Haarausfall nach der Schwangerschaft

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Mir war zum Heulen zumute

Ich habe von Natur aus lockiges, jedoch dünnes Haar. Naturlocken wirken oft spröde – zumindest meine, aber in der Schwangerschaft waren meine Haare einfach nur toll. Man könnte sagen…so lebendig. Sie wirkten voll und vital – ich hatte eine richtige Lockenpracht und tat nichts dafür.

Etwa vier Monate nachdem ich meine Zwillinge zur Welt gebracht hatte, bemerkte ich einen massiven Haarausfall und zwar büschelweise. Ich brauchte mir nur mit der Hand durch das Haar zu gehen und hielt eine ganze Haarlandschaft in Händen. Mein persönlicher Alptraum! Die Haare waren überall. An meinen Klamotten, im Waschbecken, auf den Fußboden im Bad und an meiner Haarbürste. An meinem Haargummi verknoteten sich die ausgefallenen Haare regelrecht und selbst in den zu Fäusten geballten Händen meiner Kinder sah ich Haare kleben. Mir war zum Heulen zumute. Ich betrachtete mich jeden Tag prüfend im Spiegel und obwohl ich bis heute noch keine lichten Stellen habe, so sehe ich einfach, dass die Haare weniger geworden sind. Mein zusammengebundenes Haar hat einfach an Volumen verloren. Zudem wirken meine Haare auf mich kraftlos und langweilig.  Jeder Versuch etwas Gescheites mit ihnen anzustellen scheitert, und so trage ich sie meistens zusammengebunden.

Verantwortlich für den Haarausfall nach der Schwangerschaft sind natürlich die Hormone. Während der Schwangerschaft hat man einen regelrechten Östrogenschub, der u. a. dafür sorgt, dass die Haare länger in der Wachstumsphase bleiben. Nach der Schwangerschaft fällt der Östrogenspiegel wieder ab und die Haare fallen aus.

Ich war in den ersten Tagen so entsetzt, dass ich Ausschau nach Gleichgesinnten suchte, um den Haarausfall als natürlich einzustufen. Tatsächlich hatte ich ihn erst nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung gebracht, aber die Mädels aus meinem Rückbildungskurs stießen ohne zu überlegen in meinen Jammerpost mit ein. Der Haarausfall schien also allgegenwärtig zu sein.

Durch eine andere Mutti bekam ich den Tipp zu einem homöopathischen Arzneimittel namens Aufbaumittel N nach Stadelmann. Sie hatte den Tipp von ihrer Hebamme und ich nahm in als solchen dankbar an und bestellte das Pülverchen bei der Bahnhof Apotheke in Kempten. Das Pulver selbst schmeckt ein wenig süsslich und löst sich ohne zu verklumpen direkt im Mund auf.

Mein persönliches Empfinden ist, dass mein Haarausfall nicht mehr so massiv ist. Ich kann mir mit den Händen durch das Haar greifen ohne jedes Mal einen Haarbüschel in Händen zu halten. Es ist also in jedem Falle besser geworden. Müsste ich meinen Haarausfall benoten, um ihn so messbar zu machen, so hätte ich mir vorher die Note 5 gegeben und heute die Note 3.

Jetzt übe ich mich in Geduld und genieße gerade die Mützenzeit 🙂 und hoffe dass ich im Frühjahr jede Mütze freiwillig in den Schrank verbannen werde.

Was macht euer Haarausfall nach der Schwangerschaft und was hat euch wirklich geholfen?

Ps: Die hier gezeigten Fotos zeigen euch meinen Haarausfall – ich musste ihn einfach fotografieren. Schrecklich oder?

 

 

 

 

Die Zeit im Krankenhaus – Unsere kleinen Kämpfer

Unsere kleinen Kämpfer – Die Zeit im Krankenhaus

Savannah und Silas kamen als Frühchen in der SSW 33+4 per Kaiserschnitt zur Welt. Savannah wog 1690 g und Silas 1900 g.

