Kinderturnen mit Zwillingen – Ein absolutes Ja

Meine eigene Kindheit verbrachte ich zum größten Teil draußen und das bei Wind und Wetter. Während die anderen Kinder einen Kindergarten besuchten und sich dort körperlich verausgabten, nutzte ich die Möglichkeiten, die sich mir ringsherum boten. Da war z. B. der Birnbaum auf unserem Hof oder die angrenzende Mauer. Auf Beiden konnte man wunderbar klettern. Überhaupt war “das Klettern” – MEIN Element. Meine Mutter beobachtete das Spektakel oft vom Balkon aus, denn Angst kannte ich nicht. Sobald ich anfing auf einem Baum zu klettern, wollte ich immer höher. Ich fragte mich oftmals: “Komme ich bis ganz nach oben?”

Die an unserer Wohnung angrenzenden Grummer Teiche waren für mich der perfekte Ort. Hier gab es z. B. kleine Bachläufe, über die ich als Kind sprang. Ziel war es trocken und natürlich sehr weit auf der anderen Seite des Bachlaufs zu landen, was am Anfang paar Mal in die Hose ging, aber ich danach perfekt beherrschte. Unsere Urlaube in Griechenland waren für mich als Kind das reinste Abenteuer. Hier konnte ich von Stein zu Stein am Meer in die Höhe klettern. Sobald ich eine Höhe erreichte, in der ich mir zutraute ins Wasser zu springen, dann tat ich es auch. Später in der Schule gehörte ich zu den Besten im Sportunterricht, ebenso bei den Bundesjugendspielen.

Der Begriff Couch-Potato ist auch heute für mich ein Beinahe-Fremdwort. Als Mama dürfte das auf die meisten von uns zutreffen.

Kinderturnen mit Zwillingen – Warum, Weshalb, Wieso?

Als meine Zwillinge Savannah und Silas in unserer Wohnung anfingen auf diverse Möbelstücken zu klettern, war mir klar, dass ich ihren stillen Ruf „nach mehr Bewegung“ fördern möchte. So setzte ich mich an meinem Rechner und fragte Dr. Google nach passenden Kursangeboten in unserer Umgebung. Zunächst kam mir gar nicht in den Sinn meinen Blickwinkel nach einem Turnverein zu richten. Erst eine befreundete Mama brachte mich auf diese doch so naheliegende Idee. Nach einer kurzen Internetrecherche wurde ich schnell fündig. Zwei Vereine kamen für uns als Familie in Frage, wobei mein Mama-Bauchgefühl von Anfang an stark zu einem Turnverein in Bochum tendierte. Die hatten einfach eine sehr informative Website und auch sonst wusste mein Bauch scheinbar was gut ist.

Übrigens: Falls du gerade überlegst, dein Kind beim Kinderturnen in einem Verein anzumelden, dann teste den in Frage kommenden Kurs einfach unverbindlich. Der Verein wird dir das auch anbieten.

Das gute Bauchgefühl beim Kinderturnen

Ohne ein gutes Bauchgefühl geht einfach gar nichts. Seitdem ich Mama bin spielt mein Bauchgefühl rund um die Erziehung meiner Kinder eine sehr große Rolle. Relativ schnell gibt mir mein Bauch ein gutes Gefühl oder Unbehagen breitet sich in meinem Bauch aus. Das erinnert fast ein wenig an Bauchweh. Bei vielen Entscheidungen achte ich also darauf, ob ich ein gutes Gefühl im Bauch habe.

Als Eltern von Zwillingen waren mein Mann und ich uns sofort einig, dass Kinderturnen von Anfang an eine Eins-zu-Eins Betreuung ist. Nie wäre ich daher auf die Idee gekommen, mit unseren Zwillingen alleine zum Kinderturnen zu gehen.

Die zwei Vereine, die für uns als Familie in Frage kamen, testeten wir zunächst völlig unverbindlich. Dabei legten wir auf die nachfolgenden Punkte großen Wert:

  • Fühlen sich unsere Kinder wohl und haben sie Spaß?
  • Besteht der Kurs aus überwiegend gleichaltrigen Kindern?
  • Ist die Turnhalle hell und freundlich und sind die Umkleideräume sauber und angenehm temperiert?
  • Wie ist der Trainer gegenüber unseren Kindern? Haben die Beiden einen “Draht zum Trainer” und motiviert und stärkt er unsere Zwillinge dabei, ein bestimmtes Hindernis zu überqueren?
  • Wirkt der Kurs halbwegs organisiert? Gibt es einen festen Ablauf und ausreichend Turnmöglichkeiten für die Kleinen?
  • Sind ausreichend Parkmöglichkeiten in der Nähe?
  • Was sagt der Bauch? Mein Bauch, ihr wisst schon!

Wir waren wirklich happy, als wir in einem Bochumer Turnverein den für uns als Familie RICHTIGEN VEREIN fanden. Wir als Eltern fühlten uns hier wohl und unsere Zwillinge Savannah und Silas ebenso. Sie rannten durch die Turnhalle und hatten so einen Spaß. Die ganze Atmosphäre war einfach angenehm herzlich und uns gefiel der Ablauf.

Unser Kinderturnen im Verein – Struktur und Ablauf

Seit einigen Monaten geht es für uns einmal die Woche zum Kinderturnen. Genau genommen zum Krabbelturnen, so ist die Kursbezeichnung. Dieser Kurs richtet sich an Kinder im Alter von 10 Monaten bis ca. 2,5 Jahren. Zunächst heißt es “Ankommen”.

Wir Kursteilnehmer, die Kleinen und die Großen, sitzen gemeinsam mit der Trainerin in einem Kreis. Es gibt eine Vorstellungsrunde, in der die Kinder mit Namen begrüsst werden und eine bestimmte Handlung vornehmen, z. B. zu winken oder zu hüpfen. Wir winken dem anderen Kind dann zurück oder unsere Kinder hüpfen dann auf der Stelle mit. Sobald die Vorstellungsrunde beendet ist verteilt die Trainerin z. B. Bälle an die Kinder, damit diese beschäftigt sind, während die verschiedenen Hindernisse von uns als Eltern aufgebaut werden. Dazu werden an uns kleine Kärtchen verteilt, auf der das aufzubauende Hindernis aufgemalt ist. Dann darf nach Herzenslust geturnt werden und beim Abbau packen alle gemeinsam an. Kurz vor Ende des Kurses sitzen wir wieder alle gemeinsam mit unseren Kindern im Kreis und es wird noch ein wenig gesungen, und sich zu den verschiedenen Kinderliedern bewegt.

