauf ist, so möchtet ihr ja noch länger Fingermalfarbe zu Hause haben oder?

Zu guter Letzt. Verwahrt die Fingerfarben an einem sicheren Ort auf, an dem euer Kind nicht dran kommt.

Malen mit Fingermalfarben macht Kindern Spaß!

Das kann ich euch ohne wenn und aber garantieren. Hier und da braucht ihr vermutlich etwas stärkere Nerven, aber die gute Nachricht ist.  Euer Kind wird ein glücklicher kleiner Picasso sein.

In diesem Sinne habt einen schönen Tag und schaut doch mal auf meine Startseite. Dort gibt es einen 20 % Gutschein, den ihr für die Fingermalfarben von Art & Fun anwenden könnt.

Eure

 

Das Produkt wurde mir für eine ehrliche und unabhängige Produktbewertung zur Verfügung gestellt. Kooperation mit dem Spielzeugportal Toy Fan.  

Dort findet ihr übrigens viele weitere tolle Spielzeugempfehlungen.

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

 

 

 

 

Corona – Wenn der Atem der Welt ganz leise wird

Es ist leise geworden. Beinahe so, als würde der Atem unserer Welt kaum noch vorhanden sein. So fühlt es sich für mich ganz persönlich an, UND DAS ist gespenstisch, surreal und beängstigend.

Auf öffentlichen Wegen sehe ich vereinzelt noch Menschen,

aber es ist, als würde niemand von uns so wirklich existieren. Schon gar nicht, der Mensch, der gerade an uns vorbeigeht. Sein und auch das eigene Verhalten sind auf ABSTAND programmiert. Peinlich ist man bemüht in einem großen Bogen auszuweichen und schaut dabei am besten auch direkt zu Boden.

Das ist „the best way“.

Das macht mich nachdenklich und ich bin auch etwas beunruhigt.

Wie groß ist die Angst vor einer möglichen Infektion von Covid 19 wohl für die meisten von uns? Würden wir noch dazu fähig sein im Notfall Erste Hilfe zu leisten? Was wäre, wenn auf diesen öffentlichen Wegen z. B. ein Mensch zusammenbricht? Was, wenn mir, meinem Mann oder den Kindern etwas passiert?

Beim Einkaufen stoße ich nicht nur vermehrt auf leere Regale,

sondern auch auf Menschen mit Atemschutzmasken und Schutzhandschuhen.

Sollte ich auch Schutzhandschuhe tragen?

Der gewohnte Gang zum Supermarkt fühlt sich auf einmal fremd an. Außerdem dauert jetzt alles doppelt so lang, da es entweder Einlasskontrollen gibt, Sicherheitsabstände einzuhalten sind, oder man die gewünschten Lebensmittel verstärkt suchen muss.

Ich bezahle mit meiner EC-Karte und bin froh, wenn ich wieder im Auto sitze. Die Kinder bleiben ab sofort, auch bei kleineren Einkäufen, die ich sonst zu Fuß mit ihnen erledigt habe, zu Hause bei ihrem Papa.

Ich laufe durch Geisterstädte,

so nenne ich sie ab sofort. Das öffentliche LEBEN dieser Städte ist verschwunden. Ich blicke in leere Schaufenster und Straßencafés. All diese Lebendigkeit fehlt mir so sehr! 

Ich habe mich so auf den Sommer mit meinen Kindern gefreut und auf Zitronen- und Schokoeis aus unserer Lieblings-Eisdiele…

Mein Blick wandert zu den Wohnhäusern,

an denen ich vorbei laufe. Ich sehe niemanden am Fenster stehen oder auf dem Balkon sitzen. Das fällt mir verstärkt auf. Dabei frage ich mich, wie einsam die Menschen sind, die hier wohnen. Dabei denke ich vor allen Dingen an die Menschen, die niemanden haben. Die alleine sind. Die Menschen, die krank sind. Dazu zählen auch die psychisch labilen Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei muss ich auch an meine Arbeitskollegin Karin denken, mit der ich vor meiner Elternzeit auf der gleichen Serviceeinheit bei der Justiz gearbeitet habe. An dem Tag, als Karin Selbstmord begangen hat, schrieb sie mir noch eine liebe Whats-App-Nachrich zu meinen Kindern. Karin litt jahrelang an Depressionen, aber sie war in Behandlung, und hatte soweit alles im Griff. Bis der Corona-Virus in unseren Medien beängstigend immer größer und präsenter wurde.

