Mein tägliches Mama-Workout

Heute möchte ich euch verraten, wie mein tägliches Mama-Workout aussieht. Ihr müsst dafür nicht ins Fitness-Studio und braucht auch für zu Hause keine Fitness- und Trainingsgeräte. Es ist äußerst simpel und kann sehr effektiv sein. Na, seid ihr jetzt neugierig?

Mein tägliches Mama-Workout – einmal tief durchatmen bitte

Einmal tief durchatmen bitte und das meine ich an dieser Stelle wirklich ernst. Das musste ich vor kurzem auch ganz dringend. Gerne erzähle ich euch wieso. Dabei ist mir einiges klar geworden.

Es war einer der kälteren Tage im November. Der Kühlschrank war leer und ich entschied mich Savannah und Silas dick einzupacken, und einkaufen zu gehen. Die ersten Stufen, wir wohnen im zweiten Obergeschoss, liefen Savannah und Silas durch das Festhalten am Geländer noch selbständig herunter. Dann fingen sie an zu trödeln und waren im Begriff Unfug anzustellen. Wir haben z. B. immer wieder mal Schuhe im Hausflur stehen und ein Paar Schuhe purzelte gerade die Treppen herunter. Schnell stellte ich das Paar Schuhe wieder an Ort und Stelle zurück. In diesem Tempo würde es noch ewig dauern, bis wir überhaupt das Erdgeschoss erreichten. So packte ich also meine Kinder, eines rechts und eines links an meine Seite, und trug sie im langsamen Tempo die Treppe herunter.

Unten angekommen hieß es für mich einmal kurz durchatmen.

Immerhin hatte ich gerade etwas mehr als 20 kg, das wogen die Beiden, hinuntergetragen. Wahrscheinlich, wie so oft, würde ich die Beiden auch wieder nach oben tragen. So war es halt oft. Ich war froh, dass sie an diesem Tag schön ihre Beine um meine Hüfte gelegt hatten, denn so konnte ich sie viel besser und sicherer tragen. Es gab aber auch Tage, da war das Tragen der beiden Mäuse nicht so einfach. An diesen Tagen rutschten sie förmlich an meinem Körper herunter und wollten einfach nicht auf den Arm bleiben. Diese Momente können eine Mami ziemlich ins Schwitzen bringen, denn nun gilt es mit der ganzen Kraft entgegenzusteuern, um das Kind wieder in seine Position zu bringen.

Als Zwillingsmama bräuchtest du in diesen Momenten eigentlich mehr als zwei Arme, aber ich sage mir oft, dass ich es auch geschafft habe zwei Kinder auf die Welt zu bringen, und sehe derartige Situationen meines Mama-Alltags gleich viel entspannter. An diesem kalten November-Tag entschied ich mich den geplanten Einkauf mit einem Spaziergang zu kombinieren. Uns allen würde die kühle und frische Luft sicherlich gut tun und ein wenig Bewegung schadet ohnehin nie. So setzte ich Savannah und Silas in ihren Buggy und schon war ich draußen. Auf den Weg zum Supermarkt entschied ich mich für einen Weg außerhalb der stark befahrenen Hauptstraßen. Hier ging es allerdings ständig bergauf und bergab.

Ein Berg hatte es wirklich in sich und mit meiner ganzen Kraft schob ich rd. 30 kg vor mir her, denn neben dem Gewicht meiner Kinder wiegt unser Buggy auch noch mal rd. 13 kg. Jetzt kam ich wirklich ins Schwitzen und das bei Minusgraden. Ich musste erst einmal meine Jacke öffnen und verfluchte in diesem Moment das Tragen einer Mütze, denn hier hatte sich so viel Wärme aufgestaut, dass ich tatsächlich anfing als erstes auf den Kopf zu schwitzen. Unglaublich, ich musste ein wenig schmunzeln, und atmete dabei tief durch.  Mein Körper lief gerade auf Hochtouren, eigentlich ja schon eine ganze Weile, und mein Puls tat Selbiges.

Unglaublich oder?