Das ist unser Kinderturnen in Struktur und Ablauf. Gerne zeige ich euch auch ein paar Bilder, denn bevor es für uns als Familie zum Kinderturnen ging, hatte ich überhaupt keine visuelle Vorstellung.

Das Bild unten links zeigt meinen Mann bei der Befestigung einer Hängeschaukel, auf der dann unsere Zwillinge später schaukelten.

So sehen u. a. Hindernisse bei uns im Krabbelturnen aus.

Noch mehr Hindernisse und damit noch ein paar Eindrücke, was Kinder und Eltern beim Kinderturnen erwartet.

Kinderturnen mit Zwillingen – Eine Eins-zu-Eins Betreuung

Als Zwillingsmama bin ich in der glücklichen Lage, dass mein Mann als Selbständiger seine Arbeitszeiten etwas flexibler gestalten kann, so dass ich nie ohne ihn zum Kinderturnen gehe. Das wäre für mich auch einfach unvorstellbar, denn Savannah und Silas benötigen mit ihren 21 Monaten noch den Halt und die Sicherheit einer Bezugsperson. Beim Kinderturnen wird dies z. B. deutlich beim Laufen über die verschiedenen Hindernisse. Hier greifen die beiden nach unseren Händen und brauchen unsere Hilfe, um sich so sicher einen Schritt nach dem nächsten zum nahenden Ziel zu bewegen. Immer wieder kommt es auch vor, dass wir unseren Kindern gut zureden, und sie so ermutigen.

Anhand dieser Fotos wird klar, was man genau unter einer Eins-zu-Eins Betreuung versteht. Savannah traute sich erst nicht über die in der Luft schwebenden Bank zu laufen. Alles war so wackelig. Mein Mann gab ihr halt und Sicherheit. Ermutigte sie einen Schritt nach dem nächsten über die Bank zu laufen, was sie am Ende auch erfolgreich tat. Wie man zum Schluss sieht, hatte die kleine Maus damit ein Erfolgserlebnis, und strahlte über das ganze Gesicht.

Wir turnen mit unseren Kindern. Zeigen ihnen so, wie sie am besten ein Hindernis überqueren können, und haben so gemeinsam Spass. Bei dieser Art von Betreuung spricht man von einer Eins-zu-Eins Betreuung. Wie ich oben schon schrieb, wäre es für mich als Zwillingsmama absolut undenkbar, meine Zwillinge beim Kinderturnen allein zu betreuen.

  • Wie sollte das Ganze dann bitte aussehen?
  • Höchstwahrscheinlich wäre ich die ganze Stunde total gestresst und unter Anspannung!
  • Was hätten meine Kinder von dieser Kursstunde?

Als Mama möchte ich mir nicht den Vorwurf machen, dass es eines Tages meine Schuld sein könnte, wenn sich eines meiner Kinder unnötigerweise beim Kinderturnen verletzt hat und weh tut. Hier werfe ich einfach mal das Wort Verletzung der Aufsichtspflicht in den Raum. Das hört sich ganz schön hart an, das weiß ich. Streng genommen drehe ich jedoch bewusst meinen Rücken zu einem meiner Kinder zu, um im selben Moment dem anderen Kind beim Turnen behilflich zu sein.

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass man einfach beide Kinder bei sich halten und aufpassen muss, aber gelingt mir das wirklich eine ganze Stunde? Mittlerweile sind die Beiden so flink und wendig, und werfen sich gerne auch mal auf den Boden, wenn sie ihren Kopf nicht durchsetzen können. Selbst hier müsste ich das eine Kind erst wieder beruhigen oder womöglich einfangen, weil es sich höchstwahrscheinlich aus meinen Armen befreit hat. Ganz ehrlich?

Der Alltag mit Zwillingen ist niemals wirklich stressfrei und leicht. Möchte ich diesen Stress als Zwillingsmama auch beim Kinderturnen? Ein ganz klares NEIN. 

Ein weiterer wichtiger Punkt liegt mir als Zwillingsmama sehr am Herzen. Meine Zwillinge sollen vom Kinderturnen gleichermaßen profitieren wie Einzelkinder. Das geht einfach nur mit zwei Bezugspersonen. Hinzu kommt, dass Savannah und Silas so beim Kinderturnen die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Elternteils erfahren. Sie genießen das total und auch wir als ihre Eltern tun dies im besonderen Maße. Dabei sind wir so unglaublich stolz auf unsere Kinder, wie toll sie sich entwickelt haben. Das unter dem Aspekt, dass sie ehemalige Frühgeborene sind. Es sind so aufgeweckte und fröhliche Kinder, deren Bewegungsdrang man einfach nur fördern kann.

Warum mein Kind vom Kinderturnen profitiert

Irgendwo im Internet las ich folgenden Satz “Wer sich im Kindesalter viel bewegen durfte, profitiert davon auch noch als Erwachsener”.

Augenblicklich denke ich an meine eigene Kindheit zurück. Als Kind hatte ich die Möglichkeit mich viel in der freien Natur zu bewegen. Ganz anders sieht es heutzutage bei vielen Stadtkindern aus.

Daher stellt sich die Frage, warum speziell das Kinderturnen oder Turnen generell für unsere Kinder so wichtig ist. Folgende Punkte und Gedanken greife ich hier auf:

  • Gleichgewichtssinn und Reaktionsvermögen werden trainiert, ebenso die Koordinationsfähigkeit
  • Motorische Fähigkeiten werden weiter ausgebaut
  • Selbst- und Körperbewusstsein werden gefördert
  • Körperliche, geistige und gesundheitliche Entwicklung werden trainiert und gefördert
  • Kreativität und Einfallsreichtum in der Lösungsfindung werden gefördert (Stichwort: Hindernis)
  • Kontakt zu gleichaltrigen Kindern, somit Förderung der sozialen Kompetenz
  • Prävention von Bewegungsarmut, Muskelaufbau
  • Kinderturnen macht Spaß, das Kind tobt sich aus und ist entspannt und ausgeglichen

Kinderturnen mit Zwillingen – Ein absolutes Ja

Für uns als Familie ist das Kinderturnen zu einem wöchentlichen Highlight geworden. Savannah und Silas bereitet das Kinderturnen so eine große Freude und als Eltern haben wir auch das Gefühl, dass sie tatsächlich vom Kinderturnen profitieren. In den eigenen vier Wänden klettern sie mittlerweile sehr sicher und schnell auf unsere Möbel. Man kann sagen, seitdem unsere Kinder beim Kinderturnen sind, können sie evtl. Gefahren besser einschätzen und Stürzen oder Fallen nur noch selten.