Silas hatte vor allen Dingen in den ersten Tagen Startschwierigkeiten – er war noch nicht angekommen. Er war der führende Zwilling in Beckenendlage mit vorzeitigem Blasensprung. Wer kann schon sagen, was das für ein Schock für den kleinen Mann gewesen sein muss. Auf einmal war er da, und musste, wie auch seine Schwester alles alleine bewerkstelligen. Selbständig atmen, die Körperwärme halten, lernen selbständig Nahrung aufzunehmen, was am Anfang nur durch eine Nasen-/Magensonde gelang, und dann…das Ganze drumherum. Auf einmal ist nichts mehr gedämpft, es ist laut und zudem grell.

Unsere kleinen Kämper verbrachten ihre ersten acht Lebenstage auf der Intensivstation. Silas war ein wenig unser Sorgenkind und benötige vermehrt Sauerstoff in den ersten 72 Stunde. Im Ultraschall der Nieren zeigte sich das linke Nierenbecken und der Harnleiterabgang postrenal ausgeweitet, was ihm später Probleme bereiten kann, wenn sich dieser Befund nicht reguliert, und er hatte Frischblut einige Tage später im Stuhl und wurde nahrungskarent gesetzt unter Beigabe von Antibiotika. Als Kontaktkind erhielt Savannah auch Antibiotika. Die Stuhlprobe bei Silas ergab den Nachweis von Clostridium difficle und Clostridium perfringens – ein Bakterium. Bei Savannah war alles in Ordnung.

Savannah und Silas bekamen bereits im Krankenhaus Krankengymnastik nach Vojta und bekommen diese auch weiterhin. Ich denke jedoch, dass wir dieses Kapitel bald schließen dürfen, da sich Savannah und Silas ganz wunderbar entwickelt und viel aufgeholt haben.

Savannah wog bei ihrer Entlassung 2255 g und Silas 2400 g. Bei der U4 am 11. September hatte Silas ein Gewicht von 5750 g bei 63 cm und Savannah 5170 g bei 61 cm. In der sogenannten Kurve hatten sie an Gewicht und Größe als ehemalige Frühchen alles aufgeholt. Wir sind jetzt so auf die U5 gespannt, die im Dezember ansteht.

Die Zeit im Krankenhaus war für mich und meinen Mann die schwerste Zeit. Wir waren Eltern auf Probezeit. Das war ein so befremdliches Gefühl. Jeden Tag verbrachten wir mehrere Stunden im Krankenhaus und ich hatte zur der Zeit Muttermilch abgepumpt, was mich zu der emotionalen Belastung, zusätzlich sehr stresste. Dies tat ich knapp zwei Monate, musste aber mit Pre-Milch zufüttern, da die Muttermilch einfach vorne und hinten nicht reichte bei zwei Kindern. Ich hätte so gerne gestillt, aber die Beiden waren so sehr an die Flasche gewöhnt, so dass jeder Anlegeversuch scheiterte. Hinzu kam, dass die Beiden durch feste Fütterungszeiten im Krankenhaus so getimt waren, dass sie sich gleichzeitig meldeten, um ihren Hunger anzukündigen. Als  Mama kann man da einfach nicht ruhig bleiben und Ruhe bewahren. Zumindest konnte ich mir nicht vorstellen, ein Kind an die Brust zu legen, währen das andere Kind vor Hunger schreit.

Als ich eines Tages aufhörte abzupumpen, und meine Kinder dadurch keine Muttermilch mehr bekamen, war mein schlechtes Gewissen ihnen gegenüber groß. Ich hatte die ganze Zeit dieses ideale Mutterbild einer stillenden Mama vor Augen – das war ich jedoch nicht. Nunmehr mit Abstand betrachtet, war das Abstillen meine beste Entscheidung, und das ideale Mutterbild, welches ich hatte veraltet. Ich traf diese Entscheidung zum Wohle meiner Kinder. Zudem hatte ich mittlerweile ein ziemlich dünnes Nervenkostüm und fühlte mich ständig unter Zeitdruck. Dieser Zustand war einfach dauerhaft ein no go für gute Muttermilch und überhaupt reduzierte sich der Milchfluss immer mehr.  Die höchste Priorität war für mich, dass meine Kinder zunehmen, denn sie hatten einfach ganz viel aufzuholen. Savannah und Silas sollten Flaschenkinder bleiben.