Zu Hause angekommen

laufe ich mit Savannah und Silas die Treppen nach oben in unserem Mehrfamilienhaus. Auf der ersten Etage angekommen fragen die Beiden nach Oma und Opa, denn meine Eltern – Risikogruppe – wohnen bei uns mit im Haus. Ein echter Mehrwert für uns als Familie. Ja, eigentlich…

Savannah und Silas haben einen festen Tag in der Woche, wo sie ihre Großeltern besuchen. Auch sonst sehen die Beiden Oma und Opa oftmals auf unserem Hof oder im Garten und laufen auf meine Eltern zu. Jetzt allerdings erfinde ich jeden Tag neue Ausreden, warum sie NICHT zu Oma und Opa dürfen. Diese Situation ist keineswegs schön und ist belastend. Savannah und Silas haben immer wieder mal eine Mini-Schnupfnase, so dass ich das Immunsystem meiner Eltern nicht belasten möchte.

Ich habe ein schlechtes Gewissen,

wenn Savannah und Silas wieder etwas länger Kinderstunde schauen dürfen. Es ist mir sonst aber nicht möglich den Haushalt etwas auf Vordermann zu bringen, oder auch das Essen für uns als Familie vorzubereiten. Hinzu kommt, dass ich immer wieder mein iPhone in Händen halte. Immer wieder schaue ich nach aktuellen News zum Corona Virus. Es ist wie eine Sucht.

Meine Gedanken, aber auch Sorgen und Ängste

sind in all diesen Tagen so geballt wie noch nie zuvor. Ich sorge mich um die Selbständigkeit meines Mannes. Schaue dabei auch über den Tellerrand und denke dabei an all die kleinen Solo-Künstler, Selbständigen und kleineren, mittelständischen Unternehmen. Wie lange können sie noch existieren? Stürzen wir alle geradewegs in eine große Wirtschaftskrise? Wie verbringen wir die nächsten Tage oder gar Wochen? Folgen neben dem Kontaktverbot noch Ausgangssperren? Was ist richtig, was ist falsch? Was soll ich überhaupt noch denken? Sind Fakten, wirkliche Fakten? 

Angst, dass ich selbst, mein Mann oder unsere Kinder mit dem Corona Virus infiziert werden könnten, habe ich allerdings nicht. Ich denke, dass ist der einzige Weg Immunität zu erlangen, denn einen Impfstoff wird es so schnell nicht geben, und der Corona Virus wird auch nicht einfach so verschwinden. Vermutlich bleibt er, wie es auch die Influenza tut.

Angst habe ich jedoch vor der Präsenz der andauernden Corona-Krise und der damit verbundenen Berichterstattung in unseren Medien oder auf sozialen Netzwerken. Vor Panikmache und was diese Panik, aber auch Angst, mit uns Menschen machen wird, wenn nicht bald – auf welche Art und Weise auch immer – etwas Ruhe und Normalität einkehrt.

Die Lebendigkeit meiner Kinder und ihr Lachen

holt mich immer wieder zurück aus meinem Gedankenkarussell. Unser Familienleben ist gerade nicht mehr so bunt und lebendig, wie es noch vor wenigen Wochen war. Schließlich verbringen wir die meiste Zeit zu Hause. Das ist nicht immer einfach. Ich versuche meinen Kindern unseren Familien-Alltag in dieser Zeit so schön wie möglich zu gestalten, auch wenn ich spüre, dass ich jeden Tag mehr an meine Belastungsgrenze stoße.

Ich bin dankbar für jeden Tag, an dem die Sonne scheint, und wir in den Garten gehen können. Auch versuche ich positiv zu denken und mein inneres Gleichgewicht in Balance zu halten. Trinke viel Ingwertee, ein kleiner Booster, für mein Immunsystem neben viel Bewegung an der frischen Luft.

Das Leben muss weiter gehen oder?

Ps: Zu diesem Beitrag gibt es mal ein Schwarz-Weiß-Foto. Gerade ist mir einfach nach Schwarz-Weiß. Das Foto entstand vor wenigen Tagen in unserem Hausflur, als Savannah ihre Oma durch die Glasscheibe unserer Haustür sah.

Versucht ruhig und gelassen zu bleiben, in einer Situation, die wir momentan nicht ändern können.

Eure

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

 

Rausfallschutz für das Kinderbett – ja oder nein?

Noch vor wenigen Wochen beschäftigte mich eine Frage extrem.

Rausfallschutz für das Kinderbett – ja oder nein?

Ich war wirklich hin und her gerissen. Das kann ich dir sagen.