Hier daher ein absolutes Ja zum Kinderturnen.

Hat dir der Beitrag gefallen? Vielleicht hat dich dieser Artikel ja sogar überzeugt, dich einfach mal unverbindlich mit deinem Kind oder auch mit deinen Zwillingen bei einer Schnupperstunde Kinderturnen im Verein anzumelden.

Happy Baby – Dank der richtigen Babypflege

Darf ich vorstellen, dass ist Happy Baby Savannah. Auf dem Foto ist sie ca. acht Monate alt und ich hatte sie nach dem Baden schön in Handtücher gewickelt, damit ihr nicht zu kalt wird. Beim Anblick dieses Fotos strahlt mein Mama-Herz. Für uns Mamis kann es doch einfach nichts Schöneres geben, als sein Kind glücklich zu sehen oder? In solchen Momenten fühle ich mich angekommen und in meiner Mama-Rolle bestätigt. Wir Eltern sind es eben, die erheblich dazu beitragen, dass unsere Kinder glücklich und zufrieden sind.

Dazu gehört auch die richtige Baby-Pflege. Gerne teile ich mit euch meine Erfahrungen und habe vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Mama-Tipp.

Happy Baby – Dank der richtigen Babypflege

Womit reinige ich Babys Po am besten?

In meinem Geburtsvorbereitungskurs sagte die Hebamme ganz klar, dass wir den Baby Po unserer Kinder mit einem feuchten Wachlappen reinigen sollten. Feuchttücher können allergische Reaktionen im Windelbereich auf die Duft- und Pflegestoffe hervorrufen. Das nahm ich mir zu Herzen und reinigte den Baby Popo meiner Zwillinge in den ersten Wochen ausschließlich mit einem feuchten Waschlappen. Ich benutzte sogar abgekochtes Wasser, was ich für die Babyflaschen meiner Kinder eh immer parat hatte. Das tat ich so lange bis Savannah eines Tages wund wurde. So beschloß ich Feuchttücher zu kaufen. Sicherlich auch aus Bequemlichkeit, denn die ersten Wochen waren für mich als Mama schon eine große Herausforderung, denn immerhin musste ich  erst lernen zwei Kindern gleichzeitig gerecht zu werden. Hinzu kam, dass ich meine Kinder sehr oft wickelte. Sage und schreibe bis zu 16 Windeln am Tag verbrauchte ich. Heute sind es gerade mal acht Windeln. Mein persönliches Fazit ist:  Feuchttücher sind ein Allrounder, nicht nur bei der Babypflege (dazu schreibe ich noch). Sie sind einfach praktisch und ermöglichen es mir den Windelbereich meiner Kinder schnell und auch gründlich zu reinigen und ich habe sie überall dabei. Meine Kinder vertragen glücklicherweise auch Feuchttücher, so dass ich sie bedenkenlos benutzen kann.

Die richtige Pflege bei einem wunden Baby Po

Selbst wenn wir uns als Eltern die größte Mühe geben, dass unser Kind eben nicht wund wird, es passiert. Reizende Stoffe im Urin oder Stuhl, hervorgerufen durch bestimmte Nahrungsmittel, können einen wunden Baby Popo verursachen. Viele Kinder neigen auch zum Wundsein im Windelbereich, wenn sie zahnen. Zu diesen Kindern gehört z. B. auch Savannah. Für mich ist die richtige Pflege im Windelbereich das A & O. Bei einer Stuhlwindel schaue ich mir den Windelbereich meiner Kinder ganz genau an. Ist auch wirklich alles sauber? War der Stuhl meiner Kinder besonders weich oder dünnflüssig reinige ich den Po und den Intimbereich meiner Kinder immer noch mal mit klarem Wasser und einer milden Waschlotion. Das ist mir wichtig.  Meine absoluter Favorit bei den Babypflegeprodukten ist von der Marke Weleda die Calendula Babycreme. Diese Creme benutze ich gerne auch einfach mal so als zusätzliche Pflege im Windelbereich. Spätestens aber wenn ich eine leichte Rötung im Windelbereich meiner Kinder feststellte, trage ich die Calendula Babycreme auf und lege auch immer noch ein Stück Heilwolle dazu. Darauf schwöre ich, denn bereits am Folgetag sieht der Windelbereich wieder total normal aus, spätestens jedoch am zweiten Tag. Das Ergebnis ist bis zum heutigen Tag, dass meine Kinder bisher kein einziges Mal geweint haben vor Schmerzen, weil ihr Baby Popo ganz wund war.

Mit oder ohne Badezusatz das Kind baden?

Da Savannah dazu neigt, gerne das Badewasser zu trinken, verzichte ich auf einen Badezusatz. Das heißt, Savannah und Silas planschen in ihrer Badewanne frei von Badezusätzen. Sobald meine beiden Wasserraten eingeseift werden landet das Babyshampoo natürlich ins Badewasser. An dieser Stelle möchte Savannah dann meistens jedoch raus aus der Badewanne und nur Silas möchte noch in der Badewanne bleiben. Als Shampoo und Dusche nutze ich hier übrigens die Marke Hipp Sensitive.

Braucht mein Baby eine Gesichtscreme?

In aller Regel nein. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Die kenne ich selbst zu gut. Savannah neigt z. B. in den Wintermonaten durch die trockene Heizungsluft zu leichten Rötungen im Gesicht oder auch zur trockenen Haut. Gute Erfahrungen habe ich hier mit Eubos Haut Ruhe gemacht.

Mein Baby hat trockene Haut, was hilft?

Savannah und Silas hatten als Baby ziemlich trockene Haut, vor allen Dingen an den Beinen. Diese trockenen Stellen verschwinden tatsächlich eines Tages von ganz alleine. Wer auf der Suche nach einer wirklich guten Creme ist, dem sei hier die Linola Fettcreme, die es auch als Ölbad gibt, empfohlen. Seinerzeit hat sie mir der Kinderarzt auf Rezept ausgestellt, so dass ich weder für die Creme noch für das Ölbad etwas bezahlen musste. Vielleicht an dieser Stelle ein nützlicher Tipp!

