Corona-Schnelltests – Wohin mit dem Müll?

Corona-Schnelltests – Wohin mit dem Müll?

Hey, heute möchte ich mal ein ernstes Thema ansprechen.

In unserem Dortmunder Kindergarten findet einmal die Woche ein PCR-Pooltest statt. Vorher sogar zweimal die Woche, aber jetzt gibt es dafür nicht mehr genügend Kapazitäten. Das weitere Testkonzept sieht eine zusätzliche Testung mittels Corona-Schnelltest vor. Zweimal die Woche und  für uns Kita-Eltern natürlich freiwillig!

Heute war mal wieder Testtag bei den Zwillingen vor Kita-Antritt. Noch vor dem Zähneputzen und völlig routiniert wie Vollprofis war der Ablauf. Kennt ihr oder? Muss ich nichts zu schreiben oder erklären! Doch eine Sache bereitet mir wirklich Bauchweh. Es ist nicht die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme. Das Testergebnis ist ohnehin nicht als 100 % sicher zu werten und spiegelt nur eine Momentaufnahme wieder. Bauchweh bereitet mir der ganze Müll der hier entsteht.

Corona-Schnelltests – Wohin mit dem Müll?!

Wir reden immer vom Umweltschutz und das man weniger Papier- und Plastikmüll produzieren möchte, aber was ist das bitte??? Siehe mein Beitragsfoto. So viel Papier- und Plastikmüll entsteht zuhauf. Nicht nur in unserem Haushalt, sondern millionenfach. Wenn ich dann noch an die weitere Umweltverschmutzung durch alte Masken denke, bin ich schon fassungslos.

Auf der Website Spektrum.de stieß ich bei meiner Recherche auf einen interessanten Bericht. Ich darf zitieren:

Bereits mehr als 25 000 Tonnen des Corona-Mülls seien so in die Weltmeere gelangt. Dies stelle ein lang anhaltendes Problem für die Meeresumwelt dar. Innerhalb von drei bis vier Jahren werde ein großer Anteil dieses Mülls entweder an Strände gespült oder auf den Meeresgrund sinken.

Gehen wir so mit unserer Umwelt um? Muss das alles sein?

Kommen wir zurück zu den Corona-Schnelltests. All dieser Plastikmüll entsteht für ein kleines Stück Papier. Ernsthaft?! Dem sogenannten Teststreifen. Ich bin kein Experte, aber ich frage mich ob es nicht möglich ist, diesen kleinen Streifen direkt in die Flüssigkeit zu halten? Bei den Ovulationstests funktioniert das Ganze ja auch.

Da ist er. Der Teststreifen vom Corona Schnelltest. Um ihn herum viel Müll.

Ja, ich weiß! Es handelt sich hier um ein Milliardengeschäft. Daher muss so viel Plastik womöglich sein. Sieht nach mehr aus und mehr Materialien rechtfertigen einen höheren Preis. Die Hersteller der Schnelltests verdienen sich so eine goldene Nase und die Pharmaunternehmen gleich mit. Kindergärten und Schulen beziehen schließlich die Tests in großer Menge.

Die Corona Schnelltests sind für uns Kita-Eltern natürlich kostenlos. Allerdings nur auf den ersten Blick! Millionen von Euro an Steuergeldern kommen hier für die Tests zusammen.

Machen wir uns nichts vor!

Am Ende der Corona Pandemie werden wir noch viele Jahre mit den Schattenseiten der Corona-Pandemie zu kämpfen haben und uns vermutlich fragen, ob wir das ein oder andere nicht hätten besser oder anders machen können.

Eure

 

 

2 Kommentare

  1. 12. Februar 2022 / 13:04

    Hallo Nadja,
    vielen, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich finde es großartig, dass Du dieses Problem so deutlich ansprichst!
    Ich denke da genau wie Du: Mir wird jedesmal ganz elend, wenn ich mit den Tests hantiere oder eine neue Maske aus ihren Verpackungen befreie.
    Bei meiner Arbeit begegne ich vielen Menschen. Ich halte Schutzmaßnahmen für sinnvoll und richtig. Aber es sieht inzwischen doch (mal wieder) so aus, als ob die Großverdiener in der Industrie aus einem Problem für alle eine Gewinnsteigerung für wenige machen … Und das – auch wieder mal – zu lasten der Umwelt (und damit schließlich auch für uns).
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass statt Einwegmasken auch waschbare, wiederverwendbare möglich wären. Vielleicht nicht alle Formen, die es anfangs bei den selbstgenähten gab. Aber selbst wenn es „offiziell hergestellte“ wären: Den Müllberg würde es deutlich reduzieren.
    Genau wie du es für die Tests beschreibst: Es würde bestimmt anders gehen.
    Es ist so frustrierend. Man versucht so vieles wie möglich für die Umwelt richtig zu machen – und dann gibt es Verordnungen, die einem zum „Müllproduzieren“ zwingen …
    Danke für Deinen Beitrag. So fühlt man sich weniger alleine.
    Swantje

    • 14. Februar 2022 / 10:13

      Liebe Swantje, ich freue mich, dass Dir mein Beitrag gefällt und das auch ich – mit meiner Ansicht – nicht alleine bin. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute. Liebe Grüße

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