Zu diesem Zeitpunkt schliefen Savannah und Silas noch in ihren Gitterbetten bei uns im Schlafzimmer. Nie mussten wir uns als Eltern darum sorgen, dass sie aus dem Bett fallen könnten. Jetzt allerdings stand eine große Veränderung für uns alle bevor. Savannah und Silas sollten bald in ihrem Kinderzimmer schlafen, welches sich eine Etage über uns befand. Es fehlten nur noch die großen Betten, und diese waren schon bestellt.

Und das ohne Rausfallschutz oder einem Bettschutzgitter.

Wie wäre es mit einem mobilen Rausfallschutz?

Ein Kinderbett mit integriertem Rausfallschutz oder Bettschutzgitter kam für mich von vornherein nicht in Frage. Allerdings überlegte ich lange, ob so ein mobiler Rausfallschutz für das Kinderbett der Beiden in Frage käme. Schließlich kann man einen derartigen Rausfallschutz auch prima mit in den Urlaub nehmen, und ihn so für die Hotelbetten der Kinder nutzen. Er wird ja schließlich nur unter die Matratze geklemmt. Bei all diesen Überlegungen war ich mir zudem auch sicher, dass sich so ein Rausfallschutz auch später super bei Ebay Kleinanzeigen oder auf Mamikreisel verkaufen lässt.

Was war allerdings in puncto Sicherheit?

Welche Mutter wünscht sich nicht, dass sein Kind sicher und geborgen in seinem Kinderbett schläft? Natürlich wünschte ich mir das für meine Kinder, und muss dazu sagen, dass Savannah und Silas genau aus diesen Gründen so lange bei uns im Schlafzimmer schliefen.

Allerdings war es mir auch sehr wichtig, dass Savannah und Silas ihre Grenzen kennenlernten, und eine Grenze war bald zum Greifen nah. Ihre neuen Kinderbetten waren auf die Abmessungen 90 x 200 cm begrenzt und der Lieferstatus aus dem Versandhaus sollte sich bald ändern:

„Wir haben gute Nachrichten. Ihre Ware wird bald verschickt“.

Letztlich kein Rausfallschutz – Meine persönliche Erfahrung

Wie es diese Überschrift vermuten lässt, haben die Kinderbetten von Savannah und Silas auch keinen „mobilen“ Rausfallschutz. Eben, weil die Beiden lernen sollen, dass ihr Bett eine Begrenzung hat. Das geht nun mal ohne Rausfallschutz am besten oder?

Wie du auf diesem Foto siehst, haben wir den Boden gut gepolstert. So besteht absolut kein Verletzungsrisiko, falls Savannah und Silas mal aus ihren Betten fallen.

Seit ca. 5 Wochen schlafen Savannah und Silas in ihren neuen Kinderbetten in ihrem eigenen Zimmer. Auf dem Boden haben wir ihre alten Babymatratzen von 140 x 70 cm ausgelegt und ein paar Decken und Kissen. Das Ganze sieht natürlich etwas chaotisch und unordentlich aus, aber so kann einfach nichts passieren.

Siehst du die Bettschlange unter dem Bettlaken? Dadurch entsteht eine kleine Erhöhung, ähnlich wie es bei einem Rausfallschutz der Fall ist. Du kannst auch ein Handtuch nehmen, und es unter das Laken klemmen.

Zusätzlich haben wir die Bettschlangen aus ihren alten Gitterbetten unter das Bettlaken gelegt, um so eine Erhöhung zu erzeugen. Diesen Tipp hatte ich selbst von einer Mama erhalten. Dieser Hack ersetzt meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich einen Rausfallschutz. Da sich die Kinder immer wieder mal drehen und wenden beim Schlaf verrutscht die Bettschlange natürlich auch mal gerne und fällt seitlich ab. Es mag aber sein, dass die Beiden im Schlaf sehr wohl die Bettschlange spüren, die sie daran ermahnt, dass ihre Bettgrenze erreicht ist.  Wäre also schon möglich.

Nun mein Fazit nach nach ca. 5 Wochen ohne Rausfallschutz

In der ersten Woche fielen Savannah und Silas ständig aus ihren Betten und das mehrfach in der Nacht. Wir legten unsere Kinder immer wieder in ihre Betten zurück. Das Rausfallen verlief übrigens meistenteils geräuschlos und von ihnen selbst unbemerkt. Seelenruhig schliefen sie dann einfach auf den gut ausgepolsterten Boden weiter.

In der zweiten Woche wurde es schon viel besser. Sie fielen zwar noch aus ihrem Bett, aber auch nicht mehr jede Nacht. Das war schon wirklich toll.