Mein Baby hat Kopfgneis, was kann ich tun?

Savannah und Silas hatten als Baby auch Kopfgneis (nicht zu verwechseln mit Milchschorf). Auf ihrer Kopfhaut, im Bereich der Haare, sah man immer wieder kleine schuppenartige Bereiche. Von der Farbe her wirkten sie weiß-gelb und fielen mir in den ersten Wochen gar nicht so auf, da die Haare meiner Kinder relativ hell waren. Meine Mutter war es, die mich dann mehrfach auf den, sie sagte dazu Milchschorf, ansprach. Irgendwann war ich dann ziemlich genervt, was dazu führte, dass mich der Kopfgneis meiner Kinder dann doch störte und ich immer wieder auf ihren Kopf schauen musste. Der Kinderarzt verschrieb mir dann ein Privatrezept für Loyon, welches bei schuppigen Hauterkrankungen angewandt wird. Loyon kann ich wirklich nur empfehlen. Die Behandlung war relativ einfach und der Kopfgneis ließ sich ganz einfach aus den Haaren meiner Kinder herauskämen. In aller Regel muss man aber gar nichts tun, denn der Kopfgneis soll von ganz alleine verschwinden.

Zeigt her eure Hände, zeigt her eure Füße

In den ersten Wochen schneidet man für gewöhnlich noch nicht die Finger- oder auch Fußnägel des Babys, da diese noch sehr weich sind. Dann jedoch sollte man regelmäßig die Finger- und auch Fußnägel schneiden, und sie nicht zu lang werden lassen. So verletzt sich das Baby nicht. Hierfür gibt es spezielle Baby-Nagelscheren, die rund sind. Es ist wirklich erstaunlich wie schnell gerade die Fingernägel wachsen. Habt ihr auch das Gefühl, dass die Fingernägel eurer Kinder viel schneller wachsen, als eure eigenen? Jede Woche schneide ich die Fingernägel meiner Zwillinge und vermindere so das Verletzungsrisiko, dass sie sich untereinander versehentlich beim Spielen kratzen.

Ein Wattestäbchen zum Reinigen der Ohren?

Auf eigenes Risiko! Tatsächlich könntest du durch die Nutzung eines Wattestäbchen das sehr sensible Trommelfell deines Kindes verletzen, und schiebst damit das Ohrenschmalz weiter ins Ohr. Am besten reinigst du die Ohrmuschel deines Kindes mit einem leicht angefeuchteten Wattepad. Alternativ kannst du auch Babywattestäbchen benutzen, die dicker als normale Wattestäbchen sind. Achte bitte auch auf den Bereich hinter den Ohren. In der kleinen Falte sammeln sich gerne auch mal Milchreste.

Wie reinige ich am besten die Nase meines Babys, z. B. bei Schnupfen

Bei zu viel Nasensekret oder einer verstopften Nase habe ich immer Kochsalzlösung benutzt. Mit den Pumpball-Nasensaugern kam ich persönlich gar nicht klar.  Jetzt im Kleinkindalter bin ich allerdings ein totaler Fan von den elektrischen Nasensaugern, wie z. B. der von Olaf. Mit ihm ist es mir möglich vor allen Dingen den festsitzenden zähen Rotz meiner Kinder einzusaugen, bevor ich dann Nasenspray benutze. Ich bilde mir ein, dass es mir so gelingt, dass meine Kinder schneller wieder eine freie Nase haben.

Wie sieht es eigentlich aus mit Babys Zähnchen?

Bis der erste Zahn sichtbar wird kann es eine ganze Weile dauern, es kann aber auch schnell gehen. Silas hatte schon mit vier Monaten die ersten Zähne. Allerdings sah ich das Thema Zähneputzen bis dato noch ganz entspannt. Ab und an reinigte ich die Zähne mit einer Art Fingerling. Heute ist das natürlich ganz anders. Savannah und Silas putzen ihre Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste und haben hierbei immer sehr viel Spaß beim Zähne putzen. Als Alternative zur Zahnpasta nutzen wir als Zahnputz-Anfänger noch ein  Kinder-Zahngel. Hier kommt wieder Weleda ins Spiel.

Das sind meine zehn Tipps in Sachen Babypflege. Vielleicht ist ja auch für dich ein nützlicher Tipp dabei? Falls ja, dann würde ich mich freuen, wenn du mir einfach unter diesem Post ein Feedback da lässt. Wir dürfen auch gerne unterschiedlicher Meinung sein, auch das darfst du gerne hier posten. Ebenso hinterlasse mir doch ein Feedback, wenn auch du einen sinnvollen Beitrag in Sachen Baby- oder Kleinkindpflege hast.

Schau dich auch mal bei baby-walz um, denn hier erhälst du weitere tolle Tipps rund um dein Kind.

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SOS – Eine große und lange Krankheitswelle mit Zwillingen

Es ist für mich das größte Glück eine Zwillingsmama zu sein. Für mich sind Zwillinge einfach besondere Kinder. Ich genieße es sehr meinen Kindern beim gemeinsamen Spielen zuzusehen. Immer wieder bin ich gerührt, wenn das unsichtbare Band, welches auch meine Zwillingskinder miteinander verbindet, für mich als Mama sichtbar wird.

Diese und weitere schöne Momente aus meinem Mama-Alltag lassen mich immer wieder auch die stressigen Phasen vergessen, die die Erziehung zwei gleichaltriger Kinder mit sich bringen. Diese Phasen kennen wir Mamas doch alle oder? Überhaupt ist das Wort PHASE das Wort schlechthin in unserem Mama-Wörterschatz, wie ich persönlich finde.

Dabei frage ich mich, wie oft sich unsere Kinder in den ersten Jahren in irgendeiner Phase befinden?! Das Kind zahnt, befindet sich im Wachstum oder hat irgendeinen Entwicklungsschub, und selbstverständlich kennen wir inzwischen sein trotziges Verhalten nur zu gut. Als Savannah und Silas den ersten richtigen Schub hatten, und das zeitgleich wie es oft bei Zwillingen der Fall ist, war ich nervlich ziemlich am Ende. In dieser Phase konnte ich meinen Kindern einfach nichts recht machen und die Nächte waren das reinste Desaster. Ich lernte die Schattenseiten der Mama-Welt kennen und versuchte mich mit mehr Koffein am Tag halbwegs munter zu halten. Dabei stellte sich eine Art Routine ein und die wiederkehrenden Phasen meiner Kinder wurden fast schon zur Normalität in meiner Mama-Welt. Schließlich durchlief auch ich als Mama diverse Phasen und war nicht immer gut gelaunt.

