Was mich nervt – Meine Top 7 aus meinem Mama-Alltag

Heute möchte ich mal die rosarote Brille meines Mamaseins ablegen. Es ist nicht immer alles rosarot und ach…wie wunderschön!

Es gibt halt solche und solche Tage. Da wirst du mir sicherlich zustimmen oder? Eigentlich war das schon immer so. Denke mal zurück an die Zeit, als du noch keine Mama warst. Der Unterschied ZUM JETZT ist jedoch ein gewaltiger, denn unser Laune-Barometer ist sehr stark abhängig von der Gemütsverfassung unserer Kinder.

Der wiederum, wenn es ganz auf hart kommt, ist wie ein Jo-Jo. In der einen Minute spielt unser Kind fröhlich mit seinem Spielzeug und in der anderen Minute will etwas nicht so funktionieren, wie es unser Kind es möchte, und das Spielzeug wird durch die Gegend geworfen. Im nächsten Schritt wirft es sich zu Boden, weint lauthals, und lässt sich sehr schwer beruhigen.

Unser Laune-Barometer sinkt, erholt sich später wieder, klettert nach oben, bevor es dann irgendwann wieder nach unten wandert. An Tagen, in denen das laufend passiert, ist unsere Laune dann irgendwann dauerhaft im Keller.  Ergebnis ist:  An diesen Tagen sind wir froh, wenn der Tag bald zu Ende ist. Besser gesagt, wenn unser launenhaftes Kind zu Bett geht, und wir die Füße endlich hochlegen können. Nicht nur unser Laune-Barometer wurde erheblich strapaziert, NEIN wir fühlen uns mega gestresst und ausgepowert.

Gibt es eigentlich Dinge in deinem Mama-Alltag, die dich wiederholt einfach nur nerven? Dinge oder gewisse Abläufe, die z. B. jeden Tag gleich sind? Hat dein Kind eine Macke, Phase oder ein Verhalten, welche dich richtig nerven?

Es nervt – Meine TOP 7 aus meinem Mama-Alltag

Heute möchte ich mal ein wenig aus meinem Mama-Alltag plaudern. Mein Laune-Barometer wird teilweise ganz schön strapaziert. Es ist also nicht verwunderlich, dass meine Nerven im Laufe des Tages oftmals den Tiefpunkt erreichen. Du sollst wissen, dass ich meine Kinder abgöttisch liebe, aber sie haben teilweise ihre kleinen Macken, Phasen oder Verhaltensweisen, die dafür mitverantwortlich sind, wenn Mama mal wieder alle Nerven über Bord geworfen hat.

Wie steht es mit deinen Nerven?

Persönlich denke ich, dass gerade wir Mamas mit kleinen Kindern uns die Hand reichen können. Vermutlich hat eine jede von uns ein Kleinkind zu Hause, dessen Macke, Phase, Verhalten oder einfach Art, uns regelmäßig ein großes Loch im Nervenkostüm reisst. Es scheint also alles normal zu sein und liegt vermutlich am Alter unserer Kinder oder? Sprechen wir also wieder einmal von Phasen??? Savannah und Silas sind übrigens 27 Monate, sind aber in wenigen Tagen 28 Monate alt.

Ich bin also gespannt! Kommt dir das ein oder andere bekannt vor?

7 Tage die Woche – Wann ist ein Ende in Sicht?

 Schnuller-Alarm – die ewige Suche:  Jeden Tag bin ich hin und hergerissen, wenn es um das Thema Schnuller geht. Auf der einen Seite bin ich froh, dass sich sowohl Savannah als auch Silas mit einem Schnuller wunderbar beruhigen lassen. Ein Schnuller hilft uns auch bei der härtesten Trotzphase. Auf der anderen Seite suche ich ständig die Schnuller in unserer Wohnung, in meiner Handtasche, in unserem Rucksack, im Auto und gefühlt überall. Dazu gehören auch Schnullerketten. Wir haben immer Reserve-Schnuller, aber es gibt halt Lieblings-Schnuller. Gerade diese sind ständig und wiederholt im Einsatz.

Mich nervt das ständige Suchen der Schnuller und damit auch Schnullerketten. In der einen Minute möchte Savannah z. B. den Schnuller mit der Eule haben, und in der anderen Minute wirft sie ihn durch die Wohnung. Es vergeht nicht viel Zeit, dann möchte sie genau diesen Schnuller haben. Wieder einmal wird gesucht. Warum kann das Kind den nicht mehr benötigten Schnuller nicht einfach auf den Tisch legen? Erwarte ich zu viel? Ich habe schon überlegt eine Art Schnuller-Bäumchen einzuführen, um so beiden Kindern beizubringen, dass die Schnuller hier ein zu Hause haben. Macht das Sinn? Wer hat Erfahrung?

 Unterwegs im Auto: Hier kommt eine kleine Aufzählung der Dinge, die mich während der Autofahrt nerven:

  • Schon wieder Schnuller-Alarm! Es passiert oft, dass der Schnuller einfach aus dem Mund genommen wird, und dann in der kleinsten Ecke unseres Autos geworfen wird. Sorry, aber ich fahre gerade das Auto. Ich komm nicht an den Schnuller! So meine Erklärung mindestens an ein Kind, wenn ich Pech habe sogar an Beide. Nun ist richtig Rama-Zamba-Stimmung im Auto. Mittlerweile habe ich immer Ersatzschnuller dabei. Das wissen meine Kinder jedoch und fordern diese natürlich ein. Kurze Denkpause:  Schmecken Schnuller eigentlich unterschiedlich? Das habe ich mich oft auch gefragt, da auch zu Hause mal der oder der Schnuller in den Mund genommen wird. Bei langen Fahrten kommt es daher vor, dass ALLE Schnuller irgendwann in den hintersten Ecken unseres Autos liegen. Super oder?
  • Das Kind zieht sich die Schuhe aus.
  • Nun zieht es sich die Socken aus.
  • Das Kind hat Hunger oder Durst. Ich habe nichts dabei oder ich versuche über einen langen Hebel meinem Kind Essen oder Trinken zu reichen. Natürlich dann, wenn es die Verkehrssituation es zulässt. Lautes Weinen ist jetzt vorprogrammiert.
  • Ich stehe im Stau und ausgerechnet jetzt weinen beide Kinder und sind total quengelig. Meine Nerven sind jetzt dünn wie Drahtseil und mein Laune-Barometer kocht fast über. Diese Situation stresst mich enorm.
 Hat mein Kind eine Macke? Bekommt Savannah z. B. einen Keks oder sonst etwas zum Knabbern in die Hand, dann Mama bitte in beiden Händen. Vorher ist sie nicht zufrieden und isst auch nicht! Ganz dramatisch kann es für mich werden, und eben nervig und anstrengend, wenn ich nichts für die zweite Hand habe. Ich bin halt kein Kiosk oder Supermarkt. Derweil hat sie natürlich noch einen Keks in der rechten Hand, denn sie dann aber partout nicht essen will. Es bricht Chaos aus und ich bin wirklich genervt, da ich nicht nachvollziehen kann, warum sie den Keks aus der rechten Hand nicht einfach isst.

Seit einigen Tagen ist zu dieser “Macke” übrigens eine weitere hinzugekommen. Sie hortet Lebensmittel für schlechte Zeiten bzw. für später. Zuletzt hielt sie über eine Stunde ein Stück Banane in der Hand, welches sie nicht aus der Hand gab. Die Banane war inzwischen natürlich total aufgeweicht und sah auch nicht mehr appetitlich aus. Savannah wiederum aß das Stück Banane in einem für sie richtigen Zeitpunkt tatsächlich noch auf.

Etwas Ähnliches passierte gestern Morgen mit zwei Reisswaffeln. Diese nahm sie sogar mit ins Auto auf dem Weg zum Kindergarten. Es gab einen kleinen Trotzanfall, als ich ihr die Reiswaffeln später dann abnehmen musste.

 Thema Haushalt und Spielzeug:  Vielleicht liegt es daran, dass ich ein sehr ordnungsliebender Mensch bin. Ordnung schließt bei mir auch den Punkt Sauberkeit mit ein. Als Mama von zwei kleinen Kindern fällt es mir jedoch schwer Herr der Lage zu werden. Gerade alles reinegemacht, sieht es kurze Zeit später für mich wieder total chaotisch und aufgeräumt aus. Dann die ganzen Krümmel! Dabei war doch gerade alles noch so sauber!

In der Zwischenzeit schieße ich mal wieder unbeabsichtigt ein Spielzeug im hohen Bogen über unsere Wohnung, und muss dabei aufpassen, dass ich mich dabei nicht lang lege. Das passiert mir auch total oft nachts, wenn ich mal auf Toilette muss. Man kann noch sehr aufräumen, aber irgendwo liegt immer noch ein Spielzeug rum. Warum räumen sie ihr Spielzeug eigentlich nicht auf? Immer wieder versuche ich mit gutem Beispiel voranzugehen, und manchmal machen sie tatsächlich auch mit. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie es spannender finden das Spielzeug, z. B. Bausteine, durch die Gegend zu werfen. Achtung mein Laune-Barometer ist wieder im Einsatz.

Dann die Kissen auf unserem Sofa! Während diese kreuz & quer überall auf unseren Boden verteilt liegen, hüpfen Savannah und Silas auf dem Sofa hin und her. Hier muss ich sie ermahnen, da sie immer wilder werden, und einfach auch ein Verletzungsrisiko besteht.

 Thema Essen:  Meine Kinder essen nicht alles. Hin und wieder, das gebe ich zu, stört mich das schon. Kartoffeln z. B. werden bei uns in fast allen Varianten, außer als Rösti oder als Pommes, verschmäht.

Was mich jedoch oft nervt ist, dass erst gar nicht angefangen wird zu essen, wenn ein bestimmtes Spielzeug nicht in greifbarer Nähe ist. Es ist auch nicht immer leicht zu wissen, welches Spielzeugauto z. B. gemeint ist. Zum einen haben wir mehr als nur ein Auto und zum Anderen denke ich oft, dass meine Kinder selbst gar nicht so recht wissen, was gerade eigentlich ihr Problem ist. Savannah bringt es an rasanten Tagen echt fertig, dass sie von mindestens 10 Autos umgeben ist, bevor sie den ersten Bissen tätigt. Ganz toll wird es dann, wenn Silas auch Autos haben möchte. Inzwischen ist das Essen schon beinahe kalt geworden und meine Apple-Watch fragt mich, ob ich im Training bin.

 Ein schwieriges Thema – im Bad:  Nicht 7 Tage die Woche, aber meiner Meinung nach viel zu oft. Weinen und Weglaufen steht auf dem Programm, wenn es darum geht, dass sich Savannah und Silas die Zähne putzen sollen. Gleiches gilt für Hände oder Gesicht waschen. Warum ist das so? So startet bereits der Morgen total dramatisch. Die Kinder weinen und die Apple Watch fragt mich erneut, ob ich im Training bin, da ich natürlich immer wieder versuche, meine Kinder einzufangen.