Unser Dank gilt an dieser Stelle den Ärzten und Schwestern der Städt. Klinik in Dortmund, die sich liebevoll um unsere Zwillinge kümmern. Alle erforderlichen Untersuchungen wurden bestens durchgeführt, und so erhielten unsere Kinder den besten Start ins Leben, den sie als Frühgeborene haben konnten.

Ich zeige euch jetzt ein paar Bilder aus der Zeit im Krankenhaus. Ehrlich gesagt bekomme ich Gänsehaut wenn ich die Bilder sehe….so zierlich und zerbrechlich…wahrlich kleine Kämpfer hat uns der liebe Gott hier geschenkt. Dafür kann man nur dankbar sein.

Die Geburt unserer Zwillinge – Unser doppeltes Wunder

Savannah und Silas kommen zur Welt

Am Morgen des 03.06. gegen 06:00 Uhr hatte ich einen vorzeitigen Blasensprung – völlig unerwartet. Zwei Tage vorher war ich noch zur Vorsorge bei meiner Frauenärztin und alles war prima. Im Geburtsvorbereitungskurs hatten wir mal das Thema Blasensprung aufgegriffen, und das Frau es merkt, wenn die Fruchtblase platzt…Oh das kann ich nur bestätigen und wie!

Der vorzeitige Blasensprung – Das Leben läuft nicht immer nach Drehbuch

Als ich vom Bad zurück ins Schlafzimmer ging, um mich noch etwas hinzulegen, überkam es sich in mir auf einmal schwallartig. Es war wie eine kleine Welle, die sich in meinem Körper nach außen vordrängte. Meine Reaktion war sofort mit den Händen zwischen den Beinen, es tropfte tierisch, ins Bad zu laufen und meinem Mann zuzurufen, der noch schlief, dass meine Fruchtblase geplatzt sei. Ich versuchte ruhig zu bleiben und bin auch kein hysterischer oder ängstlicher Typ und setzte mich ziemlich gefasst in die Badewanne. Das war meine erste Reaktion.  Wo sollte ich auch sonst hin? Für mich war die Badewanne in dieser Situation der beste Ort. So konnte ich mich auch direkt duschen. Die Kliniktasche hatte ich bereits Tage vorher gepackt und es mussten nur noch ein paar Kleinigkeiten hinein. Dem Krankenhaus teilten wir auf telefonischen Wege kurz mit, dass die Fruchtblase geplatzt sei, und wir uns jetzt auf den Weg machen würden.

Die Geburt unserer Zwillinge – Unser doppeltes Wunder macht sich auf den Weg

Die Fahrt ins Krankenhaus lief wie in einem Film ab, überhaupt der ganze Tag, war so überwältigend, so viele unbekannte Emotionen, dass man sich wie ein Statist fühlte. Man versuchte die Gefühle aufzugreifen, zu verarbeiten, und schwups wurde die nächste Episode abgedreht. Ich saß auf einem Handtuch auf den Beifahrersitz und es lief und lief. So ein vorzeitiger Blasensprung ist einfach echt mies – man fühlt sich so hilflos. Bis zum Nachmittag trat immer wieder mal Fruchtwasser aus mir heraus, ich war immer wieder durchnässt, und dabei voller Sorge um unseren Sohn. Natürlich hatte man im Krankenhaus direkt zu Anfang geschaut, ob noch genug Fruchtwasser für den kleinen Mann da war, und mich zudem an das CTG angeschlossen.