Meine Mama-Welt stand völlig auf den Kopf

Als jedoch das erste Mal eines meiner Kinder erkrankte, stellte sich meine Mama-Welt völlig auf den Kopf. Darauf war ich einfach nicht vorbereitet! Niemand hatte mir gesagt, wie du dich als Mama von einem kranken Kind fühlst. Immer wieder sprachen die Mütter um mich herum von den Phasen ihrer Kinder, und ja…auch mal, dass das Kind krank sei, aber NIEMAND sprach über seine Gefühle. Niemand sagte zu mir, welches lähmendes und betäubendes Gefühl von einem Besitz nimmt, wenn man seinem kranken Kind dabei zusehen muss, wie es leidet. Wie hilflos man sich als Mama fühlt.

Um mein Mama-Herz hatte sich ein großer dunkler Schatten gelegt und ich war so unglaublich traurig. Meine Gedanken drehten sich um mein Kind. Es musste ihm einfach besser gehen. So versuchte ich Silas ein Lächeln in sein Gesicht zu zaubern, denn ich bildete mir ein, dass mein kleiner Schatz dann sicherlich wieder auf den Weg der Besserung sei. Das gelang mir jedoch nicht und ich versuchte das inzwischen große Wirrwarr  in meinem Kopf zu ordnen. Dabei sagte ich mir, es ist nur Fieber, Husten und Schnupfen. Also im Grunde genommen nichts Dramatisches, und es würde ihm sicherlich ganz bald wieder besser gehen. Dennoch war ich ziemlich niedergeschlagen und fühlte eine große Leere in mir.

Warum bloß ging es ihm so schlecht???  Das konnte ich nicht akzeptieren und ignorierte die Tatsache, dass auch ich mich bei einer starken Erkältung oder auch Grippe ziemlich mies fühlte. Die Folge war, dass ich meinem Kind mit Essen und Trinken hinterher lief. Würde er einen großen Bissen zu sich nehmen und ausreichend trinken, dann wäre alles halb so schlimm, und sei als ein gutes Zeichen zu deuten.

Tja nur es läuft nicht immer alles nach dem Mama-Wunschkonzert und unsere Kinder werden auf Knopfdruck wieder gesund und munter.

SOS – Eine große und lange Krankheitswelle mit Zwillingen

Als meine Zwillinge das erste Mal gleichzeitig erkrankten, verdunkelte sich meine Mama-Welt schlagartig. Bis dato hatte ich keine Ahnung, was für ein Chaos ausbrechen kann, wenn das passiert. Nichts schien mehr zu funktionieren, auch wenn ich versuchte unseren Haushalt halbwegs auf Vordermann zu bringen. Ich hatte einfach nicht genügend Hände, um auf der einen Seite die Wohnung zu putzen, und auf der anderen Seite meine Kinder in den Armen zu halten. Jeder für sich forderte seine Mama-Kuschelzeit ein und bei kranken Kindern kann das schnell einen ganzen Tag bedeuten. So war ich für Savannah und Silas Tag und Nacht zur Seite und tat mein Bestes.

Nicht jedoch für mich! Mein Körper lief auch Hochtouren, obwohl ich mich sehr schlechte ernährte, denn ich aß fast nur noch Süßigkeiten. Abends, als die Zwillinge schliefen, griff ich oftmals erschrocken zum Wasserglas, denn ich stellte fest, dass eine Tasse Kaffee am Morgen bis dato die einzig eingenommene Flüssigkeit war. Das war ganz und gar nicht vernünftig, aber ich funktionierte und nur das zählte für mich als Mama. Es gab also kein  SOS, der Ruf nach Hilfe. Dieser Gedanke kam mir gar nicht erst in den Sinn. Mein Mann war selbständig und meine Eltern eben nicht mehr die Jüngsten. Irgendwie kam ich schon alleine klar. Als Zwillingsmama hat man ohnehin eine unglaubliche Mama-Power! Das stand außer Frage. Selbst als die lange Krankheitswelle um die Weihnachtszeit herum nicht abebben wollte, stand ich als Zwillingsmama eisern in meiner Position und strotze dieser Welle nur so entgegen.

SOS – Als Mama darfst du einfach nicht krank werden

Doch das passierte!  Es fing an mit Halsschmerzen und Schüttelfrost. Wenige Tage später hatte ich die Mandelentzündung meines Lebens. Alles war vereitert und ich hatte überall Risse und Blasen im Mund- und Rachenraum und wahnsinnige Schmerzen. Silas hatte erst eine starke Herpangina und eine Woche später einen zusätzlichen Atemwegsinfekt, so dass ich mich sicherlich bei ihm angesteckt hatte. Der Gedanke, selbst zum Arzt zu gehen, kam mir zwar in den Sinn, aber dann hätte ich SOS rufen müssen, damit jemand auf Savannah und Silas aufpasst, und das wollte ich nicht. Heute kann ich sagen, dass ich wirklich schön blöd war. Die Mandelentzündung bekam ich tatsächlich in den Griff, indem ich täglich mehrmals mit Meersalz gurgelte, was gerade bei den offenen Stellen im Mund- und Rachenraum sehr schmerzhaft war, aber meine Mandeln in den Normalzustand zum Schrumpfen brachte. Kaum war das passiert, bekam ich Schüttelfrost. Nicht einmal am Tag, sondern ich hatte ca. drei bis vier starke Schübe am Tag und das Ganze fast eine Woche lang. An manchen Tagen war ich völlig lahm gelegt, da der Schüttelfrost mehr als zwei Stunden am Stück anhielt.

Es musste eine SOS her und mein Mann musste ein paar Kundentermine absagen, um bei den Kindern zu sein. Die waren natürlich immer noch krank. Es kam irgendwie ständig etwas hinzu und ich war einfach nur noch am Ende. So schleppte ich mich eines Morgens zum Hausarzt, der mir erst was auf pflanzlicher Basis verschreiben wollte. Der Witzbold! Hatte ich nicht gesagt, dass ich zwei kleine Kinder zu Hause habe, und funktionieren muss? Ich verlangte nach Antibiotika und tatsächlich nach drei Tagen wurde der Schüttelfrost allmählich weniger und mir ging es allmählich besser.