Nein, ist es nicht, denn dieses Mama-Workout kennst du bereits

Ja das meine ich wirklich ernst. Großes Sorry an dieser Stelle. Wahrscheinlich hat jede einzelne von euch zu Anfang gedacht: “ja cool…vielleicht weiß diese Mami ja wie es geht und ich werde bald ein paar überflüssige Pfunde los”. Mein Beitragsbild zu diesem Artikel, worauf ihr mich seht, hat euch wahrscheinlich auch noch neugierig gemacht oder? Nochmals Sorry, aber ich habe euch bewusst in die Irre führen wollen. Das hat natürlich einen Grund – dazu gleich mehr. Erst einmal zurück zum Anfang.

Ich stand also auf den Berg mit aufgeknöpfter Jacke, atmete sogar gleich mehrmals tief ein und aus, und dachte nach. Die Einkäufe waren noch nicht im Buggy verstaut, ich würde also gleich locker um die 40 kg vor mir herschieben. Es war gerade erst kurz nach 09:00 Uhr. Mein Mama-Alltag hatte also gerade erst angefangen. Während ich Savannah und Silas so vor mir herschob wurde mir bewusst, was ich tagtäglich eigentlich leiste. Was jede Mami von uns leistet. Nicht nur psychisch, sondern vor allen Dingen körperlich.

  • Wie oft heben oder tragen wir unsere Kinder, zumindest in den ersten Jahren?
  • Immer wieder rennen wir unseren Kindern hinterher, da sie im Begriff sind irgendeinen Unfug anzustellen. Manchmal wollen sie auch einfach nur Fangen spielen.
  • Unsere Kinder benutzen uns gerne als große Spielwiese, und klettern auf uns herum. Sie toben sich nach Herzenslust an uns aus.
  • Kennst du weitere Beispiele?

Tja und nicht zu vergessen der Haushalt, der sich ja auch nicht von alleine macht. Wäre natürlich schön, ist aber nicht.

Bei diesem Mama-Workout müssten wir alle doch super-schlank sein oder? So viel Bewegung und so viel Muskelaufbautraining. Theoretisch bräuchten wir Mamis doch eigentlich kein Fitness-Studio oder irgendeine Kugelhantel zu Hause, um eine Fit Mommy zu sein oder?

Einmal kurz nachdenken – das geht am besten mit Schokolade

Oh ja ich bin auch so ein Schokoladen-Junkie. Überhaupt esse ich gerne mal etwas Süßes und leider oft zwischendurch. Hier mal ein Stück Schokolade, da mal etwas Weingummi. Mein Körper scheint süchtig nach Nervennahrung zu sein oder liegt es am Zuckergehalt der ganzen Süßigkeiten, der wiederum kurzzeitig in Energie umgewandelt wird.  Ach ja und was ist eigentlich mit Pizza? Während wir unsere Kinder schlafen legen kann diese ganz wunderbar im Backofen oder in der Mikrowelle zubereitet werden. Wir müssen nicht am Herd stehen und sie ist ruck-zuck fertig und schmecken tut sie ja sowieso. Kommt euch das bekannt vor? Merkt ihr was?

Etwas weniger Schoki und Fastfood und mehr innere Einstellung

Ihr wollt also ein paar überflüssige Pfunde los werden? Falls ihr ehrlicherweise gestehen müsst, dass eure Ernährung nicht ganz die Beste ist, dann kann ich euch an dieser Stelle sagen, dass ihr die ein oder andere Schoki oder auch Pizza von euren Ernährungsgewohnheiten streichen müsst.

Zum Schluss kommt es sehr auf eure innere Einstellung an. Denkt nach, macht euch bewusst wie euer Mama-Alltag eigentlich so ist. Kann man hier von einem Mama-Workout sprechen? Wie viel Bewegung habt ihr? Erreicht ihr 10 000 Schritte oder auch mehr am Tag? Das empfiehlt z. B. die WHO. Trackt doch einfach mal die Schritte die ihr tagtäglich zurücklegt. Bei der Europa Apotheek findet ihr eine große Auswahl an Schrittzählern.