Das CTG war unauffällig wie auch der Ultraschall, so dass man mir bei SWW 33 + 4 die Lungenreifespritze empfahl. Ziel war es, die Entwicklung der kindlichen Lunge unserer Kinder zu beschleunigen, und hierfür die Geburt noch zwei Tage herauszuzögern.Ich war sehr unsicher, denn mein Bauch sagte mir, dass unsere Kinder heute geboren werden, und normalerweise höre ich immer auf meinen Bauch, aber hier ging es um das Wohl meiner Kinder, und ich entschied mich für die Spritze. Keine zwei Stunden später setzen bei mir die Geburtswehen ein – soviel zum Thema Bauch. Zunächst noch ganz leicht und gegen Mittag wurden sie immer stärker, so dass ich richtig heftige Wehen hatte. Das Ganze wurde am CTG kontrolliert. Es gab jetzt die Möglichkeit die Geburt einzuleiten bzw. alles für den Kaiserschnitt vorzubereiten, der führende Zwilling lag in Beckenendlage, oder einen Wehenhemmer zu bekommen.

Es sollte eine Kaisergeburt werden

Dieses Mal hörte ich auf meinen Bauch. Savannah und Silas wurden an diesem Tag um 17:04 und 17:05 Uhr geboren. Es war das Pfingstwochenende und ich hatte eine Kaisergeburt. Ich kannte diesen Begriff zu diesem Zeitpunkt gar nicht, aber wir durften sehen, wie Savannah aus meinem Bauch geholt wurde. Dazu wurde der Vorhang, der alles verdeckte, kurz nach unten gehoben. Eine Schwester war so freundlich und filmte das Ganze mit unserem iPhone.

Ich bin so dankbar über dieses emotionale Video.

Savannah wurde mir dann kurz gezeigt, bevor sie in die Versorgung musste, und ich strich ihr über die blutverschmierte Wange. Wir haben so geweint.

Ehrlich gesagt kommen mir auch jetzt wieder die Tränen. Ich kann nicht beurteilen, wie emotional und schön eine natürliche Geburt ist, aber ich kann sagen, dass ich einen schönen Kaiserschnitt hatte. Sagt man das so? Die Geburt unserer Zwillinge war für mich einfach unbeschreiblich. Es bedarf mehr als Worte, um all diese Emotionen nur im Ansatz beschreiben zu können.

Wir haben leider kein Video von Silas, der als führender Zwilling als erstes geholt wurde.  Silas hatte keine Eigenatmung, so dass die Ärzte und Schwestern sofort reagieren mussten.

Heute sind unsere beiden Frühchen schon 5 /12 Monate alt und es geht ihnen prima.  Das macht mich sehr glücklich.

Ich habe in der Frauenklinik der städtischen Kliniken in Dortmund entbunden. Hier war ich rundherum zufrieden und hatte von Anfang an ein gutes Gefühl.

Savannah wog bei der Geburt 1670 g bei 44 cm und Silas 1900 g bei 43 cm.

Ich werde euch in einen meiner nächsten Beiträge über die Zeit danach berichten. Falls ihr auch Zwillinge zur Welt gebracht habt, so berichtet doch mal wie es bei euch war. Hattet ihr auch einen Kaiserschnitt?

Nur noch fünf Minuten

Nein, es waren nicht meine fünf Minuten, aber ich hätte mich gefreut, wenn sie es gewesen wären.

Habt Ihr auch so einen Mann zu Hause dessen Wecker mehrmals klingelt bis er aufsteht? Ich habe so einen, wobei ich ihn ein klein wenig in Schutz nehmen muss. Er hat sich gebessert seitdem die Kinder da sind. Rufe ich ihn jetzt, dass er aufstehen muss, höre ich immer seltener von ihm nur noch fünf Minuten” und muss mitansehen, wie er sich wieder genussvoll zur Seite dreht.

Manchmal steht er sogar direkt auf…Lob Ende.

Heute war es aber mal so, dass ich mal fünf Minuten länger im Bett gebraucht hätte, und das kommt wirklich selten vor. Ich hatte einfach eine sehr bescheidene Nacht – eigentlich erinnere ich mich nicht wirklich daran überhaupt geschlafen zu haben. Die Kinder waren eigentlich recht ruhig in der Nacht, doch seitdem ich Mama bin, schlafe ich selten mehrere Stunden durch. Mein Körper ist noch auf Alarmbereitschaft eingestellt, falls ein Kind wach wird, um gefüttert zu werden. Dieses Mal war es einfach so, dass ich wahnsinnige Rückenschmerzen hatte, so dass keine Liegeposition angenehm war. Ich war total gerädert, aber so etwas von. Als die Kleine dann um 06:30 Uhr gefüttert werden wollte, weckte ich meinen Mann.