Als Mama hast du eine Arschkarte wenn…

An dieser Stelle tut es mir leid, wenn ich das jetzt so radikal sagen bzw. schreiben muss, aber mein Beitragsbild passt sooo gut zu diesem Post vom heutigen Tag. Es ist mir egal, wenn ich an dieser Stelle mit meiner Meinung ganz alleine da stehe. Vielleicht ist das aber doch nicht der Fall?

Wir Mamas leisten alle einen großartigen Job, aber nicht immer läuft unser Leben ganz nach Plan. Eben nicht nach dem Mama-Wunschkonzert.  Es gibt Momente in unserem Leben, wie eben diese.

Tagsüber können wir uns nicht erholen, da wir funktionieren müssen. Keiner macht unseren Haushalt macht, und all die anderen Dinge, die noch erledigt werden müssen. Nachts ist an ein Durchschlafen erst gar nicht zu denken. Immer wieder werden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen. Morgens im Spiegel fühlen wir uns um Jahre gealtert und irgendwie zwickt die Hose um die Beine herum. Wir bekommen es einfach nicht in den Griff uns in diesem Ausnahmezustand halbwegs vernünftig zu ernähren.

In diesem Ausnahmezustand befinde ich mich übrigens seit mittlerweile 7 Wochen. Ich könnte heulen!

Savannah und Silas waren bisher selten krank, aber momentan ist einfach der Wurm drin. Am liebsten würde ich diesen Wurm augenblicklich zermatschen. Bloß weiß ich nicht, wo er sich genau versteckt.

Dieser Blogpost ist meine aktuelle Arschkarte und *sorrynotsorry. Hier kann ich nichts in Watte packen oder schön reden. Das überlasse ich gerne anderen Mamis, aber vielleicht spricht dir dieser Post gerade aus der Seele?

Eben, weil er einfach authentisch ist und die Schattenseiten des Mamasein auf den Punkt bringt. Das Wetter ist zur Zeit nämlich auch so eine Sache.  Es macht mich total mürbe und mein Mama-Gemüt ist sehr angeknackst.

Dieser Beitrag wurde übrigens mit X Unterbrechungen fertiggestellt. Seitdem die Kinder krank sind schlafen sie zu Mittag weniger gut. Das ist einfach kein Normalzustand. Wann bitte zieht diese Krankheitswelle von dannen?

Derweil verteile ich weiterhin Arschkarten – ja sogar auf Instagram.

Was macht ihr Schönes?

 

Flaschenfrei die Zweite – Mama weg mit den Babyflaschen

Mama weg mit den Babyflaschen oder schauen wir etwa aus wie ein Baby?

Seufz… Schon lange sind meine Zwillinge Savannah und Silas keine Babys mehr. Tatsächlich ist das Tragen einer Windel noch das Einzige, was sie mit einem Baby gemeinsam haben. Lange Zeit waren meine Kinder Flaschenkinder und das vertraute Trinken aus ihren Babyflaschen ließ sie für mich als Mama immer noch ein Stück Baby sein. Ausschließlich in meinen Armen eingekuschelt tranken sie ihre Milch aus ihren Babyflaschen und wirkten dabei auf mich zart und zerbrechlich. Inzwischen waren sie so groß geworden und aßen schon lange Zeit vom Familientisch. In diesen Momenten blendete ich diese Tatsache jedoch aus. Ich hielt meine Babys in den Armen und ließ dabei gedanklich die Zeit Revue passieren.

Als Savannah dann mit 15 Monaten von heut auf Morgen regelrecht ihre Flasche verweigerte war es als würde mich ein Riesen-Gong aus meiner Mama-Traum-Welt reißen.

Mama! Ich bin kein Baby mehr!

Ihre gesetzten Signale waren unmißverständlich. Savannah konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht laufen, aber sie krabbelte vor mir, besser gesagt der Babyflasche, davon. Sie weinte und schüttelte dabei energisch den Kopf. Die Signale waren mehr als unmißverständlich, aber ich wollte sie erst nicht wahrhaben. Erst als ich dann doch kapitulierte und meiner Tochter ein Butterbrot in die Hand drückte, und sie mich dabei glücklich anstrahlte, erkannte auch ich was sie mir eigentlich durch ihr Verhalten sagen wollte. Auf den Punkt gebracht nämlich: Mama! Ich bin kein Baby mehr!

Flaschenfrei die Zweite

Bei Silas gab es kein Riesen-Gong, der mich aus meiner Mama-Traum–Welt zog. Er trank von Tag zu Tag einfach weniger Milch aus seiner Flasche und ich musste viel wegschütten. So reduzierte ich immer mehr die Trinkmengen morgens und abends. Als ich immer noch Milch wegschütten musste, ließ ich die abendliche Milch einfach weg, und schaute wie Silas darauf reagierte. Es war ihm einfach egal und satt und zufrieden schlief er die Nächte weiterhin durch. Eines Morgens lief er nach dem Aufstehen direkt zu unseren Hochstühlen und  zog einen Stuhl zu sich heran. So setzte ich Silas in seinen Hochstuhl und ohne lange überlegen zu müssen, gab ich ihm ein Butterbrot in die Hand, und er aß es. Das war im November letzten Jahres mit 17 Monaten.

Juhu endlich flaschenfrei

Einige Tage später sorgte ich für viel Platz in einen der Küchenschränke. Unglaublich, wie viel Platz allein nur Babyflaschen einnehmen können. Ohne zu zögern sortierte ich all diese Fläschchen aus und damit auch die letzten Spuren Pre-Milch,

Seitdem beobachte ich meine Zwillinge jeden Morgen beim Frühstücken und sehe schon lange keine Babys mehr. Ich sehe glückliche und zufriedene Kleinkinder, die mittlerweile schon 19 Monate alt sind.

 

 

Weihnachten mit Kindern – da darf der Baum nicht fehlen

Der 2. Weihnachtstag – Mama’s Resümee

Weihnachten mit Kindern ist einfach nur schön. Man erlebt die Weihnachtstage viel bewusster. Immer wieder gab es Momente an diesen Weihnachtstagen, an denen ich mich an meine eigene Kindheit zurückerinnern musste. Ich erinnere mich, dass für mich das Warten aufs Christkind und damit auf die Geschenke eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Die Zeiger der Uhr wollten sich einfach kaum vorwärts bewegen. Wann endlich erklang das Kling Glöckchen klingelingeling aus der verschlossenen Wohnzimmertüre? Wann endlich hat das Christkind die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum gelegt?