 Mama mach mal schneller:   Oh ja, das setzen sie fast schon voraus. Wenn meine Kinder unbedingt etwas haben möchten, dann am besten SOFORT. Das kann ganz schön nerven. Oft habe ich dann das Gefühl, sie machen mir richtig Dampf unter dem Kessel. Es gibt so einige Situationen am Tag, in denen ich dann spurte. So eile ich z. B. schnell zum Herd, da sie Hunger haben, um schnell etwas vorzubereiten. Eigentlich dürften sie noch gar keinen Hunger haben. Was für ein Theater! Man könnte meinen, meine Kinder bekommen selten etwas zu essen. Wie sie da stehen so quengelig und weinend und Hunger rufen. Ein Kind zieht mir an den Hosenbeinen und das andere Kind schiebt die Hochstühle an Ort und Stelle. Was für ein Stress, und dann wird gegessen wie ein Spatz.

7 Tage die Woche? Na, bist du auch genervt?

Gibt es Dinge in deinem Mama-Alltag, die wiederkehrend, und dabei auch nervig sind? Hat dein Kind eine bestimmte Macke? Wie gehst du damit um? Erzähl doch mal.

Gerade der Austausch unter uns Müttern ist es doch, der uns zeigt, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Es heißt, die Nerven halbwegs entspannt, alle zusammenzuhalten. Vielleicht gelingt uns das mit etwas mehr Humor?

Was denkst du? Hab eine schöne Woche und bis bald.

Deine

SOS – Eine große und lange Krankheitswelle mit Zwillingen

Es ist für mich das größte Glück eine Zwillingsmama zu sein. Für mich sind Zwillinge einfach besondere Kinder. Ich genieße es sehr meinen Kindern beim gemeinsamen Spielen zuzusehen. Immer wieder bin ich gerührt, wenn das unsichtbare Band, welches auch meine Zwillingskinder miteinander verbindet, für mich als Mama sichtbar wird.

Diese und weitere schöne Momente aus meinem Mama-Alltag lassen mich immer wieder auch die stressigen Phasen vergessen, die die Erziehung zwei gleichaltriger Kinder mit sich bringen. Diese Phasen kennen wir Mamas doch alle oder? Überhaupt ist das Wort PHASE das Wort schlechthin in unserem Mama-Wörterschatz, wie ich persönlich finde.

Dabei frage ich mich, wie oft sich unsere Kinder in den ersten Jahren in irgendeiner Phase befinden?! Das Kind zahnt, befindet sich im Wachstum oder hat irgendeinen Entwicklungsschub, und selbstverständlich kennen wir inzwischen sein trotziges Verhalten nur zu gut. Als Savannah und Silas den ersten richtigen Schub hatten, und das zeitgleich wie es oft bei Zwillingen der Fall ist, war ich nervlich ziemlich am Ende. In dieser Phase konnte ich meinen Kindern einfach nichts recht machen und die Nächte waren das reinste Desaster. Ich lernte die Schattenseiten der Mama-Welt kennen und versuchte mich mit mehr Koffein am Tag halbwegs munter zu halten. Dabei stellte sich eine Art Routine ein und die wiederkehrenden Phasen meiner Kinder wurden fast schon zur Normalität in meiner Mama-Welt. Schließlich durchlief auch ich als Mama diverse Phasen und war nicht immer gut gelaunt.

Meine Mama-Welt stand völlig auf den Kopf

Als jedoch das erste Mal eines meiner Kinder erkrankte, stellte sich meine Mama-Welt völlig auf den Kopf. Darauf war ich einfach nicht vorbereitet! Niemand hatte mir gesagt, wie du dich als Mama von einem kranken Kind fühlst. Immer wieder sprachen die Mütter um mich herum von den Phasen ihrer Kinder, und ja…auch mal, dass das Kind krank sei, aber NIEMAND sprach über seine Gefühle. Niemand sagte zu mir, welches lähmendes und betäubendes Gefühl von einem Besitz nimmt, wenn man seinem kranken Kind dabei zusehen muss, wie es leidet. Wie hilflos man sich als Mama fühlt.

Um mein Mama-Herz hatte sich ein großer dunkler Schatten gelegt und ich war so unglaublich traurig. Meine Gedanken drehten sich um mein Kind. Es musste ihm einfach besser gehen. So versuchte ich Silas ein Lächeln in sein Gesicht zu zaubern, denn ich bildete mir ein, dass mein kleiner Schatz dann sicherlich wieder auf den Weg der Besserung sei. Das gelang mir jedoch nicht und ich versuchte das inzwischen große Wirrwarr  in meinem Kopf zu ordnen. Dabei sagte ich mir, es ist nur Fieber, Husten und Schnupfen. Also im Grunde genommen nichts Dramatisches, und es würde ihm sicherlich ganz bald wieder besser gehen. Dennoch war ich ziemlich niedergeschlagen und fühlte eine große Leere in mir.

Warum bloß ging es ihm so schlecht???  Das konnte ich nicht akzeptieren und ignorierte die Tatsache, dass auch ich mich bei einer starken Erkältung oder auch Grippe ziemlich mies fühlte. Die Folge war, dass ich meinem Kind mit Essen und Trinken hinterher lief. Würde er einen großen Bissen zu sich nehmen und ausreichend trinken, dann wäre alles halb so schlimm, und sei als ein gutes Zeichen zu deuten.

Tja nur es läuft nicht immer alles nach dem Mama-Wunschkonzert und unsere Kinder werden auf Knopfdruck wieder gesund und munter.