Es ergab sich folgendes Szenario. Ich hopste schnell ins Bad, da ich auf die Toilette musste. Auf den Weg dorthin nahm ich einen kurzen Stopp in der Küche und bereitete schnell die Flasche vor , damit die Kleine sich erst gar nicht einschreit, und dann womöglich noch ihren Bruder weckt. Im Bad hörte ich die Kleine dann weinen…dann unseren Sohn. Die Laute kamen aus dem Schlafzimmer und ich fragte mich “Das kann doch jetzt nicht sein oder? Was macht er bitte so lange? Hat er vergessen aufzustehen oder was ist hier los?” Das hätte mich wirklich nicht gewundert! Als ich dann zurück in unser Wohnzimmer kam, watschelte mir mein Mann mit der Kleinen aus dem Schlafzimmer entgegen. Mein Kommentar zu dieser Aktion war dann nur: “Tja, dann bleibe ich jetzt direkt mal wach!

*Seufz* und dabei haben die Kinder heute endlich mal lange geschlafen…es hätte meine Nacht werden können und meine 5 MINUTEN…aber Pustekuchen….DAS war mein ganz persönlicher Alltagswahnsinn am heutigen Montag-Morgen…Wie sah euer Morgen aus und bitte sagt mir, dass ihr das kennt von euren Männern oder sind diese etwa hoppi-galoppi – sprich von der schnellen Sorte?

Mein Babybauch in Bildern

An dieser Stelle möchte ich euch ein paar Babybauchbilder zeigen

Ich hatte zum Glück keinerlei Probleme mit Schwangerschaftsstreifen und vergaß auch total oft meinen Bauch einzucremen. Das Geld für Schwangerschaftskleidung konnte ich mir ebenso sparen. Zwar nahm ich im Verlauf der Schwangerschaft insgesamt um die 17 kg zu, aber ich war durchtrainiert. Dadurch war mein Gewebe  sehr straff und ich ging insgesamt nicht so auseinander. Vielleicht hatte ich einfach auch nur Glück. Wer weiß! Natürlich bin ich froh, dass ich ganz ohne Schwangerschaftsstreifen ausgekommen bin. Dafür hatte ich eine Linea nigra. Dieser dunkle Streifen zog sich vom Schambein bis zum Bauchnabel und war lange Zeit sichtbar.

In der Zeit meiner Schwangerschaft machte ich kaum Sport. Durch leichte Blutungen in meiner Frühschwangerschaft hatte ich seitens meiner Frauenärztin ein Sportverbot aufs Auge gedrückt bekommen. Als meine Schwangerschaft dann endlich stabil war, durfte ich wieder zum Sport. Leider ging es mir oftmals nicht so gut, so dass ich gar keine Lust hatte zum Sport zu gehen. Als ich dann später unter Rückenschmerzen litt ging ich wenige Male ins Schwimmbad.

Seid ihr gerade schwanger und ihr fühlt euch topfit? Dann macht bitte Sport. Yoga ist z. B. super. Sport schadet eurem ungeborenen Kind nicht – im Gegenteil es freut sich über ein mehr an Sauerstoff und auch euch wird es gut tun.

Das Schwarz-Weiß Foto sowie das Babybauchfoto mit dem Sport-Top zeigen mich ca. 3 Wochen vor dem Entbindungstermin. Mein Bauchumfang lag am Ende bei ca. 110 cm geschätzt. Am 01.05. nahm ich das letzte Mal Maß, da war er noch 101 cm. Mein Entbindungstermin war der 03.06.2017.