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Der darf einfach nicht fehlen!

Ein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Der Weihnachtsbaum gehört definitiv zum Weihnachtsfest, wenn man Kinder hat. Erst dann wird es so richtig weihnachtlich in der guten Stube und das Glänzen in den Kinderaugen, wenn sie zum ersten Mal den geschmückten Baum sehen, ist einfach nur schön. Wir haben unseren Weihnachtsbaum am Abend vor Heiligabend aufgestellt. Einen künstlichen Weihnachtsbaum, wie schon im letzten Jahr. Sobald meine beiden Weihnachtswichtel etwas größer sind, und damit Weihnachten noch bewusster erleben, werden wir als Familie gemeinsam einen echten Weihnachtsbaum aussuchen. So ist zumindest der Plan.

Als Savannah und Silas den leuchtenden Weihnachtsbaum am Heiligabend direkt als erstes nach dem Aufstehen entdeckten, blieben sie auf einmal ganz erstaunt stehen. Ein paar Sekunden später zeigten sie mit ihren Zeigefinger Richtung Baum und ich erklärte ihnen, dass es unser Weihnachtsbaum sei. Erst ein paar Stunden später, nachdem der Baum immer wieder von Beiden aus sicherer Reichweite begutachtet wurde, kamen sie näher. Sie berührten ganz zaghaft die Weihnachtskugeln und die Lichter am Baum und pünktlich zur Bescherung am Abend, wurden sie mutiger, und es purzelte tatsächlich die ein oder andere Weihnachtskugel vom Baum herunter. Puh...ehrlich gesagt hatte ich die Befürchtung, dass unser Weihnachtsbaum noch umkippen würde, denn Savannah und Silas sind zwei sehr lebendige und neugierige Kinder, aber ich bin doch erstaunt, wie artig und brav die Beiden doch sind.

Meine Kinder, die schon so groß geworden sind. Wo ist bloß die Zeit geblieben? Letztes Jahr an Weihnachten waren sie noch Babys und schenkten dem Weihnachtsbaum keinerlei Beachtung. Dieses Jahr ist Weihnachten ganz anders. Ja, es weihnachtet. Dabei muss ich lächeln, denn nächstes Jahr Weihnachten werden Savannah und Silas diese besonderen Tage im Jahr noch bewusster erleben und somit wahrnehmen. Ich lächle, da ich mich bereits jetzt auf all diese besonderen Weihnachtstage mit meinen Kindern freue, obwohl gerade erst Weihnachten ist.

Weihnachten mit Kindern – einfach nur schön

Weihnachten mit Kindern ist einfach unbeschreiblich schön. Man wird selbst wieder zum Kind und taucht dabei ein in alte Kindheitserinnerungen. Tatsächlich, so geht es mir zumindest, bin ich an den Weihnachtstagen auch achtsamer und dankbarer. Erfreue mich mit meinen Kindern an vielen kleinen Dingen, die vorher weniger Wertschätzung erfahren durften. Geht es euch auch so?

In diesem Sinne wünsche ich allen noch ein wunderbaren 2. Weihnachtsfeiertag. Savannah ist nämlich gerade aus dem Mittagsschlaf erwacht und wir genießen jetzt weiter unsere gemeinsame Zeit als Familie – weit weg vom Trubel, der Hetze vom Alltag, ganz besinnlich auf unsere Art und Weise.

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

 

Flaschenfrei – wenn dein Kind seine Babyflasche verweigert

“Mama, ich bin doch kein Baby mehr!”

Wäre Savannah nicht erst 15 Monate alt und könnte sie sprechen, so wäre ich mir zu 100 % sicher, sie würde diesen Satz zu mir sagen. Mit 15 Monaten weiß die kleine Maus nämlich genau was sie möchte und was nicht.

Als sie jedoch vor 19 Tagen morgens ihr Fläschchen verweigerte war ich mir dennoch sehr unsicher. Bis zu diesem Zeitpunkt bekamen meine Zwillinge morgens ihre Pre-Milch und abends vorm Einschlafen. Was war da los? Auf meiner Stirn hatte sich ein großes Fragezeichen einen Platz verschafft und schon kamen die ersten Fragen, die ich systematisch abarbeitete.

“Zahnt sie vielleicht?” Ich überlegte. Eigentlich nicht. Vorne hatte sie bereits alle Schneidezähne, da kann gar nichts weh tun. Hinzu kam, dass sie gar nicht erst die Flasche in den Mund nahm.

“Hat sie vielleicht Schluckbeschwerden? Ist sie krank?” Ich überlegte abermals. Puh….

“Vielleicht hat sie einfach noch keinen Hunger?” Das wäre mir neu…

So stand ich da mit der fertig angerührten Milchflasche und grübelte. Na gut, dann bekommt Silas erst eimal seine Milch. Das ist wirklich ein Vorteil als Zwillingsmama kann ich euch sagen. Wenn man das Trink- oder Essverhalten seiner Zwillinge gut kennt, so gibt es wenig Reste. Als Silas jedoch seine Milchflasche leer getrunken hatte, stand ich immer noch vor dem gleichen Problem. Savannah wollte einfach nicht trinken. So trug ihr einen Zahnungsgel auf und versuchte es erneut. Sie zahnte definitiv nicht. Ihre Flasche wollte sie immer noch nicht. Vielleicht ja doch Schluckbeschwerden….Für den Hals- bzw. Rachen hatte ich auch ein tolles Gel zur leichten Anwendung, was aber auch nichts brachte.

In der Zwischenzeit wurde sie verständlicherweise ziemlich garstig. Ich kapitulierte, setze sie in ihren Hochstuhl, und gab ihr ein ein Butterbrot in die Hand, welches ich in der Zwischenzeit vorbereitet hatte.

Tja…und was soll ich sagen? Sie biß voller Freude und dabei genüsslich in ihr Brot. Dabei strahlte sie wie ein Honigkuchenpferd und hörte nicht auf zu essen.

“Mama, ich bin doch kein Baby mehr!” Nein, das ist sie wirklich nicht mehr *lach*.