SOS – Eine große und lange Krankheitswelle mit Zwillingen

Als meine Zwillinge das erste Mal gleichzeitig erkrankten, verdunkelte sich meine Mama-Welt schlagartig. Bis dato hatte ich keine Ahnung, was für ein Chaos ausbrechen kann, wenn das passiert. Nichts schien mehr zu funktionieren, auch wenn ich versuchte unseren Haushalt halbwegs auf Vordermann zu bringen. Ich hatte einfach nicht genügend Hände, um auf der einen Seite die Wohnung zu putzen, und auf der anderen Seite meine Kinder in den Armen zu halten. Jeder für sich forderte seine Mama-Kuschelzeit ein und bei kranken Kindern kann das schnell einen ganzen Tag bedeuten. So war ich für Savannah und Silas Tag und Nacht zur Seite und tat mein Bestes.

Nicht jedoch für mich! Mein Körper lief auch Hochtouren, obwohl ich mich sehr schlechte ernährte, denn ich aß fast nur noch Süßigkeiten. Abends, als die Zwillinge schliefen, griff ich oftmals erschrocken zum Wasserglas, denn ich stellte fest, dass eine Tasse Kaffee am Morgen bis dato die einzig eingenommene Flüssigkeit war. Das war ganz und gar nicht vernünftig, aber ich funktionierte und nur das zählte für mich als Mama. Es gab also kein  SOS, der Ruf nach Hilfe. Dieser Gedanke kam mir gar nicht erst in den Sinn. Mein Mann war selbständig und meine Eltern eben nicht mehr die Jüngsten. Irgendwie kam ich schon alleine klar. Als Zwillingsmama hat man ohnehin eine unglaubliche Mama-Power! Das stand außer Frage. Selbst als die lange Krankheitswelle um die Weihnachtszeit herum nicht abebben wollte, stand ich als Zwillingsmama eisern in meiner Position und strotze dieser Welle nur so entgegen.

SOS – Als Mama darfst du einfach nicht krank werden

Doch das passierte!  Es fing an mit Halsschmerzen und Schüttelfrost. Wenige Tage später hatte ich die Mandelentzündung meines Lebens. Alles war vereitert und ich hatte überall Risse und Blasen im Mund- und Rachenraum und wahnsinnige Schmerzen. Silas hatte erst eine starke Herpangina und eine Woche später einen zusätzlichen Atemwegsinfekt, so dass ich mich sicherlich bei ihm angesteckt hatte. Der Gedanke, selbst zum Arzt zu gehen, kam mir zwar in den Sinn, aber dann hätte ich SOS rufen müssen, damit jemand auf Savannah und Silas aufpasst, und das wollte ich nicht. Heute kann ich sagen, dass ich wirklich schön blöd war. Die Mandelentzündung bekam ich tatsächlich in den Griff, indem ich täglich mehrmals mit Meersalz gurgelte, was gerade bei den offenen Stellen im Mund- und Rachenraum sehr schmerzhaft war, aber meine Mandeln in den Normalzustand zum Schrumpfen brachte. Kaum war das passiert, bekam ich Schüttelfrost. Nicht einmal am Tag, sondern ich hatte ca. drei bis vier starke Schübe am Tag und das Ganze fast eine Woche lang. An manchen Tagen war ich völlig lahm gelegt, da der Schüttelfrost mehr als zwei Stunden am Stück anhielt.

Es musste eine SOS her und mein Mann musste ein paar Kundentermine absagen, um bei den Kindern zu sein. Die waren natürlich immer noch krank. Es kam irgendwie ständig etwas hinzu und ich war einfach nur noch am Ende. So schleppte ich mich eines Morgens zum Hausarzt, der mir erst was auf pflanzlicher Basis verschreiben wollte. Der Witzbold! Hatte ich nicht gesagt, dass ich zwei kleine Kinder zu Hause habe, und funktionieren muss? Ich verlangte nach Antibiotika und tatsächlich nach drei Tagen wurde der Schüttelfrost allmählich weniger und mir ging es allmählich besser.

Als Mama hast du eine Arschkarte wenn…

An dieser Stelle tut es mir leid, wenn ich das jetzt so radikal sagen bzw. schreiben muss, aber mein Beitragsbild passt sooo gut zu diesem Post vom heutigen Tag. Es ist mir egal, wenn ich an dieser Stelle mit meiner Meinung ganz alleine da stehe. Vielleicht ist das aber doch nicht der Fall?

Wir Mamas leisten alle einen großartigen Job, aber nicht immer läuft unser Leben ganz nach Plan. Eben nicht nach dem Mama-Wunschkonzert.  Es gibt Momente in unserem Leben, wie eben diese.

Tagsüber können wir uns nicht erholen, da wir funktionieren müssen. Keiner macht unseren Haushalt macht, und all die anderen Dinge, die noch erledigt werden müssen. Nachts ist an ein Durchschlafen erst gar nicht zu denken. Immer wieder werden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen. Morgens im Spiegel fühlen wir uns um Jahre gealtert und irgendwie zwickt die Hose um die Beine herum. Wir bekommen es einfach nicht in den Griff uns in diesem Ausnahmezustand halbwegs vernünftig zu ernähren.

In diesem Ausnahmezustand befinde ich mich übrigens seit mittlerweile 7 Wochen. Ich könnte heulen!

Savannah und Silas waren bisher selten krank, aber momentan ist einfach der Wurm drin. Am liebsten würde ich diesen Wurm augenblicklich zermatschen. Bloß weiß ich nicht, wo er sich genau versteckt.

Dieser Blogpost ist meine aktuelle Arschkarte und *sorrynotsorry. Hier kann ich nichts in Watte packen oder schön reden. Das überlasse ich gerne anderen Mamis, aber vielleicht spricht dir dieser Post gerade aus der Seele?

Eben, weil er einfach authentisch ist und die Schattenseiten des Mamasein auf den Punkt bringt. Das Wetter ist zur Zeit nämlich auch so eine Sache.  Es macht mich total mürbe und mein Mama-Gemüt ist sehr angeknackst.