 

Meine Zwillingsschwangerschaft – Ein kurzer Einblick

Kennt ihr das? Manchmal ist das Leben für eine Überraschung gut…

Aus unserem Badezimmer kann man schön ins Grüne sehen. Hier gibt es einen kleinen Feldweg. Ich kann euch nicht sagen warum, aber in zahllosen Momenten sah ich in Gedanken zwei tapsige Kinder diesen kleinen Weg entlanglaufen. Es waren zweifelsohne meine Kinder.

Als ich dann wenige Tage später nach dem positiven Schwangerschaftstest erfuhr, dass ich schwanger mit Zwillingen bin, kehrte der Gedanke zurück. Da war er wieder – der Feldweg und meine beiden Kinder.

Ich berührte meinen Babybauch und zugleich war ich besorgt. Tagelang hatte ich leichte Blutungen, und befürchtete natürlich, dass ich einen Zwilling verlieren könnte oder noch schlimmer beide. Da hatte ich mir jahrelang gewünscht Mama zu sein, und dann waren da auf einmal diese Ängste. Es wurde nicht leichter für mich, als  ich z. B. Sätze wie “du bist auch nicht mehr die Jüngste und zählst ja als Risikoschwangerschaft” hörte. Das war sicherlich nicht böse gemeint, das weiß ich, aber dennoch hätte man sich eine derartige Aussage sparen können. Ebenso, dass man mehrmals betonen musste, dass es sich bei den ersten drei Monaten um die kritische Phase einer Schwangerschaft handele, und sich hier eben die Schwangerschaft festigt oder auch nicht. Das weiß jede werdende Mutter nur zu gut – das sagt uns auch Dr. Google!

Meine Zwillingsschwangerschaft – Ein kurzer Einblick

Die ersten drei Monate spielten meine Hormone mit mir zick-zack. Sie hatten mich völlig in ihren Händen. Jetzt war ich schwanger und oft zu Tode betrübt. Das machte mir sehr zu schaffen. Mir war oft zum Heulen zumute. So hatte ich mir meine Schwangerschaft nicht vorgestellt. Ich hatte immer geglaubt, man würde auf rosa Wolken hin und her schweben und grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Mein Körper jedoch war wie fremdgesteuert. Er gehörte mir einfach nicht mehr! So litt ich unter Appetitlosigkeit, ekelte mich vor vielen Lebensmitteln, fror einfach ständig, hatte Schüttelfrost.

Natürlich war mir auch schlecht, und das beinahe jeden Tag! Ständig hatte ich das Gefühl, als müsse ich mich übergeben, und wünschte es mir auch. Es war meine Art zu hoffen, dass dieses miese Gefühl so endlich verschwinden würde. Tatsächlich übergab ich mich nur wenige Male und es wurde dadurch einfach nicht besser. Zusätzlich litt ich unter massiven Schlafstörungen und hatte sehr oft mensartige Schmerzen. Die Schmerzen waren oft so stark, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es nur daran lag, dass sich die Mutterbänder dehnten. Es war jedoch tatsächlich so. Mein Spiegelbild war fürchterlich. Ich sah aus, als hätte man mir jede Lebensenergie aus dem Körper gesogen und so fühlte ich mich auch.

Meine Schwangerschaft hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Eher leichtfüssig würde ich sagen.

Es ist was dran – Endlich ging es mir besser

Nach drei Monaten ging es mir tatsächlich schlagartig besser! Der Appetit kam zurück und ich nahm auch immer mehr an Gewicht zu. Essensgelüste hatte ich nur phasenweise. Bei mir stand Eis ganz hoch auf dem Programm und Heißhunger hatte ich sehr oft in den Morgenstunden. So gegen 02:00 oder 03:00 Uhr in der Früh. Zu dieser Zeit spürte ich immer einen aktiven Zwilling. es war Savannah, und mein Magen knurrte ganz schrecklich. Der vierte und fünfte Monat war endlich leichtfüssiger. Als mein Babybauch wuchs, und ich mehr wog, litt ich unter starken Rückenschmerzen. Weiterhin hatte ich böse Wassereinlagerungen, die ich zunächst gar nicht bemerkte. Eines Tages wollte ich mir eine Sandale anziehen und wunderte mich, dass sie mir nicht mehr passte. Im Verlauf meiner Schwangerschaft passte mir irgendwann gar kein Schuh mehr. Ich fühlte mich wie eine schwimmende Boje. Das Wasser breitete sich überall in meinem Körper aus. War in den Beinen, den Armen, den Händen und in den Füßen. Meine Beine wurden immer dicker und ich watschelte eigentlich nur noch durch die Gegend und fühlte mich hierbei ganz schrecklich. Weiterhin litt ich unter starken Schwindel und hatte sehr oft Nasenbluten.