Mein Fazit heute ist: Ich bin mega happy und stolz auf die Beiden, DENN:

Seit gut drei Wochen fallen Savannah und Silas nicht mehr aus ihren tollen Betten. Es scheint so, als hätten Savannah und Silas tatsächlich gelernt, dass ihr Bett eine Begrenzung hat. Hinzu kommt, dass sich vor allen Dingen das Einschlafverhalten bei Savannah drastisch zum Positiven verändert hat. In der Vergangenheit hatte ich immer wieder mal Probleme, dass sie zeitig einschlief, und habe wirklich viel probiert. Dazu habe ich auch einen Artikel veröffentlich, der 10 Einschlaftipps beinhaltet, und hier nachzulesen ist.

Was ich mir wünsche ist,

dass dir dieser persönliche Erfahrungsbericht bei der eigenen Entscheidung „Rausfallschutz ja oder nein“ behilflich ist. Ich denke auch, dass das Alter deines Kindes eine große Rolle spielen wird, ob ein Rausfallschutz zunächst einmal Sinn macht. Des weiteren spielt auch das ausgewählte Model des Kinderbettes eine große Rolle. Bei den hier gezeigten Bildern siehst du, dass meine Zwillinge nur von einer Seite aus ihrem Bett herausfallen können. Als Familie haben wir uns bewusst für diese wunderschönen Betten mit viel Stauraum und Ablagemöglichkeiten entschieden.

Ich wünsche dir trotz der aktuellen Lage ein entspanntes, und schönes, Familien-Wochenende.

Bis bald

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

 

Mein Kind möchte nicht die Zähne putzen – und nun?

Das Thema Zähne putzen, vor allen Dingen das NICHT PUTZEN wollen, war eine zeitlang ein wunder Punkt in unserer morgendlichen Familien-Routine. Zumindest für mich.

Da war mein Sohn Silas:

Silas fand seine Zahnbürste von Anfang an toll – so auch das Zähne putzen. Mit etwa zwei Jahren tauschte er seine Kinderzahnbürste gegen eine elektrische Kinderzahnbürste. Schließlich putzten Mama und Papa ihre Zähne auch so.

Dann gab es noch meine Tochter Savannah:

Savannah fand ihre Zahnbürste keineswegs toll. Sie schrubbte mit ihrer Zahnbürste lieber die Fliesen im Bad als ihre Zähne. Gerne rannte sie mit ihrer Zahnbürste auch aus dem Bad, um diese schließlich irgendwo in unseren vier Wänden zu verstecken. Wohl mit der Hoffnung, dass ich ihre Zahnbürste nicht finden werde.

Ich kann euch gar nicht sagen, was ich alles versucht habe, um meiner Tochter Savannah die Zähne putzen zu können. Nichts half, und die morgendliche Routine im Bad war ein einziges Drama. Es endete oft damit, dass sich Savannah schließlich weinend, verzweifelt, wütend und voller Trotz zu Boden warf.

Dieses Kind wollte einfach nicht seine Zähne putzen und für mich war das zu Anfang schwer zu akzeptieren.

Denn – ich wusste es geht auch anders!

Ich hatte ja den Vergleich. Da war mein Sohn Silas. Binnen weniger Minuten war dieses Kind morgens im Bad fertig. Es hatte sich die Zähne geputzt, die Hände gewaschen und das Gesicht. War bereit für den Kindergarten.

Savannah jedoch schaffte es regelmäßig unseren Zeitplan durcheinanderzubringen. Sie stellte meine Geduld regelmäßig auf Probe und mein Nervenkostüm war ziemlich flatterig.

Mega unentspannt startete ich so oftmals in den Tag und allein der Gedanke an das morgendliche Zähne putzen bei Savannah stresste mich enorm, bevor wir überhaupt im Bad angekommen waren.

Vielleicht kommt dir das alles bekannt vor?

Mein Kind möchte nicht die Zähne putzen – und nun?

Ehrlich gesagt, habe ich mir die Frage sehr oft gestellt.

Ich wollte nicht, dass Savannah ohne Zähne putzen das Haus verließ. An manchen Tagen tat sie es aber. An diesen Tagen fühlte ich mich machtlos und gab mich erschlagen. Dieser kleine Mensch hatte es geschafft.

Meine Tipps und Tricks beim nicht Zähne putzenden Kleinkind!

Kaum vorstellbar, dass es heute diesen Post auf meinem Mamablog gibt. Ich gebe hier tatsächlich Tipps und Tricks rund um das nicht Zähne putzende wollende Kleinkind. Denn: Ich habe es geschafft oder besser gesagt WIR, denn ist es nicht echte Teamarbeit, wenn dein Kind auf einmal seine Zähne halbwegs gerne putzt?