Anhand eines Beispiels möchte ich euch erläutern, warum die innere Einstellung sehr wichtig ist:

2007 untersuchte die Harvard Professorin Ellen Langer die innere Motivation und Einstellung einer Gruppe von Zimmermädchen. Es gab hier zwei Gruppen. Der ersten Gruppe wurde verdeutlicht, was sie tagtäglich in ihrer Arbeit als Zimmermädchen leisten. So wurde ihnen vor Augen geführt, dass das Betten machen, das Reinigen, Schrubben der Zimmer etc. als unkonventionelles Fitness-Training anzusehen sei. Die zweite Gruppe wurde nicht eingeweiht und verrichtete ihre Arbeit weiter wie bisher. Was denkt ihr, wie geht es weiter?

Nach einem Monat wurde festgestellt, dass die Zimmermädchen aus der ersten Gruppe im Durchschnitt ein Kilo abgenommen hatten. Die Zimmermädchen aus der zweiten Gruppe zeigten keine Gewichtsveränderungen, obwohl sie die gleiche Arbeit ausführten.

Das ist doch interessant oder? Ihr seht also, wie wichtig immer auch die innere Einstellung ist. Wir Mamis sind jedoch keine Zimmermädchen und unser Feierabend ist noch lange nicht in Sichtweite. Viele von uns haben einen Fulltime-Job. Gerade wir Mamis mit noch sehr kleinen Kindern, denn diese Kinder sind in vielen Bereichen sehr auf unsere Hilfe angewiesen.

Das neue Jahr steht bald vor der Tür und hey…wisst ihr was? Wie im jeden Jahr mache auch ich mir hier wieder bewusst, was ich tagtäglich eigentlich leiste. Als Mama, Ehefrau, Hausfrau und als der Mensch der ich bin. Ist das nicht ein lohnenswerter Vorsatz? Vielleicht verliere ich so ja ein paar überflüssige Pfunde ganz im Schlaf.

 

 

 

 

Der Termin mit mir selbst

Öfters mal eine Auszeit – als Mami erst recht

Da ist er. Der erste Beitrag in der Rubrik “Auszeit” und das zum Jahresende. Dieser Beitrag beinhaltet einen kleinen Tipp, der sich spielerisch und einfach in Sachen gute Vorsätze für das neue Jahr umsetzen lässt, und daher vielleicht genau richtig kommt.

Es gab mal eine Zeit, und da war ich noch keine Mama, da bewegte ich mich wie ein kleiner Hamster im Laufrad durch das Leben. In dieser Zeit tat ich sehr wenig für mich. Ich ernährte mich schlecht und schlief ebenso schlecht. Ich war schon immer ein Mensch, der Arbeit regelrecht an sich reißt, und das tat ich in dieser Zeit ganz besonders. Das hatte zur Folge, dass ich mehr und mehr unzufrieden mit mir selbst und dem Leben wurde. Zum Glück erkannte ich rechtzeitig die Signale die mir mein Körper und mein Geist sendete, und zog rechtzeitig die Reißleine.

So stellte ich meine Ernährung um, ging ins Fitness-Studio, und räumte regelrecht auf in meinem Kopf und im allgemeinen. Das war ein langer Prozeß und die ersten Wochen waren wirklich nicht einfach. Ich stellte fest, dass ich Ziele hatte, und es oftmals am Zeitmanagement scheiterte oder mein Kopf nicht ganz mitspielte. Letzterem möchte ich hier keinen Vorwurf machen, denn so ein Kopf leistet viel. Man überlege mal, wieviele Gedanken man täglich so denkt. Es ist also kein Wunder, dass man hin und wieder vergesslich ist oder ein verlockender Gedanke, wie z. B. abends genussvoll ein Entspannungsbad zu nehmen, erst wieder in den Sinn kommt, wenn man schon todmüde im Bett liegt. Vielleicht kennt ihr das ja?