Rückblickend betrachtet beneide ich tatsächlich die Mamis unter uns, deren Schwangerschaft wie im Bilderbuch verlief bzw. die sich so fühlten.  Meine Zwillingsschwangerschaft war doch sehr geprägt von allerlei Schwangerschaftsbeschwerden. Meine Frauenärztin hingegen war immer voller Begeisterung. Die beiden Babys in meinem Bauch entwickelten sich immer ganz großartig und ich hatte immer top Werte – Ausnahme der Eisenwert.

Natürlich war ich die stolzeste und glücklichste werdende Mama auf Erden und bin es noch heute.  

Wie war deine Schwangerschaft? Hattest du viele Schwangerschaftsbeschwerden oder hattest du eine Bilderbuch-Schwangerschaft?

 

 

Endlich schwanger – Das doppelte Glück

Erinnert Ihr euch noch an die Emotionen als ihr erfahren habt, dass ihr schwanger seid? Ich erinnere mich an diesen Morgen und an die Zeit danach noch so gut, als wäre das alles erst gestern passiert.

Endlich schwanger – Das große doppelte Glück

Nach acht Jahren Kinderwunschzeit, die mich als Mensch sehr geprägt haben, hielt ich zum ersten Mal einen positiven Schwangerschaftstest in Händen. Es war der 14. Nov. 2016 und ich musste mich beim Auslesen des Tests nicht einmal gedulden, denn er war sofort fett positiv. Ich hüpfte wie ein kleines Mädchen im Badezimmer auf und ab und versank im Tränenmeer. Wie viele Jahre hatte ich mir diesen Moment sehnlichst herbeigewünscht, und jetzt war dieser Moment da. Hatte ich ihn mir so vorgestellt?! Ich zitterte am ganzen Körper, fühlte mich zum Teil auch wie betäubt. So viele Gedanken waren auf einmal da und gleichzeitig wieder weg.

Diese Emotionen waren derartig heftig, darauf war ich einfach nicht vorbereitet. Vor meinem geistigen Auge sah ich die letzten Jahre, in denen wir ungewollt kinderlos waren, aufblitzen und zeitgleich wieder verschwinden. Mit jedem Aufblitzen wurde die Last, die sich über die Jahre hinweg auf meine Schulter wie Ballast abgelegt hatte, leichter und leichter. Ich fühlte mich auf einmal frei, so als hätte ein böser Fluch auf mich gelegen, und nun sei ich erlöst. Dieses Gefühl kann an dieser Stelle wahrscheinlich nur derjenige nachfühlen, der ähnliches erleben durfte, und zugleich hatte ich natürlich auch Angst. Die Emotionen in mir spielten zick zack und ließen mich den ganzen Tag und die Tage danach noch auf einen anderen Planeten leben. Ich war völlig von der Spur.

An diesem Morgen schoß ich ein Bild meines positiven Schwangerschaftstests. Ein Wunder, dass das Bild nicht verwackelte, und schickte es meiner besten Freundin, die sodann mit mir weinte. Ich sprang in das Bett meines noch schlafenden Mannes mit den Worten: “Ich bin schwanger, wir werden endlich Eltern”. Schlaftrunken streckte er die Faust in die Luft und jubelte vor Freude….Später rief er mich an und fragte mich, ob er das nur geträumt habe. Männer!!!

Am gleichen Tag war ich noch bei meiner Frauenärztin und hier ergab der positive Schwangerschaftstest an Tag 14 einen HCG Wert von 3725. Wow…endlich schwanger!