Meine 10 Einschlaftipps für Baby und Kleinkinder

Meine 10 Einschlaftipps für Baby und Kleinkinder  In diesem Artikel möchte ich dir meine 10 Einschlaftipps für Baby und Kleinkinder verraten. 

Seien wir doch mal ehrlich. Das Thema “Schlaf” ist ein ganz großes Thema für uns Eltern und es ist top-aktuell oder? Ja vielleicht sogar eine immer wiederkehrende Baustelle, die es gilt aus dem Weg zu räumen?

Dazu ein Beispiel:

Es gab Zeiten, in denen meine Tochter Savannah für ihre Verhältnisse sehr schnell einschlief. Damit meine ich einen Zeitraum von ca. 15 – 20 Minuten. Das war für mich o.k.

Es gab aber auch Zeiten, da begleitete ich mein Kind monatelang gut eine Stunde in den Schlaf.

Das war für mich nicht mehr o.k. Ich sage dir auch warum.

Der ganze Einschlafprozess kostete mich einfach jede Menge Energie. Zudem war ich müde und erschöpft. Mein Bedürfnis, auf unserem Sofa endlich den Rest des Abends zu entspannen, war wirklich immens groß. Als Mama wurde meine Geduld oft auf eine harte Probe gestellt. Vor allen Dingen dann, wenn ich meine Tochter dabei beobachtete, wie sie innerhalb kürzester Zeit etliche Einschlafpositionen einnahm, so dass mir schon beim Zugucken total wirr im Kopf wurde.

Mein Kind kam offensichtlich nicht zur Ruhe. Mal lag sie zugedeckt in ihrem Bett und dann wieder aufgedeckt. Dann lag sie am Kopfende und dann doch wieder am Fussende des Bettes. Sie hielt ein Stofftier in der Hand, welches sie kurze Zeit später aus dem Bett warf, um es dann doch wieder zu verlangen. So machte sie es auch mit ihrem Schnuller. Es gab zig Augenblicke, da stand sie, wie von einer Tarantel gestochen, ruckartig wieder in ihrem Bett und wollte spielen.

Da, sie ist eingeschlafen! Wie oft habe ich das eigentlich gedacht? So bewegte ich mich schleichend aus unserem Schlafzimmer und hatte hierbei die Rechnung nicht mit meiner Tochter gemacht. So war sie also wieder mal wach und voll da.

Ein Schauspiel, welches auch heute noch zu beobachten ist. Jedoch meinerseits mit dem Bemerken, dass ich definitiv hier die Nase vorn habe.

 Nun bist du sicherlich gespannt auf meine 10 Einschlaftipps oder?  

Meiner Tochter sei es zu verdanken, dass ich über all die Monate viel ausprobieren durfte, und somit meine Erfahrungen als Mama nun weitergeben kann. Diese sind allerdings keine Garantie dafür, dass sie auch bei dir und deinem Kind funktionieren.

So schlafen wir!

An dieser Stelle finde ich es wichtig, kurz auf das Thema “So schlafen wir” einzugehen.

Mit unseren Zwillingen Savannah und Silas schlafen wir gemeinsam in einem Raum. Wir Eltern in unserem Ehebett und unsere Kinder von Anfang an in ihren eigenen Betten. Unser Schlafzimmer ist komplett dunkel. Nur ein kleiner LED-Wecker verrät die Tageszeit. Es gibt also auch kein Nachtlicht und auch bleibt unser Handy draußen.

Zu Weihnachten bekommen Savannah und Silas ihre neuen Betten. Diese werden dann auch in ihrem Kinderzimmer stehen. Es ist gut möglich, dass unsere Kinder dann auch bald in ihrem eigenen Zimmer schlafen werden. Den hierfür richtigen Zeitpunkt dürfen die Beiden allerdings selbst entscheiden. Von uns Eltern wird es hier keinerlei Druck geben, denn Savannah und Silas schlafen seit ihrem 9. Monat durch.

Mit nunmehr 29 Monaten schlafen sie im Durchschnitt ihre 12 Stunden und zu Mittag nochmals ca. 1 1/2 Stunden.

Darauf hast du gewartet oder? Meine 10 Einschlaftipps für dein Kind.