Ich kann zig solcher Situationen aufzählen und so ging es mir auch zur besagten Zeit. Ich wollte z. B. ins Fitness-Studio und unbedingt in DEN Kurs, und was tat ich? Meinen Wunschkurs im Fitness-Studio tauschte ich ein gegen einen Kundentermin, denn ich hatte bei der telefonischen Terminvergabe schlichtweg nicht den Kurs im Kopf. Ich wollte jedoch Sport treiben und das war mir wichtig. So trug ich Kurse, die ich im Fitness-Studio besuchen wollte, fest in meinen Terminkalender ein. Der Termin mit mir selbst war also gefixt, und mir passierte es seitdem nie wieder, dass ich einen Kurs ungewollt verpasste. Die Sache mit der Notiz in einem Terminkalender oder auch auf einen Erinnerungszettel ist also denkbar einfach, wobei ich hier einen Terminkalender bevorzuge. Ich nutze z. B. den Google Kalender und werde auch per Email über dort hinterlegte Termine informiert bzw. in meinem Falle erinnert.

Heute als Mama ist der Terminkalender für mich wichtiger geworden als denn je

Man könnte jetzt sagen, wozu denn, du bist ja schließlich zu Hause und versorgst nur die Kleinen. Ja das stimmt wohl,  aber es gibt eben auch noch eine Nadja und die ist menschlich und keine Maschine. Mir ist es wichtig, dass ich als Mensch zufrieden und glücklich bin. Ich bin gerne Mama und ich liebe meine Kinder, aber auch mein menschlicher Akku braucht Ladezeiten. Gerade wenn man zwei kleine Kinder hat und ein großes namens “Mann” und einen Haushalt kommt man irgendwann an die Belastungsgrenzen. Ich möchte einfach eine entspannte Mama für meine beiden Kinder sein und ich sage euch eines, die Kleinen merken sofort, wenn ihr es nicht seid, und genau an solchen Tagen läuft alle schief was nur schief laufen kann, oder euer Tag wird besonders anstrengend sein.

Ich möchte auch für meinen Mann eine halbwegs entspannte Ehefrau sein. Oft lese ich Postings von Müttern auf sozialen Medien, bei denen die Ehe eben nicht so gut läuft, weil sich z. B. auch keine Zeit mehr als Paar genommen wird. Es gibt auch Tage bei mir und meinem Mann die nicht immer rosig sind, und ich denke, dass ist normal. Es sollte jedoch nicht zur Regel werden.

Als Mama schaffst du es sicherlich dir hin und wieder auch Zeit für dich selbst zu nehmen. Wir schaffen es doch auch zum Arzt oder nehmen Termine mit den Kindern wahr. Warum notieren wir uns nicht einen Tag in der Woche, wo wir uns etwas Gutes tun? Uns bewusst Zeit nehmen für die Dinge, die wir mal wieder tun wollen oder die uns wichtig sind. Sei es zum Lesen oder einfach mal für ein schönes heißes Wohlfühlbad bei einem Glas wein. Genauso ist es wichtig, sich als Paar bewusst die Zeit zu Zweit zu nehmen.

Was auch immer ihr tun möchtet, damit euer Akku geladen ist, und es euch als Mama gut geht und auch als die Person, die ihr seid, so bitte tut es!!!

Vereinbart mit euch selbst einen festen Termin, denn das Phänomen Termin ist bereits im Wort erklärt. Es ist ein TERMIN und so wie ihr alle anderen Termine in eurem Kalender notiert, und diese auch wahrnimmt, so werdet ihr feststellen, dass ich auch diese Termine viel eher wahrnehmen werdet, als wenn sie einfach nur in eurem Kopf hinterlegt sind. Ich freue mich über euer Feedback und bin ganz gespannt, ob ich richtig liege.

Ps: Mein Mann und ich haben heuten Hochzeitstag und wir nehmen uns heute bewusst Zeit und gehen heute Abend noch in ein feines Restaurant. Auf Savannah und Silas passen meine Eltern auf.

Ich wünsche allen Mamis für 2018 etwas Zeit für sich selbst, denn diese ist nicht nur für eure Kinder kostbar, sondern denkt daran….auch für euch.