Dennoch versuchte ich in den darauffolgenden Tagen immer wieder ihr die Milchflasche anzubieten. Nicht aus Gewohnheit oder weil es einfacher ist, sein Kind so satt zu bekommen, sondern weil ich dachte, es sei nur eine Phase. Wie oft haben unsere Kinder Phasen etc., in denen sie halt anders sind als gewohnt?! Hinzu kam, dass sie tatsächlich wenige Wochen zuvor auch mal ihr Fläschchen verweigert hatte, jedoch nur für ca. 3 Tage.

Dieses Mal war ihr Verhalten jedoch total anti. Sie ergriff sofort die Flucht, als sie mich mit der Milchflasche näher kommen sah. Das brachte mich jedes Mal zum Lachen. Das Verhalten war wirklich sehr anti gegenüber ihrer Milchflasche, die dann natürlich Silas bekam.

Heute sind wir also bereits 19 Tage flaschenfrei. Es war am Anfang wirklich ungewohnt, denn ich überlegte, wie ich sie am besten satt bekomme. Was bekommt sie stattdessen zum Frühstück und was zum Abendbrot? Zum Glück ist sie eine sehr gute Esserin, isst scheinbar alles, und dadurch macht sie es mir sehr einfach. Zum Frühstück bekommt sie mal ein Butterbrot, mal einen Joghurt oder Müsli mit frischem Obst. Mittlerweile kann sie auch richtig toll aus einem Strohhalmbecher trinken, so dass ich mir auch keine Sorgen machen muss, dass sie nicht genügend trinkt.

Silas braucht noch seine Pre-Milch morgens und abends. Er ist total verschmust und kuschelt gerne. Daher denke ich, dass er noch einige Zeit länger sein Fläschchen braucht. So eine Milchflasche hat halt was Vertrautes und Geborgenes bei Flaschenkindern. Meine persönliche Meinung ist, dass Babys oder Kleinkinder die oft die Nähe und Wärme von Mama oder Papa suchen länger an ihrer Milchflasche festhalten.

Was denkt ihr? Wie sind hier eure Erfahrungen?

Text und Fotografie © Nadja Moutevelidis

Der erste Geburtstag

Am 03.06. feierten Savannah und Silas ihren allerersten Geburtstag. Na ja feiern ist übertrieben, aber ihr wißt ja, wie ich das meine. Mit einem Jahr sind die Beiden natürlich noch viel zu klein, um überhaupt verstanden zu haben, dass sie am 03.06. vor einem Jahr geboren sind. Für Savannah und Silas war es ein Tag wie jeder andere. Dank der Geburtstagsdeko jedoch bunter. Süßer durch einen Geburtstags-Muffin. Lustiger, dank einem Animationsteam bestehend aus Mama, Papa, Oma und Opa.

Der erste Geburtstag – Unsere Zwillinge sind nun 1 Jahr alt

Wir haben den Geburtstag von Savannah und Silas mega-klein gefeiert. Ein wenig Schamesröte steigt mir dabei ins Gesicht, denn je näher der Geburtstag der Beiden rückte, um so mehr wurde ich mit Mega-Geburtstags-Party-Fotos anderer Mamis überhäuft. Nicht absichtlich natürlich, aber ich brauchte z. B. nur Facebook oder Instagram öffnen und “peng”… da waren sie. Die Mamis die den Geburtstag ihrer Babys Upload für Upload online zelebrierten. Auf diesen Geburtstagsfotos platzte die Geburtstags-Party regelrecht aus allen Nähten. Unglaublich, wie groß, schrill und bunt zum Teil der erste Baby-Geburtstag gefeiert wurde. Manchmal überkam mich der Gedanke, dass ich mich inmitten eines Konkurrenzkampfes unter Mamis befand, so nach dem Motto “schaut her, unsere Geburtstags-Torte ist viel größer, schaut her…, schaut her…”. Oh nein…ich bin bzw. war nicht neidisch.

Ich habe mich bewusst gegen eine größere Geburtstags-Party entschieden und wenn ich hier von Schamesröte schreibe, dann nur deshalb, weil ich schon ab und an dachte, ob ich den Geburtstag unserer Zwillinge hätte größer und bunter feiern sollen. Als Mama wünscht man sich für seine Kinder eben nur das Beste – einen wunderschönen Geburtstag miteingeschlossen. Den hatten Savannah und Silas allerdings und er verlief total entspannt und stressfrei trotz gepackter Reisekoffer. Während andere Mamis den Geburtstag ihrer Kleinen bereits Wochen vorher planten und eifrig an der Geburtstagsdeko bastelten, war unser zweiter Familienurlaub bereits gebucht. Ich entschied mich bewusst gegen eine große Geburtstagsparty und bewusst Wochen zuvor für einen Familienurlaub direkt im Anschluss an den Geburtstag meiner Kinder.

Ich wollte nicht DIE Geburtstagsparty

So wie viele andere Mamis sie zum 1. Geburtstag ihres Kindes zelebrieren. Für meine Kinder wird es diese Geburtstagsparty noch geben.

Nein, ich wollte einen für uns als Familie perfekten Tag und dieser Tag sollte nicht am 03.06. abrupt im Alltag verstummen, sondern noch weitere Tage nachklingen.

So besonders war für mich der erste Geburtstag meiner Kinder, dass er gleich aus einer Schleife mehrerer wundervoller Mama-Papa-Savannah-Silas-Tage-Momente – aus gemeinsamer Zeit – bestehen sollte. Natürlich gab es auch die obligatorischen Geburtstags-Geschenke für Savannah und Silas, aber das größte Geschenk, welches wir unseren Kindern geben können ist einfach Zeit für sie zu haben.

Denkt ihr nicht auch?

 

Es ist hier gerade ganz leise und ich höre mein Mama-Herz laut schlagen. Der Beat passt zu meinen Gedanken, die mir gerade durch den Kopf gehen, und die sich an Savannah und Silas richten.

Zeit ist immer auch Lebenszeit, und während die Liebe zu euch bis über den Tod hinausgeht, so ist die gemeinsame Zeit, in der ich euch als Mama begleiten darf, zeitlich begrenzt. Daher kann es und wird es für mich nichts Schöneres, Kostbareres und Wertvolleres als die Zeit selbst geben, die ich mit euch verbringen darf.
Jede Sekunde, jede Minute, Stunde, Wochen, Monate und hoffentlich viele viele gemeinsame Jahre. In unendlicher Liebe und Dankbarkeit, Mama