Meine Zwillingsschwangerschaft – Ein kurzer Einblick

Meine Zwillingsschwangerschaft – Ein kurzer Einblick

Kennt ihr das? Manchmal ist das Leben für eine Überraschung gut…

Aus unserem Badezimmer kann man schön ins Grüne sehen. Hier gibt es einen kleinen Feldweg. Ich kann euch nicht sagen warum, aber in zahllosen Momenten sah ich in Gedanken zwei tapsige Kinder diesen kleinen Weg entlanglaufen. Es waren zweifelsohne meine Kinder.

Als ich dann wenige Tage später nach dem positiven Schwangerschaftstest erfuhr, dass ich schwanger mit Zwillingen bin, kehrte der Gedanke zurück. Da war er wieder – der Feldweg und meine beiden Kinder.

Ich berührte meinen Babybauch und zugleich war ich besorgt. Tagelang hatte ich leichte Blutungen, und befürchtete natürlich, dass ich einen Zwilling verlieren könnte oder noch schlimmer beide. Da hatte ich mir jahrelang gewünscht Mama zu sein, und dann waren da auf einmal diese Ängste. Es wurde nicht leichter für mich, als  ich z. B. Sätze wie “du bist auch nicht mehr die Jüngste und zählst ja als Risikoschwangerschaft” hörte. Das war sicherlich nicht böse gemeint, das weiß ich, aber dennoch hätte man sich eine derartige Aussage sparen können. Ebenso, dass man mehrmals betonen musste, dass es sich bei den ersten drei Monaten um die kritische Phase einer Schwangerschaft handele, und sich hier eben die Schwangerschaft festigt oder auch nicht. Das weiß jede werdende Mutter nur zu gut – das sagt uns auch Dr. Google!

Meine Zwillingsschwangerschaft – Ein kurzer Einblick

Die ersten drei Monate spielten meine Hormone mit mir zick-zack. Sie hatten mich völlig in ihren Händen. Jetzt war ich schwanger und oft zu Tode betrübt. Das machte mir sehr zu schaffen. Mir war oft zum Heulen zumute. So hatte ich mir meine Schwangerschaft nicht vorgestellt. Ich hatte immer geglaubt, man würde auf rosa Wolken hin und her schweben und grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Mein Körper jedoch war wie fremdgesteuert. Er gehörte mir einfach nicht mehr! So litt ich unter Appetitlosigkeit, ekelte mich vor vielen Lebensmitteln, fror einfach ständig, hatte Schüttelfrost.

Natürlich war mir auch schlecht, und das beinahe jeden Tag! Ständig hatte ich das Gefühl, als müsse ich mich übergeben, und wünschte es mir auch. Es war meine Art zu hoffen, dass dieses miese Gefühl so endlich verschwinden würde. Tatsächlich übergab ich mich nur wenige Male und es wurde dadurch einfach nicht besser. Zusätzlich litt ich unter massiven Schlafstörungen und hatte sehr oft mensartige Schmerzen. Die Schmerzen waren oft so stark, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es nur daran lag, dass sich die Mutterbänder dehnten. Es war jedoch tatsächlich so. Mein Spiegelbild war fürchterlich. Ich sah aus, als hätte man mir jede Lebensenergie aus dem Körper gesogen und so fühlte ich mich auch.

Meine Schwangerschaft hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Eher leichtfüssig würde ich sagen.

Es ist was dran – Endlich ging es mir besser

Nach drei Monaten ging es mir tatsächlich schlagartig besser! Der Appetit kam zurück und ich nahm auch immer mehr an Gewicht zu. Essensgelüste hatte ich nur phasenweise. Bei mir stand Eis ganz hoch auf dem Programm und Heißhunger hatte ich sehr oft in den Morgenstunden. So gegen 02:00 oder 03:00 Uhr in der Früh. Zu dieser Zeit spürte ich immer einen aktiven Zwilling. es war Savannah, und mein Magen knurrte ganz schrecklich. Der vierte und fünfte Monat war endlich leichtfüssiger. Als mein Babybauch wuchs, und ich mehr wog, litt ich unter starken Rückenschmerzen. Weiterhin hatte ich böse Wassereinlagerungen, die ich zunächst gar nicht bemerkte. Eines Tages wollte ich mir eine Sandale anziehen und wunderte mich, dass sie mir nicht mehr passte. Im Verlauf meiner Schwangerschaft passte mir irgendwann gar kein Schuh mehr. Ich fühlte mich wie eine schwimmende Boje. Das Wasser breitete sich überall in meinem Körper aus. War in den Beinen, den Armen, den Händen und in den Füßen. Meine Beine wurden immer dicker und ich watschelte eigentlich nur noch durch die Gegend und fühlte mich hierbei ganz schrecklich. Weiterhin litt ich unter starken Schwindel und hatte sehr oft Nasenbluten.

Rückblickend betrachtet beneide ich tatsächlich die Mamis unter uns, deren Schwangerschaft wie im Bilderbuch verlief bzw. die sich so fühlten.  Meine Zwillingsschwangerschaft war doch sehr geprägt von allerlei Schwangerschaftsbeschwerden. Meine Frauenärztin hingegen war immer voller Begeisterung. Die beiden Babys in meinem Bauch entwickelten sich immer ganz großartig und ich hatte immer top Werte – Ausnahme der Eisenwert.

Natürlich war ich die stolzeste und glücklichste werdende Mama auf Erden und bin es noch heute.  

Wie war deine Schwangerschaft? Hattest du viele Schwangerschaftsbeschwerden oder hattest du eine Bilderbuch-Schwangerschaft?

Eure

 

 

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