Dieser Beitrag wurde übrigens mit X Unterbrechungen fertiggestellt. Seitdem die Kinder krank sind schlafen sie zu Mittag weniger gut. Das ist einfach kein Normalzustand. Wann bitte zieht diese Krankheitswelle von dannen?

Derweil verteile ich weiterhin Arschkarten – ja sogar auf Instagram.

Was macht ihr Schönes?

Eure

 

Einmal tief durchatmen – Neustart 2019

Einmal tief durchatmen! Bitte, wann habe ich das zuletzt ganz bewusst gemacht?! Vor allen Dingen mit einem freien Kopf und ohne ein Kind rechts und links am Hosenbein?

Tatsächlich muss ich überlegen, denn die letzten vier Wochen waren für mich als Mama absolut Hardcore, denn wir waren alle krank. Ich meine so richtig krank und das über einen sehr langen Zeitraum. Dementsprechend fühle ich mich in den ersten Tagen des neuen Jahres leer, müde und kraftlos. Das Wetter drückt zusätzlich auf mein Gemüt. Bei uns im Ruhrgebiet regnet es seit Tagen. Selten scheint die Sonne oder es ist tatsächlich trocken. Savannah und Silas gehen noch nicht in den Kindergarten und manchmal fällt uns allen gewaltig die Decke auf den Kopf.

Es dauert zwar noch einige Wochen, aber der Frühling ist bereits jetzt “herzlich Willkommen” und dann heißt es einfach täglich raus an die frische Luft.

Einmal tief durchatmen – Neustart 2019

Das sollten wir Mamis allesamt. Einmal tief durchatmen und dabei den Ballast der auf der Seele liegt und die Anstrengungen der letzten Wochen oder gar Monate einfach mal tief ausatmen. Loslassen. Neue Energie tanken, in dem wir ganz bewusst einmal etwas für uns tun.

Seid ihr dabei?

Eure

 

 

 

Neustart 2019 – du bist herzlich Willkommen!

 

10 Dinge an denen du merkst, dass du Mama bist

10 Dinge an denen man merkt, dass man Mama ist?

Irgendwie ist die Überschrift etwas schräg oder? Es ist ja nicht so, als hätte man Alzheimer und würde nicht bemerken, dass auf einmal zwei Kinder da sind. Dennoch passt diese Überschrift zu diesem Post. Es geht hierbei vielmehr um Situationen und Gedanken aus meinem ganz persönlichen Mama-Alltag, die ich hier aufgreife. Sie bringen mich zum Schmunzeln und entlarven mich eindeutig mit meinem ganzen ICH als Mama. Es sind meine ganz persönlichen Top 10. Gerne verrate ich sie dir und könnte mir vorstellen, dass dir hierbei einiges bekannt vorkommt. Meine Zwillinge, Savannah und Silas, sind 14 Monate alt. Achtung...es geht los:

  1. In einer ruhigen Minuten schaue ich an mir herunter und entdecke zwei große Flecken an meiner Bluse. Ob sie sich entfernen lassen? Ich versuche es mal mit meinen Fingernägeln. Manchmal kann auch ein wenig Spucke hilfreich sein. Ich stelle beschämt fest, dass ich früher nie die Wohnung verlassen habe, ohne einen ordentlichen Blick auf mich inkl. meiner Kleidung zu werfen. Tatsächlich ist es mir schon öfters passiert, dass sich irgendwelche Essensreste der Kinder an meiner Kleidung befanden und ich einfach zur Türe raus bin. So wie heute, wo ich mal ohne die Beiden unterwegs bin. Ob die Kassiererin an der Kasse die Flecken entdeckt hat? Ich kenne die Frau zwar nicht, aber es ist mir dennoch unangenehm. Ich krame nach meinem Portemonnaie und halte dabei meine Handtasche gekonnt vor meinem Körper. So sieht man bestimmt nichts!
  2. Früher, das ist noch gar nicht so lange her, habe ich es geliebt ausgiebig shoppen zu gehen. Ausgiebig schließt gelassen und entspannt mit ein. Heute, Oma und Opa passen auf die Kinder auf, habe ich das Gefühl dass ich wie ein Flummi durch die Läden hüpfe. Das nervt mich selbst. Dabei habe ich doch eigentlich keinen Zeitdruck. Ich überlege dreimal, ob ich wirklich eine neue Hose brauche und ob ich diese tatsächlich in der Umkleide anprobieren sollte. Der Gedanke, die Hose an- und auszuziehen, stresst mich bereits. Ich hänge die Hose also wieder zurück und rede mir ein, dass ich genug Hosen im Schrank habe, die mir noch passen. “Oh”, ich ertappe mich dabei, dass ich mich auf einmal in der Kinderabteilung wiederfinde. Hier boomt mein Shoppingerlebnis vergangener Tage wieder. Mein Mama-Herz ist happy und meine Kinder um ein paar Klamotten reicher.
  3. Mehrmals am Tag flitze ich wie ferngesteuert durch die Wohnung. Ich räume das Spielzeug wieder geordnet an seinem Platz und muss bei dem Tempo wirklich aufpassen, dass ich nicht über eines stolpere. Ich ärgere mich, dass mein Mann den Joghurtbecher vom Vorabend nicht direkt in den Müll geworfen hat. Der wird was erleben! Ist ja nicht so, als wäre es zum ersten Mal passiert. Ich räume das benutzte Geschirr in die Spülmaschine. Auf den Weg dorthin bleiben die Brotkrümel auf den Boden natürlich nicht unbemerkt. Na gut! Gibt es irgendwo eine Statistik, in der steht, wie oft eine Hausfrau im Durchschnitt Staub saugt? Ein Wahnsinn….Mit meinem Akku-Staubsauger und Adleraugen flitze ich durch unsere Wohnung und entdecke unliebsame Essensreste auf dem Boden. Gekonnt entferne ich diese mit einem Feuchttuch. Super-praktisch sage ich dazu nur, gerade wenn es mal schnell gehen muss. Wie schön, dass wir keinen Teppichboden haben!
  4. Ohne meinen Morgenkaffee geht wirklich nichts.  Gibt es eigentlich eine Koffein-Creme für die Augen? Die sind manchmal so schwer. Gedanklich würde ich mir den Kaffee am liebsten über den Kopf schütten getreu dem Motto “Halloooo wach”. Savannah hält mir stolz einen Becher entgegen, ich nicke und nehme ihn in die Hand. Sie macht es sich vor mir gemütlich und hat noch fünf weitere Spielsachen gefunden, die sie mir nun nacheinander in die Hand reicht. Derweil  bemerke ich, wie Silas die Blumentöpfe von der Fensterbank werfen möchte und rufe ihm zu. Als ich mich wieder meinem Kaffee zuwende, verziehe ich das Gesicht. Der Kaffee ist inzwischen kalt. Am Timing müssen wir definitiv noch arbeiten!
  5. Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, dass in den Gesprächsthemen zwischen mir und meinem Mann immer wieder unsere Kinder eine große Rolle spielen. Dank unserer vernetzten Welt ist er immer auf dem Laufenden. So sende ich ihm die TopNews des aktuellen Tages mit Fotos unserer Kinder untermalt auf sein Smartphone. Es ist nicht so, dass wir sonst keine anderen Themen hätten…nein…ein solches Ehepaar sind wir nicht. Immer wieder hört man jedoch, dass sich Paare trennen, wenn die Kinder das Haus verlassen bzw. alt genug sind. Ein beängstigender Gedanke. Wie immer gilt auch hier, man muss pflegen und hegen, das was man hat und man behalten möchte.
  6. Immer öfter esse ich heimlich. Sobald meine Kinder mitbekommen, dass ich esse, fliegt ihr Spielzeug durch die Gegend und schon sind sie bei mir. Es wird noch längst nicht alles gegessen, aber gerne alles probiert. Derartige Momente prägen das Bild einer Raubtierfütterung. Am Ende liegen diverse Speisereste auf unseren Küchenboden verteilt und von meinen zwei Raubkatzen ist nichts mehr zu sehen. Na gut, ich fange mal wieder an zu putzen.
  7. Lieber gesegneter Mittagsschlaf wer hätte gedacht, dass du eines Tages so willkommen bist?! Zeit für meinen zweiten Kaffee, aber dieses Mal wirklich heiß. Ich glaube, in diesem Punkt sind wir Mamis und Papis uns alle einig oder? Der Mittagsschlaf ist einfach ganz großartig….aber wehe…die Kinder wollen nicht einschlafen…da geraten wir ordentlich ins Wanken oder? Also pssst…
  8. Mitten in der Nacht werde ich wach, weil ich zur Toilette muss und summe ein Kinderlied. Unglaublich, dieser Ohrwurm. Das ist mir schon am Tag passiert, obwohl ich allein in der Küche stand.
  9. Es bricht mir das Herz, wenn eines meiner Kinder krank ist. Ich achte sehr darauf, dass es ihnen gut geht. Ihnen nicht zu kalt oder zu warm ist. Meine Kinder stehen an erster Stelle und wenn sie weinen bin ich da um sie zu trösten. Diese Muttergefühle sind so intensiv und sie überraschen mich immer wieder. Ich bin dankbar Mama zu sein.
  10. Kürzlich schrieb mir doch eine Mama über Instagram, ob ich Interesse an Deko hätte. Sie würde mir einen Discount einräumen. Das fand ich echt witzig, zumal sie selber zwei kleine Kinder hat. Ich finde es ganz zauberhaft eine schöne dekorierte Wohnung zu haben und sie mit wohnlichen Accessoires aufzufrischen…wirklich. Doch bitte welche Mama findet es toll seinen Kindern ständig hinterherzurennen, da diese gerade im Begriff sind sämtliche Deko vom Couchtisch abzuräumen? Als Mama sorgst du dafür dass du eine kindersichere Bude hast, damit du auch mal ein paar Minuten beruhigt auf der Couch sitzen bleiben kannst. Man ist sowieso ständig in Bewegung und läuft auf Hochtouren.

Das waren meine persönlichen Top 10. Nun bin ich gespannt! Woran merkst du, dass du Mama bist? Was hat sich total verändert? Kommt dir einiges meiner aufgezählten Fakten bekannt vor?

Eure

 

Ein Tag vor Heiligabend – O du fröhliche

Es weihnachtet sehr – Gedanken zum Weihnachtsfest

Es ist ein Tag vor Heiligabend und der Baum ist geschmückt. Die Geschenke befinden sich zum Teil unterm Baum und der Rest muss noch hübsch verpackt werden. O du fröhliche? Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass bisher wenig Weihnachtsmusik bei uns lief, und dabei hatte ich mir das fest vorgenommen. Spätestens beim Schmücken unseres Weihnachtsbaums. Wir haben uns übrigens für einen Kunstbaum entschieden und damit es so richtig künstlich bleibt hat bei uns der Schnee seine Spuren auf den Tannenzweigen hinterlassen.