  1. Bevor du dein Kind schlafen legst, solltest du sicher sein, dass es nicht noch Hunger hat oder auch Durst. Das klingt eigentlich simpel, das gebe ich zu. Dennoch neigen wir im Alltag dazu die einfachsten Dinge außer Acht zu lassen. Ich persönlich handhabe es so, dass ich kurz bevor die Kinder zu Bett gehen, beide noch frage, ob sie etwas trinken möchten. In den Zeiten, wo ich das nicht getan habe, gab es tatsächlich Situationen, in denen eines der Kinder länger zum Einschlafen brauchte, weil es noch Durst hatte. Kleinere Kinder machen sich nicht sofort bemerkbar, wenn sie Durst oder Hunger haben. Ich erinnere mich dabei an Momente, in denen ich schon eine Weile Savannah beim Einschlafen begleitete, und sie dann auf einmal sagte, sie habe noch Durst.
  2. Ist dein Kind noch aufgedreht? Hatte es einen langen und aufregenden Tag? Dann ist es durchaus ratsam, dass dein Kind vor dem Zubettbringen die Möglichkeit hat, etwas zu entspannen. Wie wäre es mit einem Bad? Oftmals reicht es schon, wenn man sich gemeinsam als Familie auf das Sofa kuschelt. In den kühleren Monaten schön eingekuschelt unter einer Decke. Hier besteht die Möglichkeit bereits eine Gute-Nacht-Geschichte, frei erfunden oder aus einem Buch, vorzutragen.
  3. Streichle oder massiere dein Kind. Der Effekt ist der Gleiche, wie bei uns Erwachsenen. Sobald unser Partner unsere Füße massiert oder den Kopf grault, vorausgesetzt wir sind schon etwas schlaftrunken, besteht die Gefahr, dass wir auf dem Sofa einschlafen oder? Dein Kind ist da nicht anders. Savannah liebt das volle Programm, so z. B. Ohren kraulen, über das Gesicht streicheln, Füße massieren, Kopf graulen, über den Rücken streicheln UND mit einem sanften Druck die Stirn massieren. Die Druckmassage der Stirn funktioniert gerade dann sehr gut, wenn Savannah noch etwas aufgedreht ist, und Probleme hat zur Ruhe zu kommen. Google mal nach Druckmassage – ist wirklich spannend.
  4. Hand halten. Heißt für das Kind: Mama oder Papa ist da und wirkt beruhigend. Bringt mein Mann die Kinder ins Bett, hält Savannah immer die Hand von ihrem Papa. Das ist ihr Einschlafritual.
  5. Schlaf Kindlein, schlaf. Du musst nicht der größte Sänger sein, um deinem Kind ein Schlaflied vorzusingen. Jeden Abend singe ich meinen Kindern was vor, während sie in ihren Betten liegen. Beide fragen auch gezielt danach, ob ich ihnen wieder was vorsinge. Das Vorsingen ersetzt bei uns übrigens die Gute-Nacht-Geschichte. Vielleicht ist es dir möglich frei zu singen bzw. ein eigenes Lied. Ein Lied was zu deinem Kind passt, zu euch. Dein Kind wird diesen Strophen gezielter zuhören, als einem Lied, welches es ansonsten auch woanders hören kann.
  6. Einschlafgeräusche. Es gab eine Zeit, da funktionierte das prima. Tu so, als ob du schläfst. Dazu gehört alles, was du unter Einschlafgeräusche definierst, auch laut atmen oder eine Art Brummgeräusch, welches ich dir an dieser Stelle leider schlecht vormachen kann.
  7. Sei selbst entspannt. Du möchtest auch mal Feierabend als Mama haben? Ich verstehe dich total. Sei jedoch fokussiert und konzentriert bei deinem Kind. Denke nicht an das schöne gemütliche Sofa oder an die leckere Pizza, die du noch essen möchtest. Diese Gedanken sorgen dafür, dass dein Geduldsfaden schneller reißen wird UND GENAU DAS wird dein Kind sofort merken und ist am Ende genauso unentspannt wie du.
  8. Hast du ein Baby? Schon gepuckt? Die ersten Wochen puckte ich Silas regelmäßig. Hier erfährst du mehr zum Thema pucken.
  9. Pucken hilft nicht? Wie wäre es mit einem Babybjörn oder Babywiege allgemein? In einem Babybjörn konnte ich meine beiden Babys wunderbar beruhigen. Oftmals schliefen sie im Babybjörn ein und wir mussten sie nur noch in ihre Betten legen.
  10. Feste Zeiten. Lege dein Kind zu einer festen Zeit abends ins Bett. Ein fester Rhythmus ist überhaupt das A & O, denn den verinnerlicht sich dein Kind automatisch. Bedenke auch, wenn dein Kind mittags zu lange schläft, wird es abends vermutlich nicht schon um 19:00 Uhr schlafen wollen.

Schlusswort

 Das waren meine persönlichen Einschlaftipps und ich hoffe so sehr, dass ich dir mit diesem Beitrag informative Tipps mit auf den Weg geben konnte. 

Wie immer freue ich mich über dein Feedback. Welcher Einschlaftipp ist für dich z. B. ganz neu und möchtest du unbedingt mal ausprobieren? Welcher Tipp hat vielleicht schon geholfen? Welchen Einschlaftipp für Kinder hast du für mich und meine Leser? Hast du auch Zwillinge oder mehr als ein Kind? Hast du auch ein Vorzeigekind zu Hause, welches in Sachen Schlaf insgesamt total unkompliziert ist, und hast dann noch eine Nachteule daheim?

Lass von dir hören. Bis bald.

Deine

2 Kommentare

  1. 30. November 2019 / 17:52

    Hallo,
    danke für diese Tipps. Meine Kleine hat momentan große Probleme beim Einschlafen und das zehrt natürlich an den Nerven (von uns beiden). Aber puken ist für mich neu. Das werde ich mal probieren. Vielleicht hilft das ja.

    Grüße
    Petra Haller

    • 6. Dezember 2019 / 10:13

      Liebe Petra, ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass das Puken hilft. Liebe Grüße

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