Das sieht doch ganz gut aus oder? Vor einigen Wochen wäre ein derartiges Foto unvorstellbar gewesen.

Diese 10 Tipps und Tricks helfen vielleicht auch dir:

  • Nimm den Druck raus. Sicherlich hast du schon selbst die Erfahrung gemacht, dass dein Kind ein ungeahntes Gespür für deine eigene Grundstimmung hat und diese gerne auf seine Art und Weise annimmt. Auf Druck reagiert es mit Gegendruck. Wenn dein Kind nicht die Zähne putzen möchte, dann gebe ich dich zunächst geschlagen. Dann werden die Zähne halt nicht geputzt! Mal ehrlich, ist es vielleicht heute nicht wichtiger, dass ihr beide – du und dein Kind – einen entspannten Morgen habt? Das tut so gut und ist wie ein kleiner Neustart, wenn ihr dann morgen oder gar ein paar wenige Tage später wieder das Zähne putzen versucht.
  • Akzeptiert dein Kind seine Zahnbürste nicht, so mag es seine Zähne evtl. mit einer elektrischen Kinderzahnbürste putzen? Vielleicht putzt du ja sogar deine Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste und dein Kind möchte einfach mehr wie du sein? Andere Möglichkeit: Beim nächsten Einkaufen lasse dein Kind die Zahnbürste aussuchen. So hat es ein kleines Mitspracherecht und auch du suchst ja deine Zahnbürste schließlich eigenständig aus oder?
  • Dein Kind akzeptiert immer noch nicht seine Zahnbürste? Nimm einen Klecks Zahnpasta auf deinen Zeigefinger oder auch Mundpflege Fingerling (gibt es bei Drogeriegeschäften zu kaufen) und versuche so deinem Kind die Zähne zu putzen. Das klappte bei Savannah so immer prima.
  • Eine neue Zahnpasta kann helfen. Persönlich bin ich kein Fan davon, wenn eine Zahnpasta ein wenig nach Erdbeere schmeckt, aber das muss ich ja auch nicht sein. Hauptsache dein Kind mag seine neue Zahnpasta, ob nun mit Erdbeer- oder Minzgeschmack.
  • Sieht sich dein Kind beim Zähne putzen? Bei uns im Bad hängt ein kleiner runder Fliesenspiegel (siehe Foto). Damit sieht sich vor allen Dingen Savannah beim Zähne putzen und ich habe das Gefühl, dass sie so mehr sieht und begreift, was sie da tut.
  • Das Zahnputzlied. Savannah ist ein musikalisches Kind. Sie liebt es sich zur Musik zu bewegen und singt total gerne. Ganz spannend findet sie es, wenn Mama das Zahnputzlied singt und sich dazu im Rhythmus bewegt. Schnell flitzt sie ins Bad und möchte, während ich singe, ihre Zähne putzen. Wie könnte sich dein Zahnputzlied anhören? Sicherlich wirst du hierzu auch auf diversen Kanälen, wie z B. Youtoube, was finden.
  • Das Zahnputzbuch. Liebt dein Kind Bücher? Vielleicht ist dann tatsächlich ein Zahnputzbuch die Lösung. So kannst du deinem Kind das Zähne putzen näher bringen und hast Bilder, die du ihm rund um das Thema Zähne putzen zeigen kannst.
  • Die Zahnputz-App. Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Natürlich gibt es auch diverse Zahnputz-Apps. Vielleicht ist das für euch der richtige Weg?
  • Das Kind loben und animieren. Rede deinem Kind immer wieder gut zu und erkläre ihm, warum es wichtig ist, dass es seine Zähne putzt. Lobe dein Kind schließlich auch, wenn es erste Schritte in die richtige Richtung macht.
  • Deine Zähne schon geputzt? Putzt eure Zähne gemeinsam. Stärkt das WIR. Ein schöne Morgenroutine: Das gemeinsame Zähne putzen. So macht das Zähne putzen deinem Kind einfach mehr Spaß.

Ich freue mich,

wenn dir einer der hier genannten Tipps und Tricks helfen konnte. Schreibe mir dann gerne einen Kommentar. Dir hat der Beitrag gefallen? Dann lasse es mich wissen. Über was könnte ich als nächstes schreiben? Was interessiert dich brennend? Gerne gehe ich auf deine Wünsche ein.

Bis bald, deine

 

 

 

Text und Foto @ Nadja Moutevelidis