Savannah und Silas krabbeln zwar noch nicht, aber Silas orale Phase ist sehr ausgeprägt und oftmals erwische ich ihn dabei, dass er von der Krabbeldecke runter robbt und dann unseren Fußboden ablutscht. Ich sauge inzwischen fast täglich, aber ich wollte mich nicht zusätzlich damit stressen in der Weihnachtszeit penibel darauf achten zu müssen, dass sich nicht doch mal eine Tannennadel an meiner Socke festbeisst und sich dann in der Nähe der Kinder wieder löst.Hinzu kommt, dass der Weihnachtsbaum bei uns an der Heizung steht und dieses Jahr, das erste Mal zu Viert, möchte ich einfach lange Freude an unseren Weihnachtsbaum haben. Ich finde unseren Weihnachtsbaum dieses Jahr besonders schön mit seinen Christbaumkugeln aus Kunststoff, die so wunderschön durch das Licht der Lichterkette funkeln, und so voll zur Geltung kommen.

In ein paar Jahren wird es sicherlich auch wieder einen echten Weihnachtsbaum geben, nämlich dann wenn Savannah und Silas bewusst das Weihnachtsfest erleben, und dann suchen wir gemeinsam den Weihnachtsbaum aus. Das Christkind wird traditionell den Weihnachtsbaum schmücken und ich bin mir noch unsicher, ob es auch die Weihnachtsgeschenke unterm Baum legt oder ob dies der Job des Weihnachtsmanns ist. Ich denke jedoch, dass das Christkind hierbei dem Weihnachtsmann helfen wird.

Unser erstes Weihnachten mit Kindern ist bereits jetzt besonders

Ich selbst habe wunderschöne Kindheitserinnerungen an die Weihnachtszeit und möchte das auch meine Kinder Weihnachten besonders erleben. Weniger kommerziell, sondern mehr besinnlich und dankbar für das zu sein, was man im Leben hat.

Und genau das bin ich an dieser Stelle. Ich bin unendlich dankbar für unsere beiden Kinder, für meinen uns liebenden Ehemann, für unser schönes zu Hause, den prall gefüllten Kühlschrank, für unsere Eltern, die immer für uns da sind, dass wir einen Job haben, der es uns auch finanziell erlaubt kleine Sprünge zu leisten, wie z. B. in den Urlaub zu fliegen, für Freunde, die uns in der Vergangenheit auch an dunklen Tagen begleiteten, und hierbei findet die Aufzählung noch kein Ende. An dieser Stelle wird mir wieder einmal bewusst, dass ich vom Glück geküsst worden bin, während viele Menschen nicht einmal ein Dach unterm Kopf haben oder etwas zu essen.

Ich wünsche allen ein friedvolles, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest.

Eure

Haarausfall nach der Schwangerschaft
Dieser Beitrag enthält Werbung

Mir war zum Heulen zumute

Ich habe von Natur aus lockiges, jedoch dünnes Haar. Naturlocken wirken oft spröde – zumindest meine, aber in der Schwangerschaft waren meine Haare einfach nur toll. Man könnte sagen…so lebendig. Sie wirkten voll und vital – ich hatte eine richtige Lockenpracht und tat nichts dafür.

Etwa vier Monate nachdem ich meine Zwillinge zur Welt gebracht hatte, bemerkte ich einen massiven Haarausfall und zwar büschelweise. Ich brauchte mir nur mit der Hand durch das Haar zu gehen und hielt eine ganze Haarlandschaft in Händen. Mein persönlicher Alptraum! Die Haare waren überall. An meinen Klamotten, im Waschbecken, auf den Fußboden im Bad und an meiner Haarbürste. An meinem Haargummi verknoteten sich die ausgefallenen Haare regelrecht und selbst in den zu Fäusten geballten Händen meiner Kinder sah ich Haare kleben. Mir war zum Heulen zumute. Ich betrachtete mich jeden Tag prüfend im Spiegel und obwohl ich bis heute noch keine lichten Stellen habe, so sehe ich einfach, dass die Haare weniger geworden sind. Mein zusammengebundenes Haar hat einfach an Volumen verloren. Zudem wirken meine Haare auf mich kraftlos und langweilig.  Jeder Versuch etwas Gescheites mit ihnen anzustellen scheitert, und so trage ich sie meistens zusammengebunden.

Verantwortlich für den Haarausfall nach der Schwangerschaft sind natürlich die Hormone. Während der Schwangerschaft hat man einen regelrechten Östrogenschub, der u. a. dafür sorgt, dass die Haare länger in der Wachstumsphase bleiben. Nach der Schwangerschaft fällt der Östrogenspiegel wieder ab und die Haare fallen aus.

Ich war in den ersten Tagen so entsetzt, dass ich Ausschau nach Gleichgesinnten suchte, um den Haarausfall als natürlich einzustufen. Tatsächlich hatte ich ihn erst nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung gebracht, aber die Mädels aus meinem Rückbildungskurs stießen ohne zu überlegen in meinen Jammerpost mit ein. Der Haarausfall schien also allgegenwärtig zu sein.

Durch eine andere Mutti bekam ich den Tipp zu einem homöopathischen Arzneimittel namens Aufbaumittel N nach Stadelmann. Sie hatte den Tipp von ihrer Hebamme und ich nahm in als solchen dankbar an und bestellte das Pülverchen bei der Bahnhof Apotheke in Kempten. Das Pulver selbst schmeckt ein wenig süsslich und löst sich ohne zu verklumpen direkt im Mund auf.

Mein persönliches Empfinden ist, dass mein Haarausfall nicht mehr so massiv ist. Ich kann mir mit den Händen durch das Haar greifen ohne jedes Mal einen Haarbüschel in Händen zu halten. Es ist also in jedem Falle besser geworden. Müsste ich meinen Haarausfall benoten, um ihn so messbar zu machen, so hätte ich mir vorher die Note 5 gegeben und heute die Note 3.

Jetzt übe ich mich in Geduld und genieße gerade die Mützenzeit 🙂 und hoffe dass ich im Frühjahr jede Mütze freiwillig in den Schrank verbannen werde.

Was macht euer Haarausfall nach der Schwangerschaft und was hat euch wirklich geholfen?

Eure

 

 

 

Ps: Die hier gezeigten Fotos zeigen euch meinen Haarausfall – ich musste ihn einfach fotografieren. Schrecklich oder?

 

 

 

 

Nur noch fünf Minuten

Nein, es waren nicht meine fünf Minuten, aber ich hätte mich gefreut, wenn sie es gewesen wären.

Habt Ihr auch so einen Mann zu Hause dessen Wecker mehrmals klingelt bis er aufsteht? Ich habe so einen, wobei ich ihn ein klein wenig in Schutz nehmen muss. Er hat sich gebessert seitdem die Kinder da sind. Rufe ich ihn jetzt, dass er aufstehen muss, höre ich immer seltener von ihm nur noch fünf Minuten” und muss mitansehen, wie er sich wieder genussvoll zur Seite dreht.

Manchmal steht er sogar direkt auf…Lob Ende.

Heute war es aber mal so, dass ich mal fünf Minuten länger im Bett gebraucht hätte, und das kommt wirklich selten vor. Ich hatte einfach eine sehr bescheidene Nacht – eigentlich erinnere ich mich nicht wirklich daran überhaupt geschlafen zu haben. Die Kinder waren eigentlich recht ruhig in der Nacht, doch seitdem ich Mama bin, schlafe ich selten mehrere Stunden durch. Mein Körper ist noch auf Alarmbereitschaft eingestellt, falls ein Kind wach wird, um gefüttert zu werden. Dieses Mal war es einfach so, dass ich wahnsinnige Rückenschmerzen hatte, so dass keine Liegeposition angenehm war. Ich war total gerädert, aber so etwas von. Als die Kleine dann um 06:30 Uhr gefüttert werden wollte, weckte ich meinen Mann.

Es ergab sich folgendes Szenario. Ich hopste schnell ins Bad, da ich auf die Toilette musste. Auf den Weg dorthin nahm ich einen kurzen Stopp in der Küche und bereitete schnell die Flasche vor , damit die Kleine sich erst gar nicht einschreit, und dann womöglich noch ihren Bruder weckt. Im Bad hörte ich die Kleine dann weinen…dann unseren Sohn. Die Laute kamen aus dem Schlafzimmer und ich fragte mich “Das kann doch jetzt nicht sein oder? Was macht er bitte so lange? Hat er vergessen aufzustehen oder was ist hier los?” Das hätte mich wirklich nicht gewundert! Als ich dann zurück in unser Wohnzimmer kam, watschelte mir mein Mann mit der Kleinen aus dem Schlafzimmer entgegen. Mein Kommentar zu dieser Aktion war dann nur: “Tja, dann bleibe ich jetzt direkt mal wach!

*Seufz* und dabei haben die Kinder heute endlich mal lange geschlafen…es hätte meine Nacht werden können und meine 5 MINUTEN…aber Pustekuchen….DAS war mein ganz persönlicher Alltagswahnsinn am heutigen Montag-Morgen…Wie sah euer Morgen aus und bitte sagt mir, dass ihr das kennt von euren Männern oder sind diese etwa hoppi-galoppi – sprich von der schnellen Sorte?

Eure

Mein Babybauch in Bildern

An dieser Stelle möchte ich euch ein paar Babybauchbilder zeigen

Ich hatte zum Glück keinerlei Probleme mit Schwangerschaftsstreifen und vergaß auch total oft meinen Bauch einzucremen. Das Geld für Schwangerschaftskleidung konnte ich mir ebenso sparen. Zwar nahm ich im Verlauf der Schwangerschaft insgesamt um die 17 kg zu, aber ich war durchtrainiert. Dadurch war mein Gewebe  sehr straff und ich ging insgesamt nicht so auseinander. Vielleicht hatte ich einfach auch nur Glück. Wer weiß! Natürlich bin ich froh, dass ich ganz ohne Schwangerschaftsstreifen ausgekommen bin. Dafür hatte ich eine Linea nigra. Dieser dunkle Streifen zog sich vom Schambein bis zum Bauchnabel und war lange Zeit sichtbar.

In der Zeit meiner Schwangerschaft machte ich kaum Sport. Durch leichte Blutungen in meiner Frühschwangerschaft hatte ich seitens meiner Frauenärztin ein Sportverbot aufs Auge gedrückt bekommen. Als meine Schwangerschaft dann endlich stabil war, durfte ich wieder zum Sport. Leider ging es mir oftmals nicht so gut, so dass ich gar keine Lust hatte zum Sport zu gehen. Als ich dann später unter Rückenschmerzen litt ging ich wenige Male ins Schwimmbad.

Seid ihr gerade schwanger und ihr fühlt euch topfit? Dann macht bitte Sport. Yoga ist z. B. super. Sport schadet eurem ungeborenen Kind nicht – im Gegenteil es freut sich über ein mehr an Sauerstoff und auch euch wird es gut tun.

Eure

 

 

 

Das Schwarz-Weiß Foto sowie das Babybauchfoto mit dem Sport-Top zeigen mich ca. 3 Wochen vor dem Entbindungstermin. Mein Bauchumfang lag am Ende bei ca. 110 cm geschätzt. Am 01.05. nahm ich das letzte Mal Maß, da war er noch 101 cm. Mein Entbindungstermin war der 03.